Die besten Bücher zur Klimakrise 2022 – Neues Arbeitspapier der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen

Die Zeit drängt. Darauf verweisen auch die Publikationen, die in der 2022er-Ausgabe der jährlichen Reihe „Die besten Bücher zur Klimakrise“ vorgestellt werden. Wie etwa der aktuelle IPCC Bericht, der eine Verkürzung des Zeitfensters für den Wandel hin zur nachhaltigen Lebensweise konstatiert. Die Zeit drängt. Und doch hinterlassen die diesjährigen Klimabücher einen handlungsaktivierenden, einen hoffnungsvollen Eindruck. „Wie denn, ohne Hoffnung“, fragte Robert Jungk einst, um sich zugleich beständig für Wandel einzusetzen, Diskurse zu eröffnen oder zu begleiten. Das machen die präsentierten Autor:innen und Bücher ohne Zweifel auch.

Das Arbeitspapier wurde erstellt mit Unterstützung der Klima- und Energiestrategie „SALZBURG 2050“ des Landes Salzburg.

Die besten Bücher zur Klimakrise 2022. Verfasser:innen: Carmen Bayer, Hans Holzinger, Magdalena Mühlböck, Stefan Wally. Salzburg: JBZ-Arbeitspapier 61, 2022. 36 Seiten.

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Klartext Klima! Zusammenhänge verstehen, loslegen, effektiv handeln mit Sara Schurmann. Präsentation der besten Klimabücher 2022 – 15.12. 19 Uhr in der Robert-Jungk-Bibliothek

Der Klimawandel ist real und bedrohlich, das stellt kaum noch jemand ernsthaft in Frage. Wie akut die Klimakrise wirklich ist und wie stark sie unsere Leben schon in den kommenden Jahrzehnten betreffen wird, das ist allerdings nur wenigen richtig bewusst. Die Medien spielen hier eine wichtige Rolle.

2021 hat Sara Schurmann das Netzwerk Klimajournalismus Deutschland mitbegründet. Das ganze Ausmaß der Klimakrise ist ihr erst im Sommer 2020 bewusst geworden. Seitdem versucht sie zu verstehen, wie das sein konnte – und welche realistischen Optionen wir haben, um unsere Lebensgrundlagen noch zu retten. Ihr Buch „Klartext Klima!“ wurde von der Robert-Jungk-Bibliothek zu den zehn besten Klimabüchern des Jahres 2022 gewählt, die in einem Arbeitspapier zusammengefasst sind. Dieses wird im Rahmen des Abends auch vorgestellt.

Mehr und Anmeldung

„Mehr Bildung über den Klimawandel an meiner Uni“ – Aufruf von Salzburger Studierenden

Klimaaktivist*innen Salzburg hat eine Petition gestartet, die von Scientists for Future, Uni Green Campus, Parents und Fridays for Future unterstützt wird. Studierende, Lehrende sowie weiters Engagagierte sind aufgerufen, die Forderungen zu unterstützen. Hier geht es zum Link.

„Anlässlich der Besetzungen der Österreichischen Hochschulen und der Dringlichkeit der Klimakrise fordere ich von meiner Hochschule bzw. Universität: 

  • Dass die Themen der sozial-ökologischen Krisen verpflichtend und themenspezifisch in der Lehre aller Studiengänge behandelt werden.
  • Dass sie als Vorbild in der Entwicklung hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft voran gehen. Dazu sollen dementsprechende Strukturen gefördert und aufbaut werden, in denen das Nachhaltigkeitsprinzip bewusst und konkret in die universitäre Entwicklung und Profilbildung verankert wird.
  • Dass sich meine Universität für ein stärkeres Handeln der Politik und der Entscheidungsträger*innen für Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit einsetzt.

Zusätzlich fordere ich vom Bildungsministerium, dass die Universitäten ihr gefordertes Geld bekommen (#zukunftsichern), zusätzlich fordere ich, dass zu diesem geforderten Budget ein Topf geschaffen wird, bei dem Geld explizit für Nachhaltigkeit in Forschung, Lehre und Third Mission  bereitgestellt wird.

Erklärungen und Hintergrund: 

  • Zu 1. Jede*r Student*in sollte bis zum Abschluss des Studiums dazu in der Lage sein, die Ursachen und  Auswirkungen der Klimakrise zu kennen und mit fachspezifischen Lösungsansätzen vertraut zu sein, denn die Studierenden von heute sind  die Wissenschaftler*innen und Entscheidungsträger*innen von morgen. 
  • Zu 3. Und 4.: Universitäten haben nach dem Universitätsgesetzt eine „Verantwortung […] gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt“. Um Auswirkungen des Klimawandels zu verlangsamen und ihnen entgegenzuwirken, braucht es fundiertes Wissen und Aufklärung. Dies wurde und wird von Wissenschaftler*innen der österreichischen Hochschulen und Universitäten geleistet und soll auch weiterhin geleistet werden können. Zudem braucht es aber auch Personal, dass dieses Wissen in die Gesellschaft kommuniziert sowie Politiker*innen und Entscheidungsträger*innen die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen Handeln.“

Scientists for Future meets Theologische Fakultät 14.12.2022 15.00

Scientists for Future Salzburg will auf allen Fakultäten und in allen Fachbereichen der Universität bekannt werden. Jeden Monat wird es ein Treffen an einem anderen Fachbereich geben. Den Start macht die Theologische Fakultät am 14.12. 2022. Wer kann kommen? Alle Studierenden, Forschenden und Lehrenden der Fachhochschulen und Universitäten in Salzburg, die sich für Themen wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz interessieren, sich informieren oder engagieren wollen.

Nachhaltige Gestalter*innen 2022 ausgezeichnet – Ehrung von innovativen Unternehmen und PublizistInnen durch Businessart

Am 30. November 2022 zeichnete das Magazin BUSINESSART zum 14. Mal die Nachhaltigen Gestalter*innen Österreichs aus. Nominiert und gewählt wurden sie von einer 30-köpfigen Fachjury. Der Fokus des Awards liegt auf der Transformation der Wirtschaft. Ausgezeichnet wurden innovative Unternehmen aus dem Energie-, Mobilitäts-, Ressourcen- und Finanzbereich, VertreterInnen des Nachhaltigkeitsjournalismus sowie der Zivilgesellschaft, etwa die engagierte Menschenrechts- und Klimaanwältin Michaela Krömer, Gründerin der „KlimaanwältInnen“. Aus Salzburg dabei waren Markus und Iris Kaufmann, die „mobil60“ in Kaprun initiiert haben, sowie Hans Holzinger von der Robert Jungk-Bibliothek, der für sein 30-jähriges Nachhaltigkeitsengagement ausgezeichnet wurde. Im Folgenden findet ihr Kurzporträts der Ausgezeichneten und eine Einführung durch Roswitha Reisinger, Chefredakteurin von Businessart. Ausführliche Interviews mit den Geehrten gibt es auf der Homepage von Businessart. Hier kann man das Magazin abonnieren.

Neue Spielregeln & innovative Kooperationen

In allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen kann man umweltfreundlicher und nachhaltiger handeln. Das zeigen die Nachhaltigen Gestalter*innen 2022 besonders deutlich: Sie kämpfen für bessere Rahmenbedingungen, forschen an innovativen Lösungen, setzen sie in ihrem Unternehmen um und berichten darüber. Auffallend ist dieses Jahr, dass viele Innovationen unternehmensübergreifend aufgesetzt wurden. „Theoretisch wissen wir schon lange, dass Kooperationen für eine nachhaltige Entwicklung notwendig sind. Die Nachhaltigen Gestalter*innen beweisen eindrucksvoll, dass das auch in der Praxis funktioniert. Sie sind damit die Wegbereiter*innen für eine gute Zukunft“, sagt Roswitha M. Reisinger, Initiatorin des Preises und Herausgeberin des Magazins BUSINESSART.

Das sind die Nachhaltigen Gestalter*innen 2022
Reihung nach Unternehmensstandort (Bundesland)

Niederösterreich

„Wir wollen wesentlicher Teil der Mobilitätswende sein.“

Matthias Zawichowski, Niko Fischer, Renate Brandner-Weiß, Martin Tschurtschenthaler, Max Orlowski, Martin Auer, Norbert Rainer, Carsharing Österreich.                                                                  

Carsharing Österreich – das sind 18 carsharing-Betriebe mit mehr als 1.200 Mitgliedern. Sie bieten mehrheitlich im ländlichen Raum das Teilen von E-Fahrzeugen an. Bislang wurden 5,2 Mio Kilometer zurückgelegt und 1 Mio. t CO2 eingespart. Die Autos werden ausschließlich mit Ökostrom geladen. Seit Juli 2021 gibt es einen betriebsübergreifenden Roaming-Tarif. Die Verrechnung erfolgt durch den jeweiligen regionalen Partner vor Ort. https://www.businessart.at/matthias-zawichowski-carsharing-oesterreich-csoe.

Salzburg

„Wir müssen uns immer fragen, was wir gewinnen können.“

Hans Holzinger, Robert Jungk Bibliothek                                                                           

Holzinger hat von Beginn seiner wissenschaftlichen Karriere an (1992) die Themen Nachhaltigkeit, Zukunft der Arbeit und sozialen Sicherung, Partizipation und Demokratie sowie neue Wohlstandsmodelle beforscht, publiziert und diskutiert, und damit die Basis für nachhaltige Entscheidungen von Manager*innen, Politiker*innen und Bürger*innen gelegt. Lebenslanger Einsatz und Vernetzung im Sinne einer nachhaltigen Wirtschaft und Zukunft. https://www.businessart.at/hans-holzinger-robert-jungk-bibliothek

„Das Schönste ist, unseren Pensionist*innen den Alltag bequemer, flexibler und sicherer zu gestalten.“

Markus und Iris Kaufmann, Gründer MOBIL 60plus GmbH                                        

Viele Senior*innen sind noch rüstig und wollen aktiv sein. Manche brauchen Hilfe, vor allem, wenn sie von A nach B kommen wollen. Kaufmann hat für sie ein Angebot in seinem Heimatort entwickelt. Freiwillige Senior*innen melden sich zum Fahrtendienst und bringen immobile 60+ Senior*innen per E-Auto zu ihrem Termin und anschließend wieder zurück nach Hause.Das alles um einen geringen Mitgliedsbeitrag und Fahrtkostenzuschuss. 2021 wurden 2.400 Fahrten durchgeführt.

https://www.businessart.at/markus-und-iris-kaufmann-mobil-60plus-gmbh

Kärnten

„Wir richten unser Kredit- und Investment-Portfolio an den Klimaschutzzielen aus.“

Herta Stockbauer, Vorstandsvorsitzende. Petra Ibounig-Eixelsberger, Nachhaltigkeit, BKS Bank

Die BKS ist als erste der neuen Green Finance Alliance des BMK beigetreten; Stockbauer und Ibounig-Eixelsberger machten Nachhaltigkeit zu einem wichtigen Teil des Kerngeschäfts der BKS Bank. Der Nachhaltigkeitsbericht wurde mit dem ASRA ausgezeichnet. Während viele auf Verpflichtungen warteten setzen sie bereits seit Jahren einen entscheidenden Schritt nach dem anderen. https://www.businessart.at/herta-stockbauer-und-petra-ibounigeixelsberger-bks-bank

Vorarlberg

„Ich möchte nicht ohne Antwort dastehen.“

Christopher Schöpf, CEO & Founder, e.battery systems GmbH                               
e.battery systems entwickelt Energiespeicher aus gebrauchten Lithium-Autobatterien. Das Vorarlberger Unternehmen verlängert damit die Nutzungsdauer von Batterien um bis zu zehn Jahre.

https://www.businessart.at/christopher-schoepf-ceo-und-founder-ebattery-systems-gmbh-

Wien

Sie schaffen Oasen mit Abwasser

Johannes Kisser, Theresa Heitzlhofer, Heinz Gattringer, alchemia-nova GmbH
alchemia-nova hat mehrere Projekte umgesetzt, bei denen Nährstoffe aus dem Abwasser wieder zurück zur Produktion führen. In einer griechischen Gemeinde wurde gezeigt, dass Abwasser in einer großen Pflanzenkläranlage nutzbare Biomasse produzieren kann. Der Wiedereinsatz des Wassers  liefert dreimal höhere Ernteerträge. In einer 70-Einwohner Kommune in der Steiermark wurde das System für häuslichem Maßstab entwickelt und erfolgreich installiert. In Wien macht ein Pflanzen-Urinal für den öffentlichen Raum die positiven Effekte für Stadtbewohner greifbar, wie z.B. die Kühlung durch Pflanzen, Erhöhung der Biodiversität, Wassereinsparung, Umwandlung und Rückführung von knappen und hochwertigen Nährstoffen.

https://www.businessart.at/johannes-kisser-theresa-heitzlhofer-heinz-gattringer.

Klimaschutz ist eine Frage der Gerechtigkeit

Benedikt Narodoslawsky, Falter Zeitschriften GmbH                                                  

Im März 2021 startete der Falter unter seiner Leitung ein Ressort „Natur“. Ein Resultat ist der wöchentliche Newsletter zu den Themen Nachhaltigkeit, Umwelt, Natur und Landwirtschaft.

https://www.businessart.at/benedikt-narodoslawsky-falter-zeitschriften-gmbh-.

„Kein Akteur wird mehr an der Umsetzung alternativer Energiekonzepte vorbeikommen.“
Stefan Eisinger-Sewald, Geschäftsführer Kallco Development GmbH & CoKG  und Peter Holzer, Geschäftsführer Ingenieurbüro P. Jung.
Kallco setzt  im großvolumigen Wohnbau auf erneuerbare und fossilstofffreie Energie für die Warmwasseraufbereitung, Raumheizung und  Gebäudekühlung. Erstmals wurde das Konzept im Wohnprojekt com22PLUS mit 163 Mietwohnungen in 1220 Wien-Donaustadt umgesetzt. Dank Erdwärme, Außenluft und Sonnenstrom wird gänzlich auf fossile Energieträger verzichtet. Damit wird ein zukunftssicherer, auch gasunabhängiger, Beitrag zum Klimaschutz geleistet. https://www.businessart.at/stefan-eisinger-sewald-kallco-development-gmbh.

Grün am Dach

Mathieu Lebranchu, Geschäftsführer, Philipp Lebranchu, Technik, Theresa Matzinger: Marketing, Sophie Kaltner, PR, Denis Lebranchu. Operative Leitung, Plantika GmbH                                           

Grünflächen am Dach reduzieren Hitze und Staub in der Stadt und speichern Regenwasser. Plantika hat ein Modulsystem entwickelt, das sogar auf Blech- und Ziegeldächern angewendet werden kann. Dadurch kann der Anwendungsbereich von Dachbegrünung extrem gesteigert werden. https://www.businessart.at/mathieu-lebranchu-plantika.

Unternehmensübergreifend für Ressourcenschonung

Marc Sarmiento, Sarah Pfoser, Manuela Schneider, Helmut Luxbacher, Günther Junkowitsch, Johannes Richter, Österreichische Post AG, FH OÖ, Tchibo, dm drogeriemarkt, INTERSPORT, Thalia Buch & Medien, Interspar Weinwelt.        

Verpackungen haben durch den Online-Versand massiv zugenommen – und damit der Ressourcenverbrauch. Die Post hat 2021 ein Pilotprojekt „wiederverwendbare Verpackungen“ gestartet: Handelsketten wie dm, Interspar Weinwelt, Intersport, Tchibo und Thalia verschicken die Waren in den wiederverwendbaren Verpackungen. Die Empfänger*innen entnehmen ihre Produkte, falten die Verpackung und stecken sie in den nächsten Briefkasten. So kommen sie wieder zurück in den Kreislauf zu den Handelsketten. Die FH Oberösterreich ermittelt dabei den ökologischen Effekt. Die wiederverwendbare Verpackung soll zum Standard im E-Commerce werden. https://www.businessart.at/marc-sarmiento-post.

„Gesetze sind Spielregeln – sie entscheiden, welches Spiel gespielt wird.“

Michaela Krömer, die Klimaanwält*innen                                                                       

Krömer kämpft als Anwältin für Menschenrechte und Klimagerechtigkeit: 2021 hat sie eine der ersten Beschwerden beim Europäischen Gerichtshof gegen den Staat Österreich eingereicht, weil er sich zu wenig um die Klimaziele kümmert und keine rechtlichen Möglichkeiten geschaffen hat um dagegen wirksame Beschwerdemöglichkeiten ergreifen zu können. Beschwerdeführer ist Mex M, ein junger Mann der an Multipler Sklerose erkrankt ist und dessen Krankheit mit Wärme und Hitze schlimmer wird. Bei 25° ist Mex M auf den Rollstuhl angewiesen, bei 30° kann er diesen nicht mehr selbstständig anschieben. Krömer sieht das einerseits das Recht auf Leben und Gesundheit, andererseits das Recht auf eine effektive Beschwerde verletzt.  Alles Rechte, die im österreichischen Verfassungsrang stehen. 2020 und 2022 hat sie darüber hinaus beim Verfassungsgerichtshof gegen klimaschädliche Subventionen geklagt. https://www.businessart.at/michaela-kroemer-rechtsanwaltskanzlei-klimaanwaeltinnen.

„Wenn viele mithelfen lässt sich der Lauf der Geschichte ändern.“

Matthias Neitsch, Geschäftsführer RepaNet                                                                   

Neitsch ist seit 1990 Pionier für Abfallvermeidung und Re-Use, hat 2004 RepaNet mitgegründet und ist dessen Geschäftsführer. Schon immer ging es ihm um politisches Lobbying, Vernetzung der Akteure (auch europaweit) und Umsetzung von konkreten Projekten für mehr Lebensqualität mit weniger Ressourcenverbrauch. Wichtige Erfolge: Verankerung der Re-Use-Verpflichtung in der Recycling-Baustoffverordnung und die Aufforderung in der Elektroaltgeräte-Verordnung an Sammelstellenbetreiber, mit sozialwirtschaftlichen Re-Use-Betrieben zusammenzuarbeiten. Aktuelle Schwerpunkte: Entwicklung des sozialwirtschaftlichen Online-Marktplatzes für Gebrauchtprodukte WIDADO, Neuorganisation und stärkere soziale Ausrichtung der Alttextilsammlung, Verbesserung der Wiederverwendung von Möbeln und Elektroaltgeräten, Stärkung der Reparaturcafés und Reparaturbetriebe, Re-Use im Gebäuderückbau und -Neubau (Social Urban Mining). https://www.businessart.at/matthias-neitsch-gf-repanet.

„Geschichten, die die Welt verstehen lassen“

Andreas Sator, Journalist                 

Der Journalist Andreas Sator hat sich auf Lösungen für die Themen Klimawandel, Artensterben und globale Armut spezialisiert. Er schreibt Bücher, berichtet im Standard und produziert die Podcasts „Erklär mir die Welt“ und „Sonne & Stahl“. https://www.businessart.at/andreas-sator-journalist

Plötzlich rund um die Uhr verantwortlich

Nicole Traxler, Geschäftsführerin Two Next GmbH / Alles Clara                             

Rund eine Million Menschen in Österreich sind sogenannte pflegende Angehörige. Sie unterstützen Familienmitglieder oder andere nahestehende Personen beim Waschen, organisieren Arztbesuche, helfen beim Essen oder sind einfach da und hören zu. Alles Clara stellt ihnen über eine App professionelle Berater*innen zu Seite, in Zusammenarbeit mit Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotes Kreuz und Volkshilfe. In virtuellen Beratungsräumen stehen sie in direktem und persönlichem Kontakt und tauschen sich über Chat, Telefonie, Sprach- und Bildnachrichten aus.  So erhalten die Angehörigen Unterstützung bei Herausforderungen im Alltag. Im Rahmen des Pilotprojektes wurden die ersten Beratungen erfolgreich durchgeführt.  Mitte Juli 22 wurde das Angebot ca. 65.000 Mitarbeiter*innen aus 6 kooperierenden großen österreichischen Unternehmen vorgestellt. Der Normalbetrieb soll 2023 starten.

https://www.businessart.at/nicole-traxler-two-next-gmbh.

Die Green-Finance-Pionierin

Natalie Glas, Umweltbundesamt 

Als Green Finance Pionierin leitete sie das erste österr. Forschungsprojekt zu Klimarisiken im Finanzsektor und motivierte über 200 Stakeholder*innen aus Finanzsektor, Aufsichtsbehörden u. NGOs an den Dialogformaten zum Kapazitätsaufbau teilzunehmen. Sie hat den Bereich Green Finance im Umweltbundesamt aufgebaut. Ihr Team gilt mittlerweile auch über die Grenzen hinaus als Green Finance Knowledge-Hub. Auf internationaler Ebene gehört sie zu den Gründungsmitgliedern der EPA Interest Group Green Finance der europäischen Umweltagenturen sowie der DACH+LIE+LUX Arbeitsgruppe für grüne Finanzen. Im Rahmen der ‚EU Platform on Sustainable Finance‘ berät sie u.a. die EU-Kommission und setzt sich für eine wissenschaftsbasierte Taxonomie ein. https://www.businessart.at/natalie-glas-umweltbundesamt.

Über die Auszeichnung und das Magazin BUSINESSART

Die Auszeichnung „Nachhaltige Gestalter*innen Österreichs“ wird seit 2009 vom nachhaltigen Wirtschaftsmagazin BUSINESSART aus dem Lebensart Verlag vergeben. Sowohl Nominierung als auch die Wahl erfolgen durch eine unabhängige Jury aus CSR- und Nachhaltigkeits-Expert*innen anhand von drei Kriterien: Es handelt sich um ein unternehmerisches Engagement oder einen Beitrag zur Verbesserung der nachhaltigen Rahmenbedingungen der Wirtschaft. CSR und Nachhaltigkeit müssen in der Strategie des Unternehmens verankert sein Es handelt sich um einen wesentlichen Meilenstein im Sinne der GRI /SDGs der tatsächlich umgesetzt worden ist. www.businessart.at

Über die Auszeichnungsveranstaltung

Die Veranstaltung wird seit 2015 höchst erfolgreich in Kooperation mit dem CSR-Circle durchgeführt. Der CSR-Circle ist ein offenes b2b-Netzwerk für Menschen, die sich beruflich für Nachhaltigkeitsthemen und Corporate Social Responsibility interessieren. Die Mitgliedschaft ist für CSR-engagierte Menschen aus Unternehmen kostenlos. www.csr-circle.at.

Foto: Die Nachhaltigen Gestalter*innen 2022. Credit: BUSINESSART-CSR-Circle-Martina-Draper.

Weitere Informationen: Roswitha M. Reisinger, Mail: roswitha.reisinger@businessart.at, Tel.: 0664 / 96 82 433.
Lebensart Verlag, Wiener Str. 35, 3100 St. Pölten.

APCC Special Report: „Strukturen für ein klimafreundliches Leben“ erschienen

„Klimafreundliches Leben sichert dauerhaft ein Klima, das ein gutes Leben innerhalb planetarer Grenzen ermöglicht. Es geht mit einer möglichst raschen Reduktion der Treibhausgasemissionen einher und belastet daher das Klima nicht. Klimafreundliches Leben strebt danach, dass eine hohe Lebensqualität bei Einhaltung planetarer Grenzen für alle Menschen erreicht werden kann. Es geht dabei um ein gutes Leben, nicht nur für einige Menschen, sondern für alle, in Österreich und global.“ So heißt es in dem Special Report „Strukturen für ein klimafreundliches Leben“ des Austrian Panel for Cimate Change APCC.

Der spannende Bericht behandelt die Felder Wohnen, Ernährung, Mobilität, Erwerbs- und Sorgearbeit. Er wurde am 28.11.2022 mit Klimaministerin Leonore Gewessler vorgestellt und steht nun zum Download zur Verfügung. Hier geht es zur Zusammenfassung für Entscheidungsträger:innen und hier zum Presseecho.

Fünf neue Videos der Robert-Jungk-Bibliothek online auf JBZ TV: Von Energieutopien über Landwirtschaft bis hin zu Anders Reisen und E-Mobilität

„Umsatzrekord zu Weihnachten – eine Erfolgsnachricht?“, „Soziale und politische Aspekte der Klimakrise“, Klimakrise & Wirtschaft“ – Online 1., 2. & 9. Dezember jew. 18 Uhr

Gerne weisen wir auf zwei weitere Veranstaltungen von Scientists for Future hin, die sich mit dem Weihnachtsgeschäft sowie den sozialen Aspekten der Klimakrise befassen:

Donnerstag, 1. Dezember, 18:00 Talk4Future
Umsatzrekord zu Weihnachten – eine gute Nachricht?
es diskutieren:
– Ilona Otto (Wegener Zentrum)
– René Sedmik (TU-Wien)
– Julia Riffelsberger (Klimarat)
– Hans Holzinger (Nachhaltigkeitsexperte und Buchautor)
Moderation: Sofia Palzer-Khomenko
https://at.scientists4future.org/mc-events/umsatzrekord-zu-weihnachten-eine-gute-nachricht/?mc_id=361

Freitag, 2. Dezember, 18:00 Wissen4Future
Soziale und politische Aspekte der Klimakrise
Klaus Dörre (Uni Jena)
https://at.scientists4future.org/wissen4future/

Freitag, 9. Dezember, 18:00 Wissen4Future
Klimakrise und Wirtschaft
Sigrid Stagl (WU-Wien)
Karl Steininger (Uni Graz)
https://at.scientists4future.org/wissen4future/

Gerne weitersagen!

Alle Talks4Future und Wissen4Future-Folgen kann man auch auf unserem Youtube-Kanal nachschauen.
https://www.youtube.com/@scientistsforfutureat1591

E-Mobilität: Fluch oder Segen? Diskussion zu den Chancen und Grenzen einer Antriebswende in der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen

Elektroautos können nur ein Teil der Lösung unserer Verkehrs- und Klimaprobleme sein, so Elisabeth Dütschke vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe, kürzlich in einer Diskussionsveranstaltung der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen gemeinsam mit Smart City Salzburg. Und, so fügte sie hinzu, E-Mobilität sei nicht auf Autos beschränkt: „E-Bikes und E-Roller werden in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen.“ Hoger Heinfellner von Umweltbundesamt Wien, Co-Autor einer aktuellen Studie „Faktencheck E-Mobilität“ attestierte Elektroautos eine bessere Ökobilanz als Verbrennern, auch wenn man die Herstellung etwa der Batterien bedenkt. Der Umstieg auf E-Mobilität sei jedoch nur ein Teil der nötigen Mobilitätswende, so auch der Experte des Umwelbundesamtes.

Einen Bericht von Hans Holzinger findet ihr hier.
Interviews von Carmen Bayer mit den Expert:innen findet man auf JBZ TV.

Fridays for Future: Eine wissenschaftliche Analyse der jungen Bewegung | Gerit Götzenbrucker, Universität Wien DO 24.11.2022 | 19.00 in der Robert-Jungk-Bibliothek und online

Seit dem ersten globalen Klimastreik am 15.3.2019 sind sehr junge, friedvoll Protestierende der Bewegung Fridays for Future (FFF) aktiv und werben in Großkundgebungen im globalen Verbund für Klimagerechtigkeit. Jetzt liegt eine wissenschaftliche Studie über die „Fridays“ vor. Unter anderem wurden 118 ausführliche Gespräche mit jungen Menschen aus der Bewegung, aber auch aus anderen Bereichen, geführt. Mit Fokus auf die Wiener Fridays werden die Fragen behandelt: Woher kommt die Bewegung, wie entwickelt sie sich? Wie sehen die Aktivist:innen ihr Engagement und wie sehen es außenstehende Jugendliche? Bei der Veranstaltung präsentiert die Studienautorin Gerit Götzenbrucker ihre Ergebnisse.

Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen
in Kooperation mit Sozialwissenschaftliche Rundschau

Fridays for Future:
Eine wissenschaftliche Analyse der jungen Bewegung

Gerit Götzenbrucker, Universität Wien | JBZ Projekte des Wandels 73
DO 24.11.2022 | 19.00
Ort: Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen
Robert-Jungk-Platz 1 / Strubergasse 18/2, 5020 Salzburg
(die jeweils aktuellen G-Regeln werden angewendet)

Der Eintritt ist frei.
Die Veranstaltung wird auch gestreamt. 
Anmeldungen sind hier möglic