Nachhaltigkeit & Transformation – 16 Beiträge im aktuellen Magazin für Erwachsenenbildung

Ohne ein Ineinandergreifen von Umwelt- und Klimaschutz, sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Ökonomie wird es nicht gehen.  Genau darum geht es in den 16 Beiträgen der 49. Ausgabe des „Magazin erwachsenenbildung.at“. Die Autor*innen werfen einen Blick auf den aktuellen Stand des Nachhaltigkeitsdiskurses in der Erwachsenenbildung, beleuchten Theorie und Praxis und zeigen kritische Diskurse und Dilemmata auf.

Aus Salzburg mit dabei ist Hans Holzinger, Senior Adviser der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen und Mitglied von Scientists for Future mit einem Beitrag über Transformative Erwachsenenbildung.

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Zwischenbericht „Masterplan Klima + Energie 2030“ des Landes Salzburg erschienen

„Gegenüber dem Vorjahr 2019 sind in vielen Bereichen Emissionsrückgänge zu verzeichnen, insbesondere im Verkehr (rund 14% Reduktion) und der Industrie (rund 5% Reduktion)“, so heißt es im Zwischenbericht „Masterplan Klima + Energie 2030“ des Landes Salzburg, der im April 2023 publiziert wurde. Das klingt nach einer Erfolgsmeldung. Leider ist dem nicht ganz so, da der Rückgang zum großen Teil Corona geschuldet ist. Der Bericht dazu: „Der Rückgang im Jahr 2020 im Vergleich zu 2019 ist vorrangig auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen. Für das Jahr 2021 zeigen Daten auf Bundesebene einen erneut steigenden Trend, was entsprechend auch für Salzburg zu erwarten ist.“

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BOKU-Zukunftskonferenz 2023 zum Nachsehen | Energie & Mobilität: Die Wende

Am 31.5.2023 fand eine spannende BOKU-Zukunftskonferenz statt. Alle 5 Topics mit den Key Note-Vorträgen, den Talks und den Podiumsdiskussionen stehen als YouTube-Videos unter diesem Link zum Nachschauen zur Verfügung. Sehenswert etwa ist der Eröffnungsvortrag des Energieforschers Volker Quaschning aus Berlin, der aufzeigt, dass Wasserstoff für Autos viel zu teuer und E-Fuel Nonsense sind. Notwendig sind der Ausbau von Wind- und Sonnenergie sowie eine drastische Reduktion des Energieverbrauchs. Sehr anschaulich zeigt Quaschning die Größe der notwendigen Wende, die in der Tat disruptiv sein wird.

Quelle: Vortrag Volker Quasching

Stellungnahme von Scientists for Future Salzburg zum Regierungsübereinkommen von ÖVP und FPÖ

 

„Das Regierungsübereinkommen von ÖVP und FPÖ enthält einiges Positive, aber auch deutliche Schwachstellen, die der Notwendigkeit entschiedeneren Handelns gegen die Klimakrise entgegenstehen“, heißt es in einer Stellungnahme von Scientists for Future Salzburg. Diese wurde am 1. Juni 2023 an LH Dr. Haslauer und die zuständigen Regierungsmitglieder übermittelt. Hier der Begleitbrief sowie die Zusammenfassung für die Presse. Die Stellungnahme im Wortlaut ist hier.

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Umfrage über Maßnahmen zur Minderung des Klimawandels anlässlich des Earth Days

Von Jänner bis März 2023 führte das Markt- und Meinungsforschungsinstitut IPSOS eine internationale Studie durch und befragte Menschen in verschiedenen Ländern Weltweit zum Klimawandel:

Die Fragen bezogen sich unter anderem auf Ergebnisse der Studie “Quantifying the potential for climate change mitigation of consumption options – IOPscience”.

Die Befragung zeigt deutlich, dass etliche Maßnahmen zur Minderung der Auswirkungen des Klimawandels durch die Bevölkerung falsch eingeschätzt werden und dass die Bevölkerung einen erheblichen Informationsbedarf zur Wirksamkeit unterschiedlicher Maßnahmen hat.

Mehr findet ihr auf der informativen Seite „Unsere Klimapolitik“

Klimarelevante Passagen des neuen Regierungsübereinkommens von ÖVP und FPÖ – eine Übersicht

Das am 26. Mai 2023 veröffentlichte Regierungsübereinkommens 2023 – 2028 von ÖVP und FPÖ steht unter dem Motto „Gemeinsam in eine stabile und sichere Zukunft“. Im Folgenden werden klimarelevante Passagen des Textes vorgestellt und mit einer ersten Einschätzung versehen.

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Dr. Haslauer antwortet Scientists for Future – Nun folgt Analyse des Koalitionsübereinkommens

Ein offener Brief von Scientists for Future Salzburg fordert von der neuen Landesregierung die „uneingeschränkte Anerkennung des menschengemachten Klimawandels“, ein „starkes, kompetent und verantwortungsvoll geleitetes Klima- und Energieressort“, als Mindestverpflichtung die bisherigen Klimaschutzziele des Landes (Masterplan 2030, Energie- + Klimastrategie 2050) sowie den Erhalt der Landesumweltanwaltschaft, „um die Biodiversitätsstrategie 2030 der EU zügig, kompetent und gleichrangig mit den Klimazielen umsetzen zu können.“ Der Brief wurde mittlerweile von knapp 240 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Salzburg unterzeichnet.

In seiner Antwort versicherte Dr. Haslauer, dass das Thema Klimaschutz „selbstverständlich ein wichtiger Bestandteil des kommenden Koalitionsvertrags“ sein werde. „Der Erhalt der weitgehend intakten Naturräume Salzburgs für kommende Generationen und eine nachhaltige Wirtschafts- und Lebensweise“ sei dieser Landesregierung ein wichtiges Anliegen. Die Reduktion der Abhängigkeit in Energieversorgung von fossilen Brennstoffen und der Umstieg auf regionale, heimische und nachhaltige Energieträger werde dabei weiterhin mit Hochdruck verfolgt.

Univ. Prof. Andreas Tribsch von den S4F versicherte im Namen aller Unterzeichnenden, dass die Klimapolitik der neuen Landesregierung genau beobachtet werde: „Wir werden auch den Koalitionsvertrag genau studieren, mit unseren Forderungen im Offenen Brief abwägen, und die Scientists for Future werden gerne wieder eine Rückmeldung geben.“

Der Briefwechsel im Wortlaut

Mehr Mut zu einer engagierten Klimawende. Appell der Arbeitsgruppe „Klimabildung Salzburg“

Seit vielen Jahren warnt die Klimaforschung vor dem Folgen des Klimawandels. Das in Paris vereinbarte 1,5 Grad-Ziel erreichen wir nur, wenn alle Staaten viel deutlichere Anstrengungen für die Klimawende tätigen, als dies bis jetzt der Fall ist. Aufgabe von Bildung ist nicht, Politik zu machen. Das müssen die gewählten Politiker und Politikerinnen tun. Es ist auch nicht Aufgabe der Bildung, Druck auf die Politik auszuüben, energischere Schritte zu setzen. Das machen die Klimabewegungen wie Fridays for Future oder das Klimavolksbegehren mittlerweile sehr gut.

Bildung kann und muss aber dazu beitragen, für die ökosystemische Herausforderung der Klimakrise mit ihren möglichen Kipppunkten zu sensibilisieren (Ökosystemische Bildung). Bildung hat die Aufgabe, über nachhaltige Lebensstile zu informieren, ökologische Werte zu vermitteln und so zu neuen ökologischen Verhaltensweisen („Ökoroutinen“) beizutragen. Über die Förderung der individuellen (Mit)-Gestaltungskompetenz für eine nachhaltige Gesellschaft hinaus hat Bildung aber auch die Aufgabe, gemeinsam zu reflektieren, wie wir als Gesellschaft insgesamt die Klimawende schaffen (Frage: Wann lernen Gesellschaften?), wo die politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Hürden liegen – und wo die Gelingensfaktoren für die Wende. Klimabildung ist in diesem Sinne wesentlich auch Politische Bildung.

Die Arbeitsgruppe „KlimabildungSalzburg“, bestehend aus dem Klimabündnis Salzburg, den Klima- und Energiemodellregionen Salzburgs, der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, dem Salzburger Bildungswerk und den Scientists for Futur Salzburg, hat Angebote für die Erwachsenenbildung zusammengestellt. Vorträge, Workshops oder Videos können und sollen von den Salzburger Gemeinden gebucht werden. Zudem gibt es Unterstützung beim Aufbau lokaler Klimagruppen. So leisten wir unseren Beitrag.

Als Bildungsanbieter verwehren wir uns aber dagegen, wenn der Bildung die Verantwortung für die Klimawende zugeschoben wird – nach dem Motto „Die Bildung wird es schon richten“. Der Verweis auf mehr Bildungsanstrengungen darf nicht dazu führen, die entsprechenden politischen Veränderungsschritte hintanzustellen. Bildung darf nicht zum Alibi für Nicht-Handeln werden. Strukturen der Nicht-Nachhaltigkeit müssen überwunden, Strukturen der Nachhaltigkeit aufgebaut werden.

Es gibt in unserem Bundesland Salzburg – neben den erwähnten Bildungseinrichtungen – auch eine Stabstelle für Klimaschutz und Nachhaltigkeit und einige Landesprogramme und -projekte, sowie Förderungen, die ambitioniert in Richtung Klimawende arbeiten, Daten und Fakten aufbereiten und ebenfalls Bewusstseinsbildung leisten. Neben all diesen Verwaltungseinrichtungen und Initiativen braucht es an erster Stelle eine mutige Politik, die bereit ist die großen Hebel zu bedienen.

In diesem Sinne appellieren wir an die Politik im Land Salzburg, insbesondere die neue Landesregierung, noch mutigere Schritte für eine engagierte Klimapolitik zu setzen. Auf Bundesebene schließen wir uns den Forderungen der Klimaforschung oder des Klimavolksbegehrens nach einem Abbau aller klimaschädlichen Subventionen sowie die Einführung einer wirksamen CO2-Steuer und eines verbindlichen Klimagesetzes an.
Die Zeit drängt!

Salzburg, im März 2021, aktualisiert im Mai 2023

Unterzeichnende: Mag.a Brigitte Drabeck (Klimabündnis Salzburg), Mag. Hans Holzinger (Robert-Jungk-Bibliothek), Lara Leik MsC (Scientists for Future Salzburg), Mag. Alex Glas (Gemeindeentwicklung Salzburg), Mag. Sebastian Riedel B.Sc. / (Erzdiözese Salzburg / Referent für Umwelt und Nachhaltigkeit), Mag. (FH) Sabrina Riedl (Salzburger Bildungswerk)

Weitere Unterstützende: Wolfgang Diemling, Verein Erdling; Dr. Brigitte Schlögl, BioartCampus

Falls Sie den Appell mitunterzeichnen wollen und in Salzburg wohnen bzw. tätig sind, freuen wir uns über eine Mail (Bitte Name und gegebenenfalls Organisation angeben).

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„Für eine wirksame Klimapolitik “ – Offener Brief der Scientists for Future Salzburg zu den Koalitionsverhandlungen – unterzeichnet von über 230 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Salzburg

Über 230 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachbereichen der Universität, des Mozarteum , der Fachhochschule Salzburg u.a. haben einen Offenen Brief der Scientists for Future zu den Koalitionsverhandlungen für eine wirksame Klimapolitik unterzeichnet.

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