Hunderttausende gingen am Freitag, den 15. September 2023, in über 400 Städten weltweit auf die Straße, um für eine wirksame Klimapoltik zu demonstrieren. Der von Fridays for Future organisierte Klimastreik fand auch in Salzburg großes Echo. Die Salzburger Nachrichten berichteten auf ganzen zwei Seiten. Anika Dafert, Mitbegründerin von F4F Salzburg, gab ein Interview. Scientists for Future Salzburg unterstützten den Streik mit einem Forderungspaket an Stadt und Land Salzburg. Hans Holzinger von S4F Salzburg war im ORF bei Salzburg heute live zu Gast. Auch die Bezirksblätter berichteten. Der Schwerpunkt aller Stellungnahmen: die Kritik an der Aufhebung der 100-Beschränkung auf der Tauernautobahn zwischen Golling und Salzburg sowie die Verzögerung des Erneuerbare Wärmegesetzes. Dass die Klimabewegung viel Unterstützung erfährt, zeigte beispielsweise, dass der ÖSV-Skifahrer Julian Schütter am Streik mitmarschierte, um gegen die Aufhebung der Tempobeschränkung zu protestieren. In Wien gab es Pressekonferenzen von Fridays for Future und Scientists for Future mit KlimaexpertInnen, u.a. der Umwelthistorikerin Verena Winiwarter, dem Klimaökonomen Karl Steininger sowie Daniel Huppmann vom IAASA. U.a. berichteten der ORF, die Kronenzeitung sowie der Standard. Auf ORF Radio Ö1 gab es ein Interview mit der Politikwissenschaftlerin Gabriele Spilker. Stellvertretend für die internationalen Stimmen ein Videobericht in Die Zeit.
Weiterlesen „Breites Medienecho zum 10. weltweiten Klimastreik auch in Salzburg“Kategorie: Allgemein
Webinare „Achtung Scheinklimaschutz“ mit Manfred Steurer (28.9.) und zu BNE-Beispielen (18.9

Das Webinar „Achtung Scheinklimaschutz“ von klimaaktiv findet am 28. September von 10.00-11.30 statt. „Wer etwas ändern will, findet Wege. Wer nicht, findet Ausreden.“ Klimapolitik-Experte Reinhard Steurer spricht über den gesellschaftlichen Umgang mit der Klimakrise, entkräftet gängige Ablenkungsdiskurse und analysiert die Bedeutung von gesellschaftlichem Engagement und Aktivismus. Weiterlesen
Im Rahmen dieses Webinars „Konzepte und Beispiele für nachhaltige Entwicklung in Erwachsenenbildung und Hochschule“ am 18.9.23werden verschiedene Aspekte der nachhaltigen Entwicklung beleuchtet. Sie lernen Bildungskonzepte für nachhaltige Entwicklungen in der Erwachsenen- und Hochschulbildung wie transformative Bildung/transformatives Lernen kennen. Das Webinar bietet Raum für die Präsentation und Diskussion von Fallbeispielen, die innovative Ansätze für nachhaltige Bildung verfolgen.
Anmeldung bis: 14.09.23 Mehr erfahren
Dreiteilige Exkursionsreihe rund ums Thema ‚Nachhaltige Energieversorgung‘ des Salzburger Bildungswerks

Unsere Zeit ist geprägt von der Klimakrise und dem Ukraine-Krieg. Erst dieser hat uns gezeigt, wie abhängig wir von fossiler Energie aus anderen Ländern sind. Wenn wir aber die nachhaltige Energieversorgung ausbauen, lenken wir unsere Gemeinden in eine nachhaltige, positive Zukunft.
Das Salzburger Bildungswerk, engagierter Partner der Klima- und Energiestrategie SALZBURG 2050, vermittelt, gemeinsam mit den Klima- und Energiemodellregionen Fuschlsee-Wolfgangsee, Lungau, Nachhaltiges Saalachtal, Pinzgau Nationalparkregion sowie dem Salzburger Seenland, Chancen und Herausforderungen nachhaltiger Energieversorgung. Bei unserer dreiteiligen Exkursionsreihe können Sie Vorbildprojekte kennenlernen.
1. Termin: Wind- und Sonnenenergie; Exkursion in den Tauernwindpark in der Steiermark
Freitag, 6. Oktober 2023 ab 10.30 Uhr; die Teilnahmezahl ist begrenzt; Anmeldung bitte bis spätestens 24. September 2023; alle drei Exkursionen können einzeln gebucht werden.
Anmeldung bis spätestens 24. September 2023 bei Mag.a (FH) Sabrina Riedl
Tel.: 0662-87 26 91 – 17 oder E-Mail: sabrina.riedl@sbw.salzburg.at
förderSPRECHTAG Klima & Wirtschaft – Flachgau, Tennengau, Salzburg Stadt
Am Montag, 09. Oktober 2023 können Unternehmen in den Räumlichkeiten des LEADER Flachgau-Nord ein kostenloses Projekt-Erstgespräch durch Experten von umwelt service salzburg und Innovation Salzburg GmbH in Anspruch nehmen. In den knapp einstündigen Gesprächen erhalten Unternehmer kompetent Auskunft zu Umwelt- und Wirtschaftsförderungen.
Nutzen Sie dieses einzigartige Info-Service!
Anmeldung zur Terminvereinbarung bei Florian Dürager, Innovation Salzburg GmbH, unter florian.duerager@innovation-salzburg.at oder +43 5 7599 722 71
Weitere kostenlose förderSPRECHTAGE „Klima & Wirtschaft“:
- WKS Bezirksstelle Lungau, Tamsweg: Montag, 06. November 2023
- WKS Bezirksstelle Pinzgau, Zell am See: Dienstag, 21. November 2023
Mehr gibt es beim umwelt.service.salzburg
Forderungen von Scientists for Future Salzburg an die Politik & Einladung zum Dialog
Smart City Masterplan der Stadt Salzburg mit ambitionierten Zielen – Doch wo stehen wir aktuell?

„Eine nachhaltige Entwicklung und der Klimaschutz sind nicht nur die größten Herausforderungen unserer Zeit, sondern grundlegende Verpflichtung der handelnden Personen, um auch den Kindern und Enkelkindern eine lebenswerte Umwelt zu erhalten. Die Stadt Salzburg begegnet dieser Herausforderung mit dem Smart City Masterplan 2025.“ So heißt es in der Einleitung zum Klimafahrplan der Stadt Salzburg. Aufgelistet werden darin Zukunftsszenarien bis 2050 sowie konkrete Maßnahmenvorschläge.
Weiterlesen „Smart City Masterplan der Stadt Salzburg mit ambitionierten Zielen – Doch wo stehen wir aktuell?“Auf dem grünen Weg? Die Politik hat die Hebel für die Öko-Wende. Gastkommentar in den Salzburger Nachrichten

„Gleichrangigkeit von Naturschutz und Erneuerbare Energien“ -Kritik an der Beschränkung der Landesumweltanwaltschaft
„Wir sprechen uns gegen den automatischen Vorrang von Projekten zu erneuerbaren Energien aus und fordern die Berücksichtigung der Gleichrangigkeit des öffentlichen Interesses für Naturschutz und Erneuerbare. Diese beiden wichtigen Bausteine für unsere Zukunft dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern Synergien müssen genutzt werden, wo möglich.“ So Prof.in Jana Petermann, Prof Andreas Tribsch und Prof. Jan Christian Habel von Scientists for Future Salzburg in einer Stellungnahme an das Land Salzburg. Es wird argumentiert, dass die Agenden der Landesumweltanwaltschaft nicht wie laut Regierungsübereinkommen geplant, beschränkt werden sollen.
„Zusammenfassend sehen wir Energie aus erneuerbaren Quellen, vor allem für die regionale Energieversorgung als eine wesentliche Leistung der Natur. Windkraft, Photovoltaik (auch in Mischnutzung mit Landwirtschaft oder Renaturierung degradierter Flächen), Wasserkraft und Bioenergie (Holz, Biogas, etc.) müssen größtenteils außerhalb aller „strengen“ Schutzgebiete (nicht nur Europaschutzgebiete) geplant werden und ohne schädliche und vor allem irreversiblen Eingriffe in die Natur umgesetzt werden.“
Hier geht es zur umfangreichen Stellungnahme

Salzburger Nachrichten 2.9.2023
Zum Wechselverhältnis von Klima- und Naturschutz – Salzburger Umwelt- und Nachhaltigkeitsvernetzung – SUN 16.10.

Die Salzburger Umwelt- und Nachhaltigkeitsvernetzung (SUN) dient dem Austausch von Gruppen, die sich in Salzburg in den Bereichen Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit engagieren. Es werden Infos über Projekte, Kampagnen und Veranstaltungen ausgetauscht sowie Strategien reflektiert. Auch dieser Workshop hat ein Schwerpunktthema, nämlich das Wechsel- und Spannungsverhältnis von Klima- und Naturschutz. Im zweiten Teil besteht die Möglichkeit zum Austausch unter den Initiativen.
Teil 1: Themenschwerpunkt
18.00: Zum Wechselverhältnis von Klima- und Naturschutz
Mit: Univ. Prof. Andreas Tribsch, Biodiversitätsexperte, Dr. Franz Kok, Experte für Erneuerbare Energie (beide Universität Salzburg)
Wie hängen Klima- und Biodiversitätsschutz zusammen? Wo gibt es Spannungsfelder? Welche Strategien sind für Salzburg sinnvoll?
Teil 2: Austausch & Vernetzung
19.00: Informeller Austausch bei Getränken und Brötchen
19.30: Sammlung von Anliegen und Bearbeitung in Kleingruppen, Berichte im Plenum
21.00 Ende
Moderation: Mag. Hans Holzinger, Mag.a Michaela Hinterkörner (Robert-Jungk-Bibliothek)
16. Oktober 2023 18.00 – 21.00 Uhr
Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen
Robert-Jungk-Platz 1 / Strubergasse 18, 5020 Salzburg
Anmeldung: https://jungk-bibliothek.org/anmeldung-zum-vernetzungstreffen/
Gefördert von der Klima- und Energiestrategie 2050 des Landes Salzburg
„Öffnet endlich die Augen!“ – Erfolgreiche Klimaaktion von Scientists for Future Salzburg

Fotos:S4F/Holzinger/Sperka
„Öffnet endlich die Augen“ – Unter diesem Motto forderten Mitglieder von Scientists for Future Salzburg in einer Aktion am 18. August eine energischere Klimapolitik ein. Symbolhaft verbanden sie sich und der Statue von Friedrich Schiller am Eingang zum Furtwänglerpark die Augen mit einem Tuch. So wie UN-Generalsekretär Antonio Guterres mahnen die Salzburger Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen konkretere Maßnahmen der Politik zur Eindämmung der Klimakrise ein. Neben der Politik seien wir aber auch als Bürger und Bürgerinnen gefordert, unser Mobilitäts- und Konsumverhalten umgehend zu verändern. Beispiele, wie das geht, gebe es bereits genug. Die Aktion ist Teil einer weltweiten Kampagne in zahlreichen Städten unter dem Motto „Tell the Truth“, in der Statuen berühmter Persönlichkeiten die Augen verbunden werden. Die WissenschaftsaktivistInnen nehmen Bezug auf den Vers von Friedrich Schiller:„Was ist das Schwerste von allem? Was dir das Leichteste dünkt, mit den Augen zu sehn, was vor den Augen dir liegt.“ Ihr Aufruf: „Öffnen wir die Augen und handeln danach! Die Klimakrise erlaubt keinen Aufschub mehr.“
Am 25. 9. folgte in Wien eine Aktion von Scientists for Future, in der Leopold Figl die Augen verbunden wurden. Protestiert wurde damit gegen das Ausbleiben eines Österreichischen Klimaschutzgesetzes.
Presse
Klimaprotest: Forscher verbanden Leopold Figl die Augen. Die Presse
Österreich hat seit 1.000 Tagen keinen Plan zum Klimaschutz. Der Standard
Klimaprotest in Salzburg: Schiller-Statue mit verbundenen Augen. SN.at Salzburger Nachrichten
Wissenschaftler: „Mehr Druck für Klimaschutz“ – ORF Salzburg
Scientists for Future: Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen warnen vor dem Wegschauen. MeinBezirk.at


Die Forderungen im Detail findet ihr nach den weiteren Fotos.



Forderungen an den Bund:
• Umsetzung von Tempo 100/80/50/30 (würde lt. Umweltbundesamt die CO2-Emissionen um ein Viertel verringern, zudem Spritkosten sparen und Unfallgefahr verringern)
• Rasches Anheben des CO2-Preises auf international vergleichbare Preise mit Lenkwirkung (am Beispiel Schwedens). In Österreich startete der CO2-Preis 2022 bei 30 Euro pro Tonne und steigt jährlich bis auf 55 Euro pro Tonne im Jahr 2025 an, in Schweden beträgt der Preis jedoch bereits über 100 Euro/Tonne.
• Strikte Umsetzung des Verbots von Kurzstreckenflügen in Österreich. Im Gegenzug zur Finanzspritze während der Corona-Pandemie wurde 2020 den Austrian Airlines die Auflage erteilt, Kurzstreckenflüge auf die Bahn zu verlagern, wenn dieselbe Strecke in weniger als 3 Stunden bewältigt werden kann. Daraufhin strich Austrian die Verbindung Wien – Salzburg. Jene nach Graz und Innsbruck sind aber weiterhin im Angebot. Generell müsste ein Verbot von Kurzstreckenflügen auf EU-Ebene erfolgen.
• Schnellstmögliche Verabschiedung eines Klimaschutzgesetzes mit konkreten, sanktionsbewehrten Zielen für alle Gebietskörperschaften im Rahmen ihrer Zuständigkeit (wie vom Österreichischen Klimarat vorgeschlagen)
Forderungen an die Salzburger Landesregierung:
• Weitere Förderung des Öffentlichen Verkehrs und der Radinfrastruktur, Angebote für die letzte Meile.
• Sofortiger Stopp zusätzlicher Bodenversiegelung für Verkehrs- und Parkflächen bzw. Entsiegelung gleichwertiger Flächen, wenn Flächenversiegelung unumgänglich ist (zB öffentliches Interesse).
• Verbot oder massive Einschränkung von Privat- und Businessflügen bzw. prohibitive Verteuerung der Start- und Landegebühren dafür am Salzburger Flughafen, keine neue Flugverbindung nach Wien (wie im Regierungsübereinkommen geplant).
• Einrichtung eines breit getragenen Salzburger Klima-Bürgerrates, zu dessen Vorschlägen der Salzburger Landtag öffentlich Stellung nehmen muss.
• Start eines breit angelegten „Klimawandelanpassungsdialoges“, der sich nicht nur mit technischen (zB Hochwasserrückhaltung, baurechtliche Vorgaben), rechtlichen (zB im Bereich der Raumordnung) beschäftigt, sondern auch die medizinischen und sozialen Möglichkeiten, Klimawandelvorsorge zu betreiben, mitumfasst und darauf aufbauend Umsetzen konkreter Maßnahmen.
• Öffentliches Bekenntnis, dass die Klimakrise rasches Handeln erfordert, auch als Signal an uns Bürgerinnen und Bürger, um zu einem gemeinsamen Umsteuern zu kommen. Klimabewusstes Verhalten muss zur Selbstverständlichkeit für alle werden.

