Hochwasser, Waldbrände, Hungersnot – Expert*innen der Klimaforschung warnen vor den Folgen extremer Wettereignisse durch den Klimawandel. Sie plädieren dafür, der Erderwärmung dringend gegenzusteuern, und tausende Menschen gehen für den Klimaschutz auf die Straße. Aber was können wir in der Erwachsenenbildung in unserem eigenen Wirkungsbereich tun? Wie kann meine Bildungseinrichtung klimasensibel werden? Welche Klimaschutzzertifikate eignen sich? Und welche Projekte und Akteur*innen setzen Klimaschutzbildung um? Tipps und Hintergründe rund um Klimaschutz in der Erwachsenenbildung – unter dem Dach der Nachhaltigkeitsperspektive – finden Sie jetzt im neuen Dossier von erwachsenenbildung.at!
Autor: Hans Holzinger
Berling, Neptun, Wittau, Molln – Sichere Versorgung oder CO2-Bomben made in Austria? 24.8. 19.00 Online
Etwa 80% der Kohlereserven, 50% der Erdgasreserven und 30% der Erdölreserven dürfen nicht verbrannt werden, wenn wir die Aufheizung des Klimas auf 2°C begrenzen wollen. Sehr viel mehr Reserven müssen im Boden verbleiben, wenn das 1,5°C-Limit nicht überschritten werden soll. Auch der Guardian berichtete vor mehr als einem Jahr von 195 geplanten CO2-Bomben – Öl- und Gas-Projekte, welche die derzeitigen CO2-Emissionen für weitere 18 Jahre fortschreiben würden. Gleichzeitig werden in Österreich eifrig Pläne zur Erschließung neuer Gasfelder wie Neptun (Rumänien), Berling (Norwegen), Wittau (Niederösterreich) und Molln (Oberösterreich) vorangetrieben. Ist das noch zu rechtfertigen? Handelt es sich bei diesen Projekten um CO2-Bomben made in Austria oder sind sie die besseren Alternativen zu Fracking-Gas und Gas aus Russland?
Darüber diskutieren:
– Helga Kromp-Kolb
– Reinhard Steurer
– Bernhard Salcher
– Renate Christ
Donnerstag, 24. August 19:00 online
Teilnahmelink: https://tuwien.zoom.us/j/62245208931
Meeting ID: 622 4520 8931
Weitere Infos
„Öffnet endlich die Augen!“ – Erfolgreiche Klimaaktion von Scientists for Future Salzburg

Fotos:S4F/Holzinger/Sperka
„Öffnet endlich die Augen“ – Unter diesem Motto forderten Mitglieder von Scientists for Future Salzburg in einer Aktion am 18. August eine energischere Klimapolitik ein. Symbolhaft verbanden sie sich und der Statue von Friedrich Schiller am Eingang zum Furtwänglerpark die Augen mit einem Tuch. So wie UN-Generalsekretär Antonio Guterres mahnen die Salzburger Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen konkretere Maßnahmen der Politik zur Eindämmung der Klimakrise ein. Neben der Politik seien wir aber auch als Bürger und Bürgerinnen gefordert, unser Mobilitäts- und Konsumverhalten umgehend zu verändern. Beispiele, wie das geht, gebe es bereits genug. Die Aktion ist Teil einer weltweiten Kampagne in zahlreichen Städten unter dem Motto „Tell the Truth“, in der Statuen berühmter Persönlichkeiten die Augen verbunden werden. Die WissenschaftsaktivistInnen nehmen Bezug auf den Vers von Friedrich Schiller:„Was ist das Schwerste von allem? Was dir das Leichteste dünkt, mit den Augen zu sehn, was vor den Augen dir liegt.“ Ihr Aufruf: „Öffnen wir die Augen und handeln danach! Die Klimakrise erlaubt keinen Aufschub mehr.“
Am 25. 9. folgte in Wien eine Aktion von Scientists for Future, in der Leopold Figl die Augen verbunden wurden. Protestiert wurde damit gegen das Ausbleiben eines Österreichischen Klimaschutzgesetzes.
Presse
Klimaprotest: Forscher verbanden Leopold Figl die Augen. Die Presse
Österreich hat seit 1.000 Tagen keinen Plan zum Klimaschutz. Der Standard
Klimaprotest in Salzburg: Schiller-Statue mit verbundenen Augen. SN.at Salzburger Nachrichten
Wissenschaftler: „Mehr Druck für Klimaschutz“ – ORF Salzburg
Scientists for Future: Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen warnen vor dem Wegschauen. MeinBezirk.at


Die Forderungen im Detail findet ihr nach den weiteren Fotos.



Forderungen an den Bund:
• Umsetzung von Tempo 100/80/50/30 (würde lt. Umweltbundesamt die CO2-Emissionen um ein Viertel verringern, zudem Spritkosten sparen und Unfallgefahr verringern)
• Rasches Anheben des CO2-Preises auf international vergleichbare Preise mit Lenkwirkung (am Beispiel Schwedens). In Österreich startete der CO2-Preis 2022 bei 30 Euro pro Tonne und steigt jährlich bis auf 55 Euro pro Tonne im Jahr 2025 an, in Schweden beträgt der Preis jedoch bereits über 100 Euro/Tonne.
• Strikte Umsetzung des Verbots von Kurzstreckenflügen in Österreich. Im Gegenzug zur Finanzspritze während der Corona-Pandemie wurde 2020 den Austrian Airlines die Auflage erteilt, Kurzstreckenflüge auf die Bahn zu verlagern, wenn dieselbe Strecke in weniger als 3 Stunden bewältigt werden kann. Daraufhin strich Austrian die Verbindung Wien – Salzburg. Jene nach Graz und Innsbruck sind aber weiterhin im Angebot. Generell müsste ein Verbot von Kurzstreckenflügen auf EU-Ebene erfolgen.
• Schnellstmögliche Verabschiedung eines Klimaschutzgesetzes mit konkreten, sanktionsbewehrten Zielen für alle Gebietskörperschaften im Rahmen ihrer Zuständigkeit (wie vom Österreichischen Klimarat vorgeschlagen)
Forderungen an die Salzburger Landesregierung:
• Weitere Förderung des Öffentlichen Verkehrs und der Radinfrastruktur, Angebote für die letzte Meile.
• Sofortiger Stopp zusätzlicher Bodenversiegelung für Verkehrs- und Parkflächen bzw. Entsiegelung gleichwertiger Flächen, wenn Flächenversiegelung unumgänglich ist (zB öffentliches Interesse).
• Verbot oder massive Einschränkung von Privat- und Businessflügen bzw. prohibitive Verteuerung der Start- und Landegebühren dafür am Salzburger Flughafen, keine neue Flugverbindung nach Wien (wie im Regierungsübereinkommen geplant).
• Einrichtung eines breit getragenen Salzburger Klima-Bürgerrates, zu dessen Vorschlägen der Salzburger Landtag öffentlich Stellung nehmen muss.
• Start eines breit angelegten „Klimawandelanpassungsdialoges“, der sich nicht nur mit technischen (zB Hochwasserrückhaltung, baurechtliche Vorgaben), rechtlichen (zB im Bereich der Raumordnung) beschäftigt, sondern auch die medizinischen und sozialen Möglichkeiten, Klimawandelvorsorge zu betreiben, mitumfasst und darauf aufbauend Umsetzen konkreter Maßnahmen.
• Öffentliches Bekenntnis, dass die Klimakrise rasches Handeln erfordert, auch als Signal an uns Bürgerinnen und Bürger, um zu einem gemeinsamen Umsteuern zu kommen. Klimabewusstes Verhalten muss zur Selbstverständlichkeit für alle werden.
„Öffnet endlich die Augen!“ – Klimakunstaktion von Scientists for Future Salzburg – 18.8. 10.30
Mit der Aktion „Öffnet endlich die Augen“ fordern Scientists for Future in Salzburg eine energischere Klimapolitik ein. Symbolhaft werden Mitglieder von S4F sich und der Statue von Friedrich Schiller am Eingang zum Furtwänglerpark die Augen mit einem Tuch verbinden. Zudem werden Infoflyer verteilt. Die Aktion ist Teil einer internationalen Kampagne „Tell the Truth“. Zahlreiche Städte weltweit, darunter Berlin, München, Bonn, Mainz, Bayreuth, Koblenz, Leipzig und Rostock, machen mit.
18. August, 10.30 Uhr, Schillerstatue, Furtwänglerpark, Salzburg
Mitglieder von Scientists for Future sind für Gespräche mit Presse und Passanten anwesend.
Mach auch du mit und nimm eine Binde oder Tuch fürs Pressefoto mit!
Weiterlesen „„Öffnet endlich die Augen!“ – Klimakunstaktion von Scientists for Future Salzburg – 18.8. 10.30″Lehrgang für Mobilitäts- und Radbeauftragte von Klimabündnis
| In drei Modulen zu je zwei Tagen in Salzburg, Tirol und Vorarlberg wird ein fundiertes Basiswissen zum breiten Spektrum nachhaltiger Verkehrsgestaltung vermittelt. Gemeinden erhalten mit einer/einem kommunalen Mobilitätsbeauftragen eine kompetente Ansprechperson für Verkehrsbelange und neue Impulse für die tägliche Praxisarbeit. MEHR ERFAHREN |
JBZ-Herbstschule 2023 | Schwerpunkt Klima und Konflikte 14.-16.9.
Die JBZ-Herbstschule bringt junge Menschen zusammen, um den Umgang mit der Klimakrise gemeinsam und mit Expert*innen zu diskutieren. 2023 stehen dabei Konflikte im Zuge der Klimakrise im Fokus: Nicht nur die mit der Erderwärmung einhergehende Ressourcenknappheit, auch das Konkurrieren um mediale und gesellschaftliche Aufmerksamkeit sowie die Reibungspunkte zwischen zivilem Widerstand und seinen Gegner*innen werden zunehmend spürbar. Im Rahmen von Workshops, fachlichen Inputs und Diskussionsrunden werden die Spannungsfelder sowohl theoretisch als auch praktisch erarbeitet.
Termine: 14.09. – 16.09.2023
Leopold Kohr-Summerschool 2023 – Dezentrale Energieversorgung 21.9

Nicht erst der Ukraine-Krieg, sondern bereits vorangegangene Krisen führten mittel-europäischen Konsumgesellschaften schmerzhaft vor Augen, dass die bestehenden Energiesysteme mehr als „nur“ ein Klimaproblem heraufbeschwören. Sie erweisen sich überdies als äußerst verletzlich und unkontrollierbar, weil sie im Gleichklang mit einer maßlosen Wohlstandsarchitektur zwangsläufig permanent wachsen mussten. Folglich stellt sich die Frage nach einer Energieversorgung, die im Sinne des großen Vordenkers kleiner Wirtschaftseinheiten, nämlich Leopold Kohr, regional und dezentral orientiert ist.
In dieser Leopold-Kohr-Summerschool geht es um eine dezentrale und regionale Energieversorgung. Mit spannenden Referierenden, u.a. dem renommierten Postwachstumsökonomen Niko Paech. Hier geht es zum Programm
Donnerstag, 21. September 2023, 17:00 bis 20:00 Uhr – Stieglbrauerei Salzburg, Bräuhausstraße 9, 5020 Salzburg
Anmeldung erforderlich! office@tauriska.at oder +43 (0)664 52052023
Neues Booklet zum Thema Klimakommnikation von Klimabündnis Österreich

Die neue Auflage des „Klima[:A:]rtikulieren-Booklets“ des Klimabündnis liefert Handwerkzeuge, um noch besser über Klimawandel und Klimaschutz reden zu können. Mit einem Faktencheck und Tipps zur Klima-Kommunikation können die Schritte gezielt in der Praxis angewendet werden.
Weiterlesen „Neues Booklet zum Thema Klimakommnikation von Klimabündnis Österreich“Ressourcen Check für Kreislaufwirtschaft – Anif und KEM Salzburger Seeland als Best-Practice-Bespiele
Das Ressourcen Forum Austria, die österreichische Plattform für effiziente Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft, hat gemeinsam mit dem Österreichischen Gemeindebund für den Klima- und Energiefonds den neuen Ressourcen Check für Kreislaufwirtschaft in der Gemeinde entwickelt. Der Ressourcen Check ist ein innovativer Selbstanalyse-Check und bietet ab sofort allen österreichischen Gemeinden eine umfassende und kostenfreie Analyse und Bewertung der Kreislaufwirtschaft vor Ort.
Als Best-Practice-Beispiele werden auch zwei Salzburger Projekte angeführt:
Gemeinde Anif: Betonrecycling beim Neubau der Volksschule reduziert Materialverbrauch.
KEM Salzburg Seenland: Organisierte Repair Cafés verlängern die Lebensdauer von vielen Gegenständen
Klimaschutzideen für unsere Schule – Zukunftswerkstätten an Salzburger Schulen
Was ist der menschengemachte Klimawandel und wodurch wird er verursacht? Was sind die Folgen und wen treffen diese? Warum müssen wir global auf die Klimakrise reagieren und warum macht es Sinn, auch als Schule daran mitzuwirken? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Schulprojektes von Südwind Salzburg und der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen. Kombiniert wurde ein interaktiver Workshop, ein Kurzvortrag sowie eine Zukunftswerkstatt. Letztere hatte das Ziel, Klimaschutzideen für die eigene Schule zu entwickeln.
Weiterlesen „Klimaschutzideen für unsere Schule – Zukunftswerkstätten an Salzburger Schulen“