Wer glaubt, die Gegend um die beiden Salzachseen in Liefering sei langweilig, der irrt. Freilich braucht’s schon ein wenig Zeit und Geduld – und den Blick fürs Kleine. Sachkundige Unterstützung ist da sehr hilfreich, denn wer kennt schon die Grauschwarze Sklavenameise oder raffinierte Kuckucksbienen? Artenspezialist und Biologe Wolfgang Schruf kennt sie alle und kann zu den meisten Arten spannende Details erzählen. Am Ende werden alle staunen, was sich nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt Salzburg alles entdecken lässt, wenn man es einmal gesehen hat. Und es gibt immer etwas zu entdecken, selbst im Herbst und im Winter. Interessant sind auch medizinisch oder kulinarisch verwertbare Pflanzen und Pilze wie etwa der Schwefelporling.
17. April 2026 18.30 Uhr – Salzburg Vortrag & Buchpräsentation: Auf Entdeckungsreise in die Tier-, Pflanzen- und Pilzwelt des Salzachseegebietes Referent: Dipl.-Päd. Wolfgang Schruf Ort: Salzburger Bildungswerk, Strubergasse 18 Veranstalter: Naturschutzbund Salzburg, Salzburger Bildungswerk. Anmeldung im Link oder telefonisch unter 0650.4129962 Freier Eintritt.
Mit dem „Tag des Zu-Fuß-Gehens“ rückt Österreich eine zentrale Form der Mobilität in den Fokus: das Gehen. Einmal im Jahr dreht sich alles um diese Fortbewegungsart, die nicht nur die umweltfreundlichste, sondern auch die gesündeste und inklusivste ist.
Ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit – jeder Schritt zählt. Der Aktionstag am 27. April lädt dazu ein, das eigene Mobilitätsverhalten zu reflektieren, neue Wege zu entdecken und gemeinsam ein Zeichen für lebenswerte Gemeinden und Städte zu setzen.
Mit Initiativen wie der österreichweiten Schritte-Challenge und dem 2. Österreichischen Fußverkehrsgipfel wird gezeigt, wie einfach es sein kann, Bewegung in den Alltag zu integrieren und gleichzeitig Klima und Gesundheit zu stärken.
„In der österreichischen Debatte geistert derzeit eine Zahl umher, die so gewaltig ist, dass sie oft abstrakt bleibt: Neun Milliarden Euro. Das ist die Summe, die Österreich bis 2030 an Strafzahlungen (die eigentlich Kompensations-Zahlungen sind, aber realistischerweise eine Strafe darstellen) drohen könnte, wenn wir unsere europäischen Klimaziele verfehlen. Neun Milliarden – das ist keine bloße Schätzung, sondern eine politische Entscheidungssumme. Die eigentliche Frage, die wir uns stellen müssen, lautet daher nicht: Drohen uns Strafzahlungen? Sie lautet vielmehr: Wofür wollen wir diese neun Milliarden Euro einsetzen?“
So leitet Leo Fellinger, Obmann des Vereins LoveElectrics einen offenen Brief an Umweltschutz-Bundesminister Norbert Totschnig und Bundeskanzler Christian Stocker ein. Den gesamten Text findet ihr im Link.
Zudem schlägt er eine Klimaklage gemäß der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) vor, die in Österreich Verfassungsrang genießt. Der entscheidende Hebel sei die sogenannte „positive Schutzpflicht“: „Der Staat ist nicht nur verpflichtet, Grundrechte wie das Recht auf Leben (Art. 2 EMRK) oder das Recht auf Privat- und Familienleben (Art. 8 EMRK) nicht aktiv zu verletzen. Er muss sie aktiv schützen. Wenn der Staat weiß, dass unzureichender Klimaschutz diese Rechte bedroht, und dennoch untätig bleibt, entsteht ein juristischer Angriffspunkt.“
Der Blogbeitrag schließt mit der Möglichkeit zur Abstimmung über eine Klimaklage.
Am 10. Jänner erschien ein schönes Interview von Dorina Pascher mit Payal Parekh, Referentin eines Workshops des AK „Klima & Nachhaltigkeit“ des Salzburger Bildungswerks gemeinsam mit Südwind Salzburg, dem Friedensbüro und den Scientists for Future. Das Thema: Wie Klimathemen richtig kommunizieren?
Die Policy Ultra-Briefs sollen Brücken zwischen Forschung und politischer Praxis schlagen, indem sie wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse kompakt, verständlich und praxisnah aufbereiten. Ein thematischer Schwerpunkt ist Klimaschutz heute, der mit freundlicher Unterstützung des Leibniz-Instituts für Psychologie (ZPID) – online gegangen ist:
Nähere Informationen zum Hintergrund der Initiative sowie zu den Inhalten der ersten Reihe gibt es im Editorial. Weitere thematische Reihen zu gesellschaftlich relevanten Themen sind bereits in Planung.
Salzburg zählt zu den Städten mit den höchsten Wohnungspreisen. Das neue räumliche Entwicklungskonzept (REK) der Stadt Salzburg sieht nun die Schaffung von mehr Flächen für Wohnraum vor, um der Wohnungsnot entgegenzuwirken. Neben Wohnraumverdichtung und der Umwidmung von Gewerbeflächen sind Flächentausche zwischen bisher als Grünland gewidmeten Arealen und anderen Flächen Teil des Programms. Dies hat zu Protesten der betroffenen Anrainer:innen geführt. Die Schientists for Future Salzburg haben der zuständigen Planungsstadträtin Anna Schiester drei Fragen gestellt, um zur Versachlichung der Debatte beizutragen. Zudem haben sie eine öffentliche Stellungnahme zum Thema abgegeben.
1) Um welche und wie viele Flächen im Salzburger Süden handelt es sich beim diskutierten Flächentausch?
Im REK-Entwurf sind mehrere Bereiche im gesamten Stadtgebiet als „potenzielle Tauschflächen“ ausgewiesen – darunter auch einige im Süden. Dazu zählen Flächen entlang der Apothekerstraße / Heffterhof, Teile des Erdbeerlands (wobei dort bereits im REK 2007 Baulandpotenziale bestanden), ein Bereich entlang der Aignerstraße sowie eine kleinere Fläche in der Redtenpacherstraße. Weitere potenzielle Suchräume liegen in Mayrwies, an der Moosstraße, in Maxglan und in Morzg.
In Summe umfasst diese Kategorie im REK-Entwurf rund 35 Hektar potenziell geeigneter Flächen.
Wichtig ist:
Alle Flächen, die im Rahmen eines Flächentauschs eingebracht werden, müssen qualitativ und quantitativ gleichwertig sein. Die vorgeschlagenen Einbringungsflächen sind meist kleinere, ungünstig gelegene Baulandreste in schwächer erschlossenen Lagen, die nur sehr ineffizient bebaut werden könnten. Durch eine geordnete Entwicklung der Tauschflächen entstehen hingegen rund 20 % öffentliche Grünflächen, sofern die Herausnahmeflächen tatsächlich einer Widmung zugeführt werden. Auf den Baulandflächen selbst kann verdichteter, bodensparender Wohnbau entstehen – eine Voraussetzung für kompakte und leistbare Stadtentwicklung. Für den Bereich des Arbeitens und Wirtschaftens schlagen wir ebenfalls eine flächeneffiziente Strategie vor.
Aktuell stehen 99 % der Grünlanddeklaration überhaupt nicht zur Diskussion; 1% soll getauscht werden. Insgesamt soll die Deklaration weiterhin 3.600 Hektar umfassen und könnte nach heutigem Stand durch Sicherungen sogar noch größer werden (u.a. In Stadtteilen, die heute wenig Grün ausweisen)
Insgesamt ist es der engagierte Versuch, aktive Bodenpolitik (gegen die Hortung von Bauland), Bodenschutz, leistbares Wohnen (soziale Gerechtigkeit) und Klimaschutz (ein breiter Fokus im REK) zusammen zu denken und ein Einklang zu bringen
2) Was ist die Begründung für den Flächentausch?
Der Flächentausch ist ein Instrument, um
• den hohen Bedarf an leistbarem Wohnraum in der Stadt zu decken,
• gleichzeitig den Gesamtumfang des geschützten Grünlands zu erhalten,
• und zusätzlichen Bodenverbrauch zu vermeiden.
In einem Satz:
Ein Flächentausch ermöglicht begrenzte neue Wohnbauflächen, ohne netto zusätzliches Grünland zu verbrauchen – weil an anderer Stelle mindestens gleich viel Grünland dauerhaft gesichert wird, das heute baulich nutzbar wäre. Es handelt sich also um einen „Nullsummen-Mechanismus“.
3) Stehen Nachverdichtung und Leerstandsaktivierung ohnehin im Programm?
Ja, selbstverständlich. Das ist der FOKUS des REK.
Der klare Schwerpunkt liegt auf Innenentwicklung: 70 % des künftigen Wohnungsbedarfs sollen durch Maßnahmen im Bestand gedeckt werden – durch Nachverdichtung, Leerstandsaktivierung und die Transformation bestehender Gewerbeflächen (etwa in Schallmoos, entlang der Alpenstraße oder anderen Entwicklungsachsen).
Am 29. September trafen sich Mitglieder der Scientists for Future Salzburg zum Jour Fixe an der Natur- und Lebenswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg (NLW). Hier einige Infos und Hinweise aus dem Treffen, die auch für Nicht-Universitätsangehörige von Interesse sein können. PS: Das Foto oben gibt den Eingang zum Universitätsgebäude wider, das derzeit mit den Sustainable Development Goals „beflaggt“ ist. Jenes ganz unten informiert über den Veggiemonat Oktober an den Mensen, der von den S4F mitangestoßen wurde.
„Think gobal – act local“ ist das Leitmotiv des Fachbereiches „Klima & Nachhaltigkeit“ des Salzburger Bildungswerks. Mit den Bildungsangeboten werden bewusstes und ressourcenschonendes Handeln in Salzburg gefördert und Menschen für wichtige Themen auf globaler Ebene sensibilisiert. Aspekte sind u.a. ein nachhaltiger Lebensstil, eine klima- und planetenfreundliche Politik sowie faire Handelsbeziehungen. Mit „Bio-Fairen Frühstücken“ wird beispielsweise ein verantwortungsvoller Konsum im Ernährungsbereich erlebbar gemacht.
Die seit 2025 stattfindenden Aktionstage „Aufbruch! Für ein gutes Leben für alle“ laden Bildungswerke und andere Organisationen in ganz Salzburg ein, sich mit Veranstaltungen und Aktionen für eine soziale und ökologische Entwicklung einzusetzen.
Effizienter Klimaschutz als Investition für unsere Zukunft und als Chance die Kommunalfinanzen neu zu denken – das sind die Kernthemen des Klimaforums Salzburg. Neben Vorträgen und Good Practise Beispielen aus den Gemeinden, gibt es beim World Café die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch und Vernetzen. Als Keyspeakerin wird die Umweltökonomin Dr. Siegrid Stagl von der WU Wien erwartet.
Termin: 6. November 2025, 13.30 – 17.30 Ort: BioArt Campus in 5164 Seeham Erreichbar z.B. mit Bus 121 ab Salzburg Hbf oder über Seekirchen und Bus 131 (Detailauskunft) Anmeldung bis 24.10.2025 Die Teilnahme ist kostenfrei
Veranstaltung in Kooperation mit der Klima- und Energiemodellregion Salzburger Seenland bzw. dem Regionalverband Salzburger Seenland.
Termin und Ort: Freitag, 10. Oktober 2025 10-18 Uhr im Bildungshaus St. Hippolyt, St. Pölten (ca. 10 Gehminuten vom Hbf)
Zielgruppe: Personen aus allen Gruppen der S4F Austria sowie andere interessierte Wissenschafter:innen
Zielsetzung: In der Klima- und Biodiversitätsforschung geschieht schon seit langem außerordentlich viel, und das nahezu in allen Wissenschaftsdisziplinen. Aber meistens forschen die einzelnen Fächer nebeneinander und nicht miteinander. Sie arbeiten in kleinen, hoch spezialisierten Gebieten. Aber: um zu ganzheitlichen Lösungen zu kommen, braucht es die interdisziplinäre Vernetzung sowohl der Forschungsfragen als auch der Methoden und Ergebnisse. Deswegen sollen bei dem Symposion4Future hochrangige wissenschaftliche Inputs zu einer interdisziplinären Diskussion zwischen den großen Wissenschaftsgruppen Naturwissenschaften – Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften – Geisteswissenschaften anregen. Referierende wie Teilnehmende verpflichten sich, den gesamten Tag anwesend zu sein. Im Idealfall entstehen aus dem Symposion Kooperationen weit über den Tag hinaus.
Tagesstruktur
Jeweils zwei Vorträge á 20-25 min. aus zwei unterschiedlichen Wissenschaftsbereichen folgen direkt aufeinander und werden dann gemeinsam (!) diskutiert (40-45 min.). Die Vorträge werden von hochkarätigen Wissenschaftler:innen gehalten und bringen die aktuellen Klima- und Biodiversitätsassoziierten „Hot Spots“ des jeweiligen Fachgebietes in einer für andere Wissenschaftsdiziplinen verständlichen Darstellung. Idealer Weise wird zumindest angerissen, wo die Vortragenden Ansatzpunkte für Interdisziplinarität sehen würden.
Vorläufiges Programm:
10.00-10.30 Einfinden und Einführung ins Thema (Verena Winiwarter/ Michael Rosenberger) 10.30-12.00 Erster Block:
Franzisca Weder (Wirtschaftsuniversität Wien, Internationale Organisationskommunikation und Nachhaltigkeitskommunikation): Nachhaltigkeitskommunikation: Building Narrative Agency
Thomas Brudermann (Karl-Franzens-Universität Graz, Psychologie): Klimakommunikation mit Humor
Georg Kaser (Universität Innsbruck, Klima- und Kryosphärenforschung): Gletscher im Klimawandel
15.30-17.00 Dritter Block:
Stefan Thurner (Complexity Science Hub, Physik und Komplexitätsforschung): How quickly is the energy transition unfolding?
Anke Schaffartzik (Central European University Wien, Sozialökologie und ökologische Ökonomik): Von Ernährung bis Mobilität: Data justice für sozial-ökologische Transformationen
17.00-17.45 Ertragssicherung in Kleingruppen á 6-7 Personen 17.45-18.00 Schlussplenum und Impuls für den Weg
Anmeldung: Anmeldung per Mail mit dem Betreff “Symposion 2025”.
Teilnahmegebühr: Erbeten werden +/-40 € je nach persönlicher Kapazität. Wer es sich leisten kann, eine Person zu unterstützen, für die das zu viel Geld ist, möge großzügig sein! In dem Betrag ist die Verpflegung vor Ort inbegriffen.
Rückfragen: Koordinationsteam des Fachkollegiums der S4F Österreich, c/o Univ. Prof. Dr. Michael Rosenberger, m.rosenberger@ku-linz.at