Umfrage über Maßnahmen zur Minderung des Klimawandels anlässlich des Earth Days

Von Jänner bis März 2023 führte das Markt- und Meinungsforschungsinstitut IPSOS eine internationale Studie durch und befragte Menschen in verschiedenen Ländern Weltweit zum Klimawandel:

Die Fragen bezogen sich unter anderem auf Ergebnisse der Studie “Quantifying the potential for climate change mitigation of consumption options – IOPscience”.

Die Befragung zeigt deutlich, dass etliche Maßnahmen zur Minderung der Auswirkungen des Klimawandels durch die Bevölkerung falsch eingeschätzt werden und dass die Bevölkerung einen erheblichen Informationsbedarf zur Wirksamkeit unterschiedlicher Maßnahmen hat.

Mehr findet ihr auf der informativen Seite „Unsere Klimapolitik“

Klimarelevante Passagen des neuen Regierungsübereinkommens von ÖVP und FPÖ – eine Übersicht

Das am 26. Mai 2023 veröffentlichte Regierungsübereinkommens 2023 – 2028 von ÖVP und FPÖ steht unter dem Motto „Gemeinsam in eine stabile und sichere Zukunft“. Im Folgenden werden klimarelevante Passagen des Textes vorgestellt und mit einer ersten Einschätzung versehen.

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Dr. Haslauer antwortet Scientists for Future – Nun folgt Analyse des Koalitionsübereinkommens

Ein offener Brief von Scientists for Future Salzburg fordert von der neuen Landesregierung die „uneingeschränkte Anerkennung des menschengemachten Klimawandels“, ein „starkes, kompetent und verantwortungsvoll geleitetes Klima- und Energieressort“, als Mindestverpflichtung die bisherigen Klimaschutzziele des Landes (Masterplan 2030, Energie- + Klimastrategie 2050) sowie den Erhalt der Landesumweltanwaltschaft, „um die Biodiversitätsstrategie 2030 der EU zügig, kompetent und gleichrangig mit den Klimazielen umsetzen zu können.“ Der Brief wurde mittlerweile von knapp 240 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Salzburg unterzeichnet.

In seiner Antwort versicherte Dr. Haslauer, dass das Thema Klimaschutz „selbstverständlich ein wichtiger Bestandteil des kommenden Koalitionsvertrags“ sein werde. „Der Erhalt der weitgehend intakten Naturräume Salzburgs für kommende Generationen und eine nachhaltige Wirtschafts- und Lebensweise“ sei dieser Landesregierung ein wichtiges Anliegen. Die Reduktion der Abhängigkeit in Energieversorgung von fossilen Brennstoffen und der Umstieg auf regionale, heimische und nachhaltige Energieträger werde dabei weiterhin mit Hochdruck verfolgt.

Univ. Prof. Andreas Tribsch von den S4F versicherte im Namen aller Unterzeichnenden, dass die Klimapolitik der neuen Landesregierung genau beobachtet werde: „Wir werden auch den Koalitionsvertrag genau studieren, mit unseren Forderungen im Offenen Brief abwägen, und die Scientists for Future werden gerne wieder eine Rückmeldung geben.“

Der Briefwechsel im Wortlaut

Mehr Mut zu einer engagierten Klimawende. Appell der Arbeitsgruppe „Klimabildung Salzburg“

Seit vielen Jahren warnt die Klimaforschung vor dem Folgen des Klimawandels. Das in Paris vereinbarte 1,5 Grad-Ziel erreichen wir nur, wenn alle Staaten viel deutlichere Anstrengungen für die Klimawende tätigen, als dies bis jetzt der Fall ist. Aufgabe von Bildung ist nicht, Politik zu machen. Das müssen die gewählten Politiker und Politikerinnen tun. Es ist auch nicht Aufgabe der Bildung, Druck auf die Politik auszuüben, energischere Schritte zu setzen. Das machen die Klimabewegungen wie Fridays for Future oder das Klimavolksbegehren mittlerweile sehr gut.

Bildung kann und muss aber dazu beitragen, für die ökosystemische Herausforderung der Klimakrise mit ihren möglichen Kipppunkten zu sensibilisieren (Ökosystemische Bildung). Bildung hat die Aufgabe, über nachhaltige Lebensstile zu informieren, ökologische Werte zu vermitteln und so zu neuen ökologischen Verhaltensweisen („Ökoroutinen“) beizutragen. Über die Förderung der individuellen (Mit)-Gestaltungskompetenz für eine nachhaltige Gesellschaft hinaus hat Bildung aber auch die Aufgabe, gemeinsam zu reflektieren, wie wir als Gesellschaft insgesamt die Klimawende schaffen (Frage: Wann lernen Gesellschaften?), wo die politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Hürden liegen – und wo die Gelingensfaktoren für die Wende. Klimabildung ist in diesem Sinne wesentlich auch Politische Bildung.

Die Arbeitsgruppe „KlimabildungSalzburg“, bestehend aus dem Klimabündnis Salzburg, den Klima- und Energiemodellregionen Salzburgs, der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, dem Salzburger Bildungswerk und den Scientists for Futur Salzburg, hat Angebote für die Erwachsenenbildung zusammengestellt. Vorträge, Workshops oder Videos können und sollen von den Salzburger Gemeinden gebucht werden. Zudem gibt es Unterstützung beim Aufbau lokaler Klimagruppen. So leisten wir unseren Beitrag.

Als Bildungsanbieter verwehren wir uns aber dagegen, wenn der Bildung die Verantwortung für die Klimawende zugeschoben wird – nach dem Motto „Die Bildung wird es schon richten“. Der Verweis auf mehr Bildungsanstrengungen darf nicht dazu führen, die entsprechenden politischen Veränderungsschritte hintanzustellen. Bildung darf nicht zum Alibi für Nicht-Handeln werden. Strukturen der Nicht-Nachhaltigkeit müssen überwunden, Strukturen der Nachhaltigkeit aufgebaut werden.

Es gibt in unserem Bundesland Salzburg – neben den erwähnten Bildungseinrichtungen – auch eine Stabstelle für Klimaschutz und Nachhaltigkeit und einige Landesprogramme und -projekte, sowie Förderungen, die ambitioniert in Richtung Klimawende arbeiten, Daten und Fakten aufbereiten und ebenfalls Bewusstseinsbildung leisten. Neben all diesen Verwaltungseinrichtungen und Initiativen braucht es an erster Stelle eine mutige Politik, die bereit ist die großen Hebel zu bedienen.

In diesem Sinne appellieren wir an die Politik im Land Salzburg, insbesondere die neue Landesregierung, noch mutigere Schritte für eine engagierte Klimapolitik zu setzen. Auf Bundesebene schließen wir uns den Forderungen der Klimaforschung oder des Klimavolksbegehrens nach einem Abbau aller klimaschädlichen Subventionen sowie die Einführung einer wirksamen CO2-Steuer und eines verbindlichen Klimagesetzes an.
Die Zeit drängt!

Salzburg, im März 2021, aktualisiert im Mai 2023

Unterzeichnende: Mag.a Brigitte Drabeck (Klimabündnis Salzburg), Mag. Hans Holzinger (Robert-Jungk-Bibliothek), Lara Leik MsC (Scientists for Future Salzburg), Mag. Alex Glas (Gemeindeentwicklung Salzburg), Mag. Sebastian Riedel B.Sc. / (Erzdiözese Salzburg / Referent für Umwelt und Nachhaltigkeit), Mag. (FH) Sabrina Riedl (Salzburger Bildungswerk)

Weitere Unterstützende: Wolfgang Diemling, Verein Erdling; Dr. Brigitte Schlögl, BioartCampus

Falls Sie den Appell mitunterzeichnen wollen und in Salzburg wohnen bzw. tätig sind, freuen wir uns über eine Mail (Bitte Name und gegebenenfalls Organisation angeben).

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„Für eine wirksame Klimapolitik “ – Offener Brief der Scientists for Future Salzburg zu den Koalitionsverhandlungen – unterzeichnet von über 230 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Salzburg

Über 230 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachbereichen der Universität, des Mozarteum , der Fachhochschule Salzburg u.a. haben einen Offenen Brief der Scientists for Future zu den Koalitionsverhandlungen für eine wirksame Klimapolitik unterzeichnet.

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Polarisierung und gesellschaftlicher Zusammenhalt – Tagung des Friedensbüros Salzburg 14.-16. 6.

Avatar von Hans HolzingerZIVILGESELLSCHAFT SALZBURG

Pandemie, Ukraine-Krieg, Migration, Klimawandel. Die Krisen unserer Zeit polarisieren. Meinungen und Positionen verhärten sich an den „Polen“ der jeweiligen Spektren. Zwischentöne und Schattierungen werden weniger wahrgenommen, und es wird zunehmend schwieriger, über die Grenzen hinweg im Gespräch zu bleiben.

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