(Salzburg, 17.3.2026) Der Bericht des Salzburger Landesrechnungshofs mit dem Titel „Klimaschutz und Klimawandelanpassung des Landes Salzburg“ kommt im Juli 2025 zu einem zentralen Befund: „Das Ziel des Landes Salzburg, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um 50 % gegenüber dem Jahr 2005 zu reduzieren, scheint mit den bisherigen Maßnahmen nicht erreichbar zu sein“ (S. 4). Darüber hinaus hält der Bericht fest, dass zur Halbzeit des Masterplan Klima+Energie 2030 „für knapp die Hälfte der erwünschten Einsparungen bei den Treibhausgasemissionen noch nicht einmal Maßnahmen erarbeitet wurden“ (S. 34). Schließlich wird betont, dass „die Erreichung ohne zusätzliche und wirksamere Maßnahmen unwahrscheinlich [scheint]“ (S. 85).
80 Mitglieder der Scientists for Future Salzburg verlangen in einem offenen Brief an LHF Karoline Edtstadler und LHStv. Marlene Svazek nun Auskunft darüber, „welche Maßnahmen die Salzburger Landesregierung für die Jahre 2026 und 2027 plant, um die Emissionen bis 2030 nachvollziehbar auf 2.158 kt CO₂-Äquivalent zu senken, wie im Masterplan Klima+Energie 2030 auch rechtlich verbindlich vereinbart.“ Dies gelte insbesondere für die Bereiche, die den größten Beitrag zur Zielerreichung leisten müssen: Verkehr (u.a. Elektromobilitätsstrategie), Gebäude (Ölkesseltausch) sowie die „Differenz/Lücke” bzw. „sonstige Potenziale”, die im Masterplan Klima+Energie 2030 ausgewiesen sind, aber bis heute nicht explizit operationalisiert wurden.
„Als Scientists for Future möchten wir erneut betonen, wie wichtig es ist, wirksame Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen. Der Alpenraum ist in besonderem Maße vom Klimawandel betroffen„, heißt es im Brief. Und weiter: „Zudem gilt es, die ökonomischen Chancen post-fossilen Wirtschaftens in unserem Bundesland proaktiv zu ergreifen und dadurch auch einen Beitrag zur sozialen Nachhaltigkeit zu leisten. Wir vertrauen darauf, dass die Salzburger Landesregierung heute Entscheidungen trifft, die genau das ermöglichen.“
Die aktuellen geopolitischen Konflikte machen einmal mehr deutlich, dass wir von den fossilen Energien loskommen müssen. Eine neue Studie des Alpenvereins über den „Zerfall“ der Gletscher in Österreich ist ein weiteres Signal für die Notwendigkeit einer konsequenten Klimawende.
Die Initiatoren im Namen von 80 Wissenschaftler:innen
Univ.Prof. Dr. Jens Blechert, Sprecher der S4F Salzburg
Mag. Hans Holzinger, Koordinator der S4F Salzburg
Dr. Markus Gastinger, Politikwissenschaftler
Dr. Martin Loidl, Mobilitätsforscher