
Nach der Begrüßung gab es zuerst eine Aufgabe für die vier Kinder der Gruppe: Sie mussten eine Stelle mit Zwiebelzahnwurzen finden, an der der „Osterhase“ noch etwas vergessen hatte. Nachdem sie ein Foto gezeigt bekommen hatten, begann die Suche nach der essbaren Pflanze. Die von den Kindern gesammelten Pflänzchen wurden zur Kostprobe herum- gereicht.
Anschließend gab es eine kurze historische Einführung in das Gebiet, bevor ich einige der botanischen „Exoten“ auf dem Damm der einstigen Mülldeponie vorstellte, z. B. den Urwelt-Mammutbaum oder den Tulpenbaum. Die Tour führte weiter zur Nordseite des Großen Salzachsees, wo die Teichfrösche ein Konzert gaben. Verschiedene Vögel wurden anhand ihres Gesangs bestimmt, während die vier Buben bereits auf Insektenfang gingen. Eine Silberweide war von jungen Pilzkörpern des Schwefelporlings befallen. Ein Paradebeispiel
eines Schadpilzes, der zugleich eine kulinarische Bereicherung darstellt, da die jungen Fruchtkörper gegart herrlich nach Hühnchen schmecken.
Nächste Station war der Böschungsstreifen an der Ostseite des Großen Salzachsees. Der sandige Boden ist ein Paradies für allerlei Sandbienen und deren Kuckucksbienen. Leider war es schon ziemlich warm und die meisten der Bienen hatten sich bereits in ihre Gänge zurückgezogen. Dafür gaben uns einige Schmetterlinge die Ehre (C-Falter, Landkärtchen, Tagpfauenauge, Zitronenfalter). Die Käfer waren durch den Feld-Sandlaufkäfer vertreten.
Trotzdem gelang es den Buben eine Wespenbiene einzufangen, sodass zumindest eine Kuckucksbiene gezeigt werden konnte.
An der Südostseite des Großen Salzachsees war die „Werkstatt“ des Bibers zu sehen. Umgelegte Bäume und ein abgenagter Stamm zeugen von der Anwesenheit des Nagers. Dazu erzählte Biberexpertin Mag. Karin Widerin über die Lebensweise der Biber. Nur ein kleines Stück weiter befindet sich der Biberbau auf der Dammseite des Großen Salzachsees. Der Biber selbst verschlief wohl den Tag in seinem Bau.
Botanisch gab es noch eine Besonderheit zu sehen, nämlich ein Großes Zweiblatt, eine heimische Orchidee, allerdings noch nicht aufgeblüht.
Damit endete die Exkursion und es ging zurück zur Bushaltestelle.
Bericht: Werner Schruf