Die Uhr tickt. Und die Folgen der Klimakrise betreffen uns alle.
Wie schaffen wir es, die Kurve doch noch zu kratzen?
Wo setzen wir an?
Gelingt es uns, andere mit an Bord zu holen?
Das Klimabündnis hat ein einzigartiges Spielerlebnis entwickelt: eine Klima-Escapebox. Das Grundprinzip ist schnell erklärt: Die Spielenden müssen einen Weg aus der Klimakrise finden. Der Weg dorthin ist mit kniffligen Rätseln, versteckten Botschaften, Geheimfächern und überraschenden Wendungen gepflastert.
Neben dem Ziel, die ökologische Überlebensfähigkeit der menschlichen Zivilisation wieder zu erlangen, drängt sich infolge schwerer Gegenwartskrisen die Logik der Resilienz auf die gesellschaftspolitische Agenda. Versorgungsengpässe, Knappheiten und steigende Preise sind die Konsequenz einer Wirtschaftsweise der großen Einheiten und größeren Distanzen. So lassen sich zwar die betriebswirtschaftlichen Kosten senken und individuelle Reiseaktivitäten maximieren — aber nur solange keine Krise die globale Maschinerie ins Straucheln bringt. Der Spatz in der Hand oder die Taube auf dem Dach, lautet somit die Frage. Leopold Kohr hat mit seiner Logik der kleinen und regionalen Wirtschaftseinheiten den Grundstein für jenes Überlebensprogramm gelegt, dass jetzt dringend gebraucht wird.
Aber welche Rolle spielt dabei die Mobilität, und zwar nicht nur die globalen Güterflüsse, sondern auch das individuelle Reiseverhalten betreffend? Wie lasst sich der Verkehr dergestalt einhegen, dass er nicht nur weniger Treibhausgase entstehen lasst, sondern mit einem kürzeren Aktionsradius harmoniert, der das Nahegelegene zum Genügenden werden lasst? Wenn sich der Radius des Verkehrs reduzieren lasst, eröffnen sich Transportmöglichkeiten, die deshalb nachhaltig und resilient sind, weil sie sich dem Größenwahn der aktuellen Verkehrspolitik entziehen. Sie reichen von Lastenfahrrädern, die bereits einen Boom verzeichnen, bis zur Wiederentdeckung des Pferdes, das sich maßvoll und schonend in der Landwirtschaft einsetzen lasst. Von besonderer Bedeutung bleiben dabei der Tourismus und die Rolle von Großveranstaltungen, denn beides ist zum Schrittmacher einer kolossalen ökologischen Belastung geworden.
Vielleicht lautet die Antwort auch hier: Small is beautiful! Daran anknüpfend sollen im Rahmen der Leopold Kohr-Summerschool 2022 anhand zukunftsweisender Konzepte und inspirierender Praxisbeispiele vertieft werden.
Nicht nur Politiker:innen meiden Wörter wie Verzicht, Mäßigung, Sparen, Downsizing. In einer Konsumwelt, die auf immer mehr (Verbrauch) aufbaut, werden diese Begriffe mit Wohlstandsverlust gleichgesetzt. Klimaschutz ja – aber bloß nicht auf Kosten des Wohlstands? Die Angst vor dem Verzichten ist groß. Doch ist sie auch begründet? Wissenschafter:innen meinen nein, Wohlstand wird neu definiert werden. Mehr Gesundheit, Zeit, Zufriedenheit und Natur statt Luxus, vorausgesetzt, dieVerteilungsfrage gelingt.
Die Veranstaltungsreihe „Wissenschaft oder Bauchgefühl?“ hat Antworten auf folgende Fragen: Warum machen wir nicht einfach, was zu tun ist? Wie muss unser Ernährungssystem umgestellt werden? Wie können wir trotz weniger Ressourcenverbrauch gut (klimaneutral) leben und Lebensstiländerungen oder gar Selbstbeschränkungen zum Gewinn werden? Welche Alternativen können wir als Einzelne und als Gesellschaft gut leben?
Der Verein SOL bietet laufend einen Fernkurs in 12 Lektionen zum Thema Nachhaltigkeit und globale Gerechtigkeit an. Unter anderem geht es um die Klimakrise, Artensterben, globale Ungerechtigkeiten wie Hunger und Armut in der Welt. Gleichzeitig soll der Kurs die Möglichkeit bieten, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen und sich auszutauschen. Im Herbst 2022 startet eine weiterer Fernkurs, die Dauer des Kurses beträgt zwölf Monate.
Das Spiel ist ein wertvolles pädagogisches Instrument, das Menschen jedes Alters ermöglicht, sich aktiv und intensiv mit sich selbst und der eigenen Umwelt auseinanderzusetzen. Spielerische Zugänge öffnen außerdem neue Erfahrungsräume, die forschendes Lernen zulassen und wichtige Zukunftskompetenzen wie Kreativität, Kommunikation und Kollaboration stärken. Einen Tag lang bietet die Online-BNE-Sommerakademie ein vielfältiges Programm, das zum spielerischen Erkunden der Zukunft einlädt. Die Teilnehmer:innen erwarten Impulse und praxisorientierte Workshops im Bereich Spielpädagogik, Design Thinking, Naturerfahrung und Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Wir bitten euch um Unterstützung bei der Bekanntmachung dieser Veranstaltung innerhalb eures Netzwerkes und freuen uns darüber hinaus, wenn ihr auch selbst an dem Event teilnehmen möchtet!
SOL ist die Abkürzung für den österreichweit aktiven Verein „Menschen für Solidarität, Ökologie und Lebenstil“. Das heurige Symposium war dem Thema „Wirtschaft anders denken“ gewidmet. Die Vorträge von Sigrid Stagl und Alexander Behr von der Universität Wien sowie von Hans Holzinger von der Rober-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen sind nun online anzusehen. https://nachhaltig.at/symposium2022/
Die Texte zu den Vorträgen und Workshops sind in der aktuellen Ausgabe von Sustainable Austria erschienen und werden mit dem nächsten SOL-Magazin versandt. https://nachhaltig.at/pdf/SusA84.pdf
Umwelt Management Austria und die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik starten am 3. Oktober den 27. MSc-Lehrgang Managament & Umwelt. Zwei Stipendien in Höhe von jeweils 6.000 Euro warten auf potenzielle Teilnehmer:innen! Bewerbungen bis 31. Juli an: stipendium@diepresse.com.
Fairtrade und Klimabotschafterin Karin Hörmanseder mit LHStv. Heinrich Schellhorn
Die Ziele der Klima- und Energiestrategie SALZBURG 2050 können nur durch Zusammenwirken aller, der Politik, der Wirtschaft, sowie jeder und jedes einzelnen, erreicht werden. Die BürgerInnen der FAIRTRADE-Gemeinden in Salzburg leisten dazu einen wichtigen Beitrag!
Verantwortung zu übernehmen. Die FAIRTRADE-Gemeinden leisten dazu einen wichtigen Beitrag und unterstützen mit ihrem Engagement für den Fairen Handel die Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen (United Nations, UN).
Karin Hörmanseder radelt heuer als Botschafterin für Ressourcenschonung und Fairen Handel das dritte Jahr in Folge in die Gemeinden und motiviert die Menschen. In Salzburg wurde 2021 schon etappenweise gemeinsam geradelt, heuer gibt es aber erstmals Unterstützung aus Oberösterreich und Niederösterreich. Mit der FAIR BIKE TOUR startete in der Buckligen Welt in Niederösterreich am 6. Juni 2022 eine Radtour durch die FAIRTRADE-Gemeinden der Bundesländer Niederösterreichs und Oberösterreich. In Salzburg wurde nach der Übergabe in Mondsee am 18. Juni 2022 die FAIR BIKE TOUR mit der dritten Fit für 2050 Radtour für Klimaschutz und Fairen Handel fortgesetzt. Ab 1. Juli geht es durch den Lungau, danach folgt der Pongau. Die Tour endet schließlich am 8. Juli 2022 in Lienz in Osttirol.
Die Radler:innen aus Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg holen mit der Tour das Engagement der FAIRTRADE-Gemeinden vor den Vorhang, informieren über nachhaltige Beschaffung, SDGs und FAIRTRADE und möchten Menschen und Gemeinden motivieren, sich ebenfalls zu engagieren.
Ihr könnt gerne noch mitradeln. Die Termine sind auf der Homepage zu finden.
Das Agenda-21-Projekt KlimaWeitblick hat zu den Themen Konsum, Ernährung, Mobilität und Wohnen eine Klima-Challenge gestartet. Als Abschluss lädt die Gruppe zum großen Klimafest am 10.07.2022, um 11.00 Uhr am Marktplatz Thalgau. Neben der Prämierung der Klima-Challenge-Gewinner durch LH Stv. Dr. Schellhorn, gibt es auch viele Infos zu Klimawandel, regionale-kulinarische Schmankerl UND Musik von GRENZWERTIG! Im Rahmen dessen wird auch der Wettbewerb Don Camillo & Peppone feierlich abgeschlossen (Klima-Wettbewerb Pfarre-Gemeinde).
Nachhaltiger Konsum bedeutet nicht nur, nachhaltige Produkte zu konsumieren, sondern auch: weniger zu konsumieren. Doch wie wirkt sich das auf die Arbeitsituation und die Arbeitsplätze der Menschen aus, die das produzieren, was wir konsumieren, und die es im Handel verteilen? Welche Perspektiven bietet ihnen die Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsbewegung? Wie kann nachhaltige Arbeit aussehen? Und wie eine Wirtschaft, die nicht immer mehr, besser, schneller produziert, sondern einfach „genug“?
Darüber diskutieren:
Prof. Dr. Klaus Dörre, Universität Jena, Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie Dr. Halliki Kreinin, Universität Münster, ökologische Ökonomie, nachhaltige Arbeit Dr. David Mum, Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA-djp), Leiter der Grundlagenabteilung