Rückblick „Aufbruch! Für ein gutes Leben für alle“ – Aktionstage voller Erfolg

Zum zweiten Mal fanden heuer auf Initiative des  Arbeitskreises „Klima und Nachhaltigkeit“ des Salzburger Bildungswerks die Salzburger Aktionstage 
„Aufbruch! Für ein gutes Leben für alle“ statt.  20 Veranstaltungen zu vielfältigen Themen in unterschiedlichen Formaten mit 1300 Teilnehmenden gab es vom 22.-26. April 2026. Weitere sieben Veranstaltungen fanden im Vorprogramm mit knapp 500 Teilnehmenden statt, allein 300 davon waren bei zwei Vorträgen der Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb mit dabei. 

Die behandelten Themen reichten von der Bedeutung der Artenvielfalt für Salzburg, einem wirksamen Klimaschutz sowie einer intakten Qualität unserer Böden über eine Energie- und Mobilitätswende bis hin zur Bedeutung von sozialem Engagement. Neben Vorträgen und Workshops bereicherten Exkursionen, Aktionen im Öffentlichen Raum sowie eine Fahrraddemo das vielfältige Programm. Fotobericht auf Youtube

Im Folgenden findet ihr Kurzberichte, Fotos und vertiefende Links.

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Salzburger Aktionstage „Aufbruch! Für ein gutes Leben für alle“ 22.-26.4.

Zum zweiten Mal finden heuer auf Initiative des Arbeitskreises „Klima und Nachhaltigkeit“ des Salzburger Bildungswerks die Salzburger Aktionstage „Aufbruch! Für ein gutes Leben für alle“ statt.  24 Veranstaltungen zu vielfältigen Themen mit vielfältigen Formaten. Wir laden herzlich zur Teilnahme und Teilen des Programms ein!

PROGRAMM

VORPROGRAMM

NACHPROGRAMM

Offener Brief an die Salzburger Landesregierung: Scientists for Future fordern eine konsequente Klimapolitik

(Salzburg, 17.3.2026) Der Bericht des Salzburger Landesrechnungshofs mit dem Titel „Klimaschutz und Klimawandelanpassung des Landes Salzburg“ kommt im Juli 2025 zu einem zentralen Befund: „Das Ziel des Landes Salzburg, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um 50 % gegenüber dem Jahr 2005 zu reduzieren, scheint mit den bisherigen Maßnahmen nicht erreichbar zu sein“ (S. 4). Darüber hinaus hält der Bericht fest, dass zur Halbzeit des Masterplan Klima+Energie 2030 „für knapp die Hälfte der erwünschten Einsparungen bei den Treibhausgasemissionen noch nicht einmal Maßnahmen erarbeitet wurden“ (S. 34). Schließlich wird betont, dass „die Erreichung ohne zusätzliche und wirksamere Maßnahmen unwahrscheinlich [scheint]“ (S. 85).

80 Mitglieder der Scientists for Future Salzburg verlangen in einem offenen Brief an LHF Karoline Edtstadler und LHStv. Marlene Svazek nun Auskunft darüber „welche Maßnahmen die Salzburger Landesregierung für die Jahre 2026 und 2027 plant, um die Emissionen bis 2030 nachvollziehbar auf 2.158 kt CO₂-Äquivalent zu senken, wie im Masterplan Klima+Energie 2030 auch rechtlich verbindlich vereinbart.“ Dies gelte insbesondere für die Bereiche, die den größten Beitrag zur Zielerreichung leisten müssen: Verkehr (u.a. Elektromobilitätsstrategie), Gebäude (Ölkesseltausch) sowie die „Differenz/Lücke” bzw. „sonstige Potenziale”, die im Masterplan Klima+Energie 2030 ausgewiesen sind, aber bis heute nicht explizit operationalisiert wurden.

„Als Scientists for Future möchten wir erneut betonen, wie wichtig es ist, wirksame Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen. Der Alpenraum ist in besonderem Maße vom Klimawandel betroffen„, heißt es im Brief. Und weiter: „Zudem gilt es, die ökonomischen Chancen post-fossilen Wirtschaftens in unserem Bundesland proaktiv zu ergreifen und dadurch auch einen Beitrag zur sozialen Nachhaltigkeit zu leisten. Wir vertrauen darauf, dass die Salzburger Landesregierung heute Entscheidungen trifft, die genau das ermöglichen.“

Die aktuellen geopolitischen Konflikte machen einmal mehr deutlich, dass wir von den fossilen Energien loskommen müssen. Eine neue Studie des Alpenvereins über den „Zerfall“ der Gletscher in Österreich ist ein weiteres Signal für die Notwendigkeit einer konsequenten Klimawende.

Die Initiatoren im Namen von 80 Wissenschaftler:innen
Univ.Prof. Dr. Jens Blechert, Sprecher der S4F Salzburg
Mag. Hans Holzinger, Koordinator der S4F Salzburg
Dr. Markus Gastinger, Politikwissenschaftler
Dr. Martin Loidl, Mobilitätsforscher

Offener Brief der Scientists for Future an die Salzburger Landesregierung für mehr Klimaschutz-Maßnahmen

Der Bericht des Salzburger Landesrechnungshofs mit dem Titel „Klimaschutz und Klimawandelanpassung des Landes Salzburg“ kommt im Juli 2025 zu einem zentralen Befund: „Das Ziel des Landes Salzburg, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um 50 % gegenüber dem Jahr 2005 zu reduzieren, scheint mit den bisherigen Maßnahmen nicht erreichbar zu sein“. In einem offenen Brief [English version] ersuchen wir als S4F Salzburg nun um Auskunft, welche zusätzlichen Maßnahmen die Salzburger Landesregierung zu setzen gedenkt, um die selbst gesteckten Klimaziele zu erreichen und der Kritik des Landesrechnungshofs Rechnung zu tragen.

Der Offene Brief kann von Mitgliedern der S4F-Regionalgruppe Salzburg noch bis 16.3.2026 unterzeichnet werden. Du bist noch kein Mitglied? Wenn du einen akademischen Abschluss hast und die Anliegen von S4F für eine wirksame Klimapolitik unterstützen möchtest, kannst du gern Mitglied werden. Bitte Regionalgruppe Salzburg angeben. Es gibt keinen Mitgliedsbeitrag – Spenden sind aber willkommen!

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Wir sind Teil der Veränderung – Einladung zu einem bunten Programm der Salzburger Aktionstage für Nachhaltigkeit 2026

Die 2026 zum zweiten Mal stattfindenden Aktionstage „Aufbruch! Für ein gutes Leben für alle“ laden dazu ein, sich mit Veranstaltungen und Aktionen für eine soziale und ökologische Entwicklung einzusetzen. Das Projekt wird von Mitgliedern des Arbeitskreises „Klima & Nachhaltigkeit“ des Salzburger Bildungswerks sowie der „Vernetzungstreffen der Salzburger Umwelt- und Klimainitiativen“ getragen.

Die Aktionstage 2026 starten mit dem Earth Day am 22. April und laufen bis 26. April – dazu kommen einige Veranstaltungen im Vorfeld.

Auch heuer gibt es wieder ein vielfältiges Programm. Dieses reicht von Vorträgen, Workshops und Filmvorführungen über Exkursionen und eine gemeinsame Radtour bis hin zu Aktionen im öffentlichen Raum. Vielseitig sind auch die angesprochenen Themen. Es geht um Klima- und Biodiversitätsschutz, Schöpfungsverantwortung und Naturerfahrung, die Qualität unserer Böden, neue Mobilität und lebendige öffentliche Räume, gemeinwohlorientiertes, nachhaltiges Wirtschaften, Tierschutz u.a.m. Insgesamt gibt es zwanzig Veranstaltungen sowie weitere acht im Vorprogramm.

Ein wichtiger Aspekt der Aktionstage ist, das Thema Nachhaltigkeit wieder in die öffentlichen Debatten zu bringen. Denn nur weil man über die Klima- und Biodiversitätskrisen derzeit weniger spricht, sind diese ja nicht verschwunden. Im Gegenteil, die ökosystemischen Grenzen werden immer mehr überschritten. Wir brauchen Menschen, die sich einbringen in soziale Innovationen, um den Wandel zu bewerkstelligen.

Der Bogen der mitwirkenden Organisationen spannt sich von der Wissenschaft über Umwelt- und Klimagruppen bis hin zu örtlichen Bildungswerken.

Wir danken allen Mitwirkenden aus den zahlreichen Partnerorganisationen und laden herzlich zur Teilnahme am bunten Programm ein!

Tamara Baumgartner MA ,
Fachbereich „Klima & Nachhaltigkeit“ des Salzburger Bildungswerks
Mag. Hans Holzinger,
Leiter des Arbeitskreises „Klima & Nachhaltigkeit“ des Salzburger Bildungswerks

Alle Veranstaltungen und Angebote – mit Ausnahme des Kinofilms – sind kostenfrei zugänglich.

Foto: Marlene Klotz/SBW


Ergänzung der S4F zum Räumlichen Entwicklungskonzept: Debatte ja, aber bitte sachlich

„Kein Interesse an Klima-Beitrag?“ titelt Mag. Peter Braun seine Kritik auf unsere Stellungnahme zum Räumlichen Entwicklungskonzept der Stadt Salzburg, kurz REK, in dem er den Scientists for Future Unwissenschaftlichkeit vorwirft, da das REK von falschen Bevölkerungsprognosen ausgehe. Zudem würden wir weiterer Verbauung von Flächen das Wort reden und Bürgerbeteiligung missachten (Leserbrief SN 13.12.2025). Das kann nicht unwidersprochen bleiben.

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„Unsere Anliegen richtig kommunizieren und jene ansprechen, die offen dafür sind“ – Aufschlussreicher Workshop mit Payal Parekh

Wie kann man als Team eine erfolgreiche Strategie entwickeln, um sozialen Wandel voranzutreiben? Wie setzt man Kampagnen richtig auf, um mediale Wirksamkeit zu erzielen? Und: Wie gelingt erfolgreiche Mobilisierung? Diese Fragen bearbeitet die Klimaaktivistin und Organisationsberaterin Payal Parekh aus Bern mit Gruppen, die etwas ändern wollen.  In einem vom Arbeitskreis „Klima & Nachhaltigkeit“ des Salzburger Bildungswerks gemeinsam mit Südwind Salzburg, dem Friedensbüro und den Scientists for Future organisierten Workshop mit der Expertin für Organizing ging es speziell darum, wie wir die eigene Bubble verlassen und neue Mitwirkende gewinnen können.

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Stellungnahme der Scientists for Future zum neuen räumlichen Entwicklungskonzept der Stadt Salzburg

Das neue räumliche Entwicklungskonzept (REK) der Stadt Salzburg sieht die Schaffung von mehr Flächen für Wohnraum vor, um der Wohnungsnot entgegenzuwirken. Neben Wohnraumverdichtung und der Umwidmung von Gewerbeflächen wird auch eine Umwidmungskategorie „mögliches neues Bauland“ (Typ 2) ausgewiesen: Flächen, die aktuell als Grünland gewidmet und dementsprechend unbebaut sind. Dieser Typ beinhaltet Flächen der Grünland-Kategorie „Sonstige Flächen“, sogenannte „Ergänzungsflächen“ gem. REK 2007 sowie potentielle „Tauschflächen“ (zit. nach REK 2025).

Als Begründung wird im REK angeführt:

„Durch diesen einmaligen Tauschvorgang kann sichergestellt werden, dass – aufgrund einer hohen Mobilisierungsrate der quantifizierte Baulandbedarf, insbesondere der für leistbares Wohnen, über den gesamten Planungszeitraum von 25 Jahren gedeckt werden kann (siehe Typ 2 im REKEntwicklungsplan). – mit den hoheitsrechtlichen Verordnungsinstrumenten (insbesondere erstmalige Baulandwidmung samt Neuaufstellung eines Bebauungsplans der Grundstufe) in Verbindung mit der Ermächtigung zu privatwirtschaftlichen Maßnahmen effiziente Steuerungs- und Sicherungsmittel zur Durchsetzung der Planungsabsicht gegeben sind.“ (Siehe dazu auch das Interview von S4F mit Planungsstadträtin Anna Schiester)  

Beim letzten Jour Fixe  haben die Scientists for Future Salzburg die Thematik diskutiert und vereinbart, eine öffentliche Stellungnahme abzugeben:

Naturnahes und leistbartes Wohnen für alle

Salzburg ist ein „Wohnungsmarkt der Extreme“ mit einem außergewöhnlich hohen Preisniveau. Dieses liegt oberhalb der meisten Metropolen wie Wien, Berlin oder Köln. Nur München ist noch teurer. Das zeigt u.a.  eine Studie des Berliner Forschungsinstituts Empirica AG im Auftrag des Landes Salzburg.

Mit dem neuen räumlichen Entwicklungskonzept (REK) der Stadt Salzburg, das am 22. Oktober 2025 zur öffentlichen Auflage beschlossen wurde, sollen Flächen für neuen Wohnraum erschlossen werden. Als Zielwert sind 12.000 neue Wohnungen bis 2040 festgeschrieben. Hierfür ist u. a. ein Tausch zwischen derzeit als Grünland deklarierten Flächen und anderen Flächen vorgesehen – betroffen sind 1 Prozent der Grünlanddeklaration. Schlecht für Verbauung zugängliche Flächen würden ‚Neu-Grünland‘, das Potential für den Wohnbau würde steigen. Seitens von Anrainern und Anrainerinnen von Tauschflächen gibt es nun Proteste gegen diese Umwidmungen, aber auch seitens der angrenzenden Gemeinden Anif und Grödig, die ein verstärktes Verkehrsaufkommen befürchten.

Um die Wohnungskrise der Stadt Salzburg zu lösen, braucht es eine Verdichtung bestehender Flächen, die Nutzung des Leerstands, aber auch den Bau neuer Wohnungen. Die Stadteile im Salzburger Süden weisen mit Abstand die meisten Grünflächen auf. Sie sind also in Bezug auf naturnahes Wohnen gegenüber den sehr dicht verbauten Stadtteilen im Norden wie Lehen oder Liefering stark im Vorteil, auch inBezug auf die Diskussionslautstärke. Aus der Sicht sozialer Fairness unterstützen wird daher die geplanten Flächentausche. Am Beispiel  der neuen Zielgebiete Alpenstraße und Aigen Süd: Berücksichtigt man den Ausbau von Red Bull in Elsbethen, die öffentliche Verkehrsanbindung mit Bus und Bahn (Salzburg Süd), das bereits bestehende Nahversorgungsangebot, die nahräumliche Freizeitqualität, etc., dann machen die beiden südlichen Zielgebiete Sinn. Und: Neuer Wohnraum ist immer mit einem Mobilitätsbedarf verbunden. Aufgabe einer zukunftsweisenden Mobilitätspolitik ist es aber, diesen Bedarf möglichst stark mit dem Umweltverbund, also dem Öffentlichen Verkehr und dem Fahrrad, abzuwickeln.

Univ. Prof. Jens Blechert
Univ. Prof. Andreas Koch
Mag. Hans Holzinger
Scientists for Future Salzburg
5020 Salzburg

Das neue räumliche Entwicklungskonzept der Stadt Salzburg – drei Fragen an Planungsstadträtin Anna Schiester

Salzburg zählt zu den Städten mit den höchsten Wohnungspreisen. Das neue räumliche Entwicklungskonzept (REK) der Stadt Salzburg sieht nun die Schaffung von mehr Flächen für Wohnraum vor, um der Wohnungsnot entgegenzuwirken. Neben Wohnraumverdichtung und der Umwidmung von Gewerbeflächen sind Flächentausche zwischen bisher als Grünland gewidmeten Arealen und anderen Flächen Teil des Programms. Dies hat zu Protesten der betroffenen Anrainer:innen geführt. Die Schientists for Future Salzburg haben der zuständigen Planungsstadträtin Anna Schiester drei Fragen gestellt, um zur Versachlichung der Debatte beizutragen. Zudem haben sie eine öffentliche Stellungnahme zum Thema abgegeben.

1) Um welche und wie viele Flächen im Salzburger Süden handelt es sich beim diskutierten Flächentausch?

Im REK-Entwurf sind mehrere Bereiche im gesamten Stadtgebiet als „potenzielle Tauschflächen“ ausgewiesen – darunter auch einige im Süden. Dazu zählen Flächen entlang der Apothekerstraße / Heffterhof, Teile des Erdbeerlands (wobei dort bereits im REK 2007 Baulandpotenziale bestanden), ein Bereich entlang der Aignerstraße sowie eine kleinere Fläche in der Redtenpacherstraße. Weitere potenzielle Suchräume liegen in Mayrwies, an der Moosstraße, in Maxglan und in Morzg.

In Summe umfasst diese Kategorie im REK-Entwurf rund 35 Hektar potenziell geeigneter Flächen.

Wichtig ist:

Alle Flächen, die im Rahmen eines Flächentauschs eingebracht werden, müssen qualitativ und quantitativ gleichwertig sein. Die vorgeschlagenen Einbringungsflächen sind meist kleinere, ungünstig gelegene Baulandreste in schwächer erschlossenen Lagen, die nur sehr ineffizient bebaut werden könnten. Durch eine geordnete Entwicklung der Tauschflächen entstehen hingegen rund 20 % öffentliche Grünflächen, sofern die Herausnahmeflächen tatsächlich einer Widmung zugeführt werden. Auf den Baulandflächen selbst kann verdichteter, bodensparender Wohnbau entstehen – eine Voraussetzung für kompakte und leistbare Stadtentwicklung. Für den Bereich des Arbeitens und Wirtschaftens schlagen wir ebenfalls eine flächeneffiziente Strategie vor. 

Aktuell stehen 99 % der Grünlanddeklaration überhaupt nicht zur Diskussion; 1% soll getauscht werden. Insgesamt soll die Deklaration weiterhin 3.600 Hektar umfassen und könnte nach heutigem Stand durch Sicherungen sogar noch größer werden (u.a. In Stadtteilen, die heute wenig Grün ausweisen) 

Insgesamt ist es der engagierte Versuch, aktive Bodenpolitik (gegen die Hortung von Bauland), Bodenschutz, leistbares Wohnen (soziale Gerechtigkeit) und Klimaschutz (ein breiter Fokus im REK) zusammen zu denken und ein Einklang zu bringen 

2) Was ist die Begründung für den Flächentausch?

Der Flächentausch ist ein Instrument, um

• den hohen Bedarf an leistbarem Wohnraum in der Stadt zu decken,

• gleichzeitig den Gesamtumfang des geschützten Grünlands zu erhalten,

• und zusätzlichen Bodenverbrauch zu vermeiden.

In einem Satz:

Ein Flächentausch ermöglicht begrenzte neue Wohnbauflächen, ohne netto zusätzliches Grünland zu verbrauchen – weil an anderer Stelle mindestens gleich viel Grünland dauerhaft gesichert wird, das heute baulich nutzbar wäre. Es handelt sich also um einen „Nullsummen-Mechanismus“.

3) Stehen Nachverdichtung und Leerstandsaktivierung ohnehin im Programm?

Ja, selbstverständlich. Das ist der FOKUS des REK. 

Der klare Schwerpunkt liegt auf Innenentwicklung: 70 % des künftigen Wohnungsbedarfs sollen durch Maßnahmen im Bestand gedeckt werden – durch Nachverdichtung, Leerstandsaktivierung und die Transformation bestehender Gewerbeflächen (etwa in Schallmoos, entlang der Alpenstraße oder anderen Entwicklungsachsen).

Foto: Anna Schiester © Stadt Salzburg/Nico Zuparic