Scientists4Future Salzburg kritisiert Studie der Wirtschaftskammer zur Wiederaufnahme von Kurzstreckenflügen Salzburg – Wien

Eine von der Wirtschaftskammer in Auftrag gegebene Studie fordert ein Wiedereinführen von innerösterreichischen Flügen nach Wien. Die Studie behauptet unter anderem, dass durch den Wegfall dieser Flüge kaum CO2 eingespart wurde, da per PKW zu anderen Langstrecken-Flughäfen gereist wird. Aus Sicht der Scientists4Future Salzburg sind diese Schlussfolgerungen von angeführten Daten nicht klar ableitbar und die angewandte Methodik ist wissenschaftlich fragwürdig.

„In Summe ist es zwar plausibel, dass manche Reisende auf das Auto wechseln, während andere den Zug nach Wien oder München nehmen oder gleich auf Videokonferenzen umstellen. Allerdings ist selbst die individuelle PKW-Anreise bzgl. CO2-Emissionen deutlich günstiger als ein Kurzstreckenflug, die Lokalpolitik oder Wirtschaft könnte somit falsche Schlüsse aus dieser Studie ziehen”, sagt Jens Blechert, Sprecher der Scientist4Future Salzburg in einer Stellungnahme, die am 29.11.2023 der Presse übermittelt wurde.

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Tolle Salzburger Wissenstage zu Climate.Changes – Scientists for Future war mit Vorträgen und einer Umfrage mit dabei

Tolle Salzburger Wissenstage zu Climate.Changes. Jens Blechert und Hans Holzinger konnten für die Scientists for Future bei der Eröffnung sprechen. Danach gab es über 20 spannende Stationen von Bauen mit Holz über neue Energielösungen bis nachaltige Ernährung sowie Kurzvorträge- u.a. von S4F-Mitglied Markus Gastinger zur Frage, welche internationalen Verpflichtungen Salzburg hat und warum ein Abwenden Salzburgs von den Klimazielen auch auf andere Staaten ausstrahlen kann, .sowie von Hans Holzinger zum Thema, wie die Klimawende gelingen kann. Veranstalter war die Wissensstadt Salzburg, organisiert wurde der Event von Julia Eder von Salzburg Research.

Fotos von der Eröffnung: (C)Wissenstage/wildbild, Fotos von der S4F-Station: (C) Hans Holzinger

Markus Gastinger an seiner Station zum Thema Klimastrafzahlungen und Gefangenendilemma mit einem interaktiven Spiel

Am Stand der Scientistst for Future informierten wir über unsere Arbeit und unsere Vorschläge an die Politik. Zudem führten wir eine Erhebung durch, in der Einschätzungen zur Klimakrise sowie zur Klimapolitik erfragt wurden [Ergebnisse siehe unten]. An der Station mit dabei war S4F-Mitglied Daniela Molzbichler mit Studierenden der FH Salzburg.

Ergebnisse der Erhebung: Klimawandel wird als gefährlich eingestuft

40 Personen haben sich and er Erhebung beteiligt, wobei es sich naturgemäß um keine repräsentative Stichprobe handelt. Dies zeigt bereits das Ergebnis der ersten Frage: Nur zwei Teilnehmende schätzten die Klimaerwärmung als nicht gefährlich ein, 31 aber als sehr gefährlich, 7 lagen im Mittelfeld. Auf die Frage, ob wir die Klimawende (2 Grad-Ziel) schaffen, wurde eher pessimitisch geantwortet: 23 lagen im unteren Drittel, 17 im Mittelfeld, als sehr optimistisch schätzte sich niemand ein.

Die Antworten auf die Frage, wann sich Menschen klimafreundlich verhalten, waren eher ausgeglichen (hier konnten zwei von vier Angaben angekreuzt werden, wobei einige mehrere Aspekte ausgewählt haben): „Nach erlittenem Schaden“ [26], „Aus eigener Einsicht“ [24], „Durch positive Vorbilder“ [29], „Durch Vorschriften“ [33].

Zur Frage, was die Politik am ehesten zu wirksamen Maßnahmen bewegt, waren die Antworten etwas breiter gestreut (drei Maßnahmen konnten angekreuzt werden): „Forschungsberichte“ [26], „Medienberichte“ [25], „Demonstrationen“ [20], Straßenblockaden“ [11], „Klimaklagen“ [34]. Unter „Anderes“ wurde genannt: Der Wunsch, wiedergewählt zu werden.

Schließlich haben wir abgefragt, welche Maßnahmen am wikungsvollsten eingeschätzt werden (hier konnten aus acht Vorschlägen vier ausgewählt werden: Angeführt wird die Vorschlagsliste von „Ausbau Rad-/Öffeentlicher Verkehr“ [29] und „Förderungen für Solarenergie“ [27), gefolgt von „Cos2-Steuer/Emissionszertifikate“ [22], „Vermögenssteuer für Klima“ [22] und „Auslaufen Öl/Gasheizung“ [20]. Die wenigsten Punkte bekamen „Förderungen für E-Autos“ [13] sowie „Auslaufen Verbrennungsmotor“ [13]. Als in der Aufzählung fehlende Maßnahmen wurden genannt: „Pflanzliche Ernährung“, „Bodenschutz“, „günstigere Angebote bei Nahrung und Öffis“, „Bewahrung/Wiederherstellung von Mooren“ sowei „Sinnvolle Verteilung von Ressourcen“.

„Verkehrsreduktion an der Oberfläche nötig“ – Stellungnahme & Umfrage von Scientists for Future Salzburg zum S-Link

Die Scientists for Future Salzburg empfinden eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Projekt S-LINK wichtig, weil Salzburg neue Verkehrslösungen im Sinne einer wirksamen Stadt- und Klimapolitik braucht und Bürgerbefragungen ernst zu nehmen sind. Unter den Mitgliedern gibt es befürwortende und skeptische Stimmen zum S-LINK, von einer Abstimmungsempfehlung wird daher abgesehen, heißt es in einer Stellungnahme, die am 20.11.2023 der Presse vorgestellt wurde. Empfohlen wird auch ein Überblicksbeitrag zur S-Link-Debatte, der den aktuellen Planungsstand sowie die unterschiedlichen Positionen in der öffentlichen Diskussion wiedergibt.

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Scientist for Future bei den Salzburger Wissenstagen „Climate.Change“ – 18.11.

Die Scientist for Future Salzburg sind bei den Salzburger Wissenstagen „Climate.Change“am 18. November 2023 in der Rotunde der Salzburg AG aktiv. Jens Blechert wird bei der Eröffnung sprechen. Zudem tragen die S4F mit zwei Kurzvorträgen und zwei Stationen bei. Es wartet insgesamt ein sehr spannendes Programmen mit Vorträgen und Infoständen vieler Fachbereiche! Hier die Themen der S4F-Beiträge.

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 Sustainability Week an der Universität Salzburg 6.-12. 11. 2023

Die „Open your Course 4 Climate Crisis“ ist eine Woche, in der Hochschullehrende aufgefordert sind, das Thema Nachhaltigkeit und Klimawandel fachspezifisch in ihren Lehrveranstaltungen zu integrieren.  In Salzburg findet gleichzeitig die Sustainability Week statt, in der man sich vernetzen kann und einen Überblick bekommt was es zu den Themen in Salzburg schon alles gibt.  Es gibt Programmpunkte wie interessante LVAs zum Reinschnuppern, Informationsstände, offene Kennenlern-Treffen, Slams u.v.m. Hier geht es zum Programm (kann noch erweitert werden):

„Wem gehört der Planet? | Whose planet is it?“ – Nachhaltigkeitswoche „Beyond the Plate“ an der FH Salzburg – 20.-24.11.

Im Zeitraum vom 20. bis 24. November 2024 findet an der Fachhochschule Salzburg die zweite Nachhaltigkeitswoche „Beyond the Plate“ statt. Die Vorlesungsreihe steht unter dem Motto „Wem gehört der Planet? | Whose planet is it?“ Zudem werden alle Lehrenden an Salzburgs Hochschulen eingeladen, ihre Lehrveranstaltungen für andere Studierende zu öffnen oder ggf. auch zusätzliche Veranstaltungen anzubieten, um diesen einen Blick über den Tellerrand zu ermöglichen. Organisiert wurde die Woche von den S4F-Mitgliedern Daniela Molzbichler und Lutz Dorsch. Hier das Programm. mehr

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Students-Challenge Meet Meat – eine digitale Spurensuche durch die Salzburger Innenstadt

Salzburger Organisationen laden im Rahmen dieser Aktion Studierende der hiesigen Hochschulen ein, sich mit dem Thema „Fleisch“ aus globaler und ökologischer Sicht auseinanderzusetzen und historische Orte der Altstadt neu zu entdecken. Am Ende der digitalen Spurensuche erwartet die Studierenden ein Überraschungspaket. Die Students-Challenge ist eine gemeinsame Aktion der Entwicklungspolitischen Plattform des Landes Salzburg – Afro-Asiatisches Institut, A3W-EZA Fairer Handel, INTERSOL, Referat Weltkirche und Südwind Salzburg / mit freundlicher Unterstützung: Katholische Hochschulgemeinde, ÖH Salzburg, Fridays for Future und Scientists for Future Salzburg. Mehr

Der Aktionszeitraum läuft vom 16.10. bis 06.11.2023.

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6. Workshop der Salzburger Umwelt- und Nachhaltigkeitsvernetzung mit reger Beteiligung

Rege Teilnahme am 6. Workshop der Salzburger Umwelt- und Nachhaltigkeitsvernetzung

An die 30 Personen beteiligten sich am mittlerweile 6. Workshop der Salzburger Umwelt- und Nachhaltigkeitsvernetzung, der am 16. Oktober 2023 in der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen stattgefunden hat. Auch diesmal waren wieder zahlreiche NGOs aus dem Natur-, Klima- und Tierschutzbereich sowie der Mobilitäts-, Energie- und Wirtschaftswende vertreten. Der Politikwissenschaftler und Experte für Erneuerbare Energie Franz Kok sowie der Biodiversitätsexperte Andreas Tribsch – beide Universität Salzburg – referierten über das Wechselverhältnis von Natur- und Klimaschutz. Den Inputs folgte eine anregende Diskussion. Im letzten Teil berichteten die einzelnen Gruppen über ihre aktuellen Aktivitäten. Alle mitwirkenden Gruppen sind auf der Plattform Zivilgesellschaft Salzburg verlinkt. Die Workshops finden mit Unterstützung des Landes Salzburg im Rahmen der Klima + Energiestrategie 2050 statt. Geleitet werden sie von Hans Holzinger und Michael Hinterkörner. Die Workshops sollen weitergeführt werden, so der einhellige Wunsch der Teilnehmenden. Im Folgenden findet ihr einen Bericht.

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Salzburger Umwelt- und Nachhaltigkeitsvernetzung (SUN) – nächster Workshop 16.10. 18.00

Die Salzburger Umwelt- und Nachhaltigkeitsvernetzung (SUN) dient dem Austausch von Gruppen, die sich in Salzburg in den Bereichen Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit engagieren. Es werden Infos über Projekte, Kampagnen und Veranstaltungen ausgetauscht sowie Strategien reflektiert. Auch dieser Workshop hat ein Schwerpunktthema, nämlich das Wechsel- und Spannungsverhältnis von Klima- und Naturschutz. Im zweiten Teil besteht die Möglichkeit zum Austausch unter den Initiativen.

Zum Wechselverhältnis von Klima- und Naturschutz.
Salzburger Umwelt- und Nachhaltigkeitsvernetzung – SUN

Mit Inputs von Andreas Tribsch | Biodiversitätsexperte und Franz Kok | Experte für Erneuerbare Energie.
Anschließend Austausch unter den Gruppen. Get together mit Brötchen und Getränken.
Leitung: Michaela Hinterkörner | JBZ und Hans Holzinger | Senior Adviser der JBZ
JBZ Projekte des Wandels 81 | MO 16.10.2023 | 18.00 – 21.00

Ort: Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen
Robert-Jungk-Platz 1 | Strubergasse 18/2 | 5020 Salzburg

Der Eintritt ist frei!
Anmeldungen sind hier möglich.

Neue Verkehrserhebung in Salzburg: Rad und ÖV nehmen zu, aber ebenfalls der Autoverkehr

Alle zehn Jahre führt das Land Salzburg eine große Verkehrserhebung durch. Nun wurden die Daten für 2022 publiziert. Hier findet ihr die zentralen Ergebnisse.

  • 2022 wurden von den Salzburger:innen rund 19,2 Millionen Kilometer an einem durchschnittlichen Werktag zurückgelegt, ein Plus von 22 Prozent zu 2012.
  • Knapp elf Millionen Kilometer wurden am Steuer eines PKW zurückgelegt, ein Anstieg von 14 Prozent im Vergleich zu 2012.
  • Der Radverkehr hat sich im selben Zeitraum um 92 Prozent auf 900.000 Kilometer erhöht, die Fußwege um 82 Prozent auf über 500.000 Kilometer.
  • Der öffentliche Verkehr hat mit einem Plus von 42 Prozent auf rund 4,2 Millionen Kilometer pro Werktag zugenommen.
  • An die 60 % der Wege wurden 2012 im Bundesland Salzburg mit dem Auto zurückgelegt, 2020 ist der Anteil auf 55 % zurückgegangen. Das klingt nicht schlecht. Doch: Die insgesamt sind die gefahrenen Autokilometer weiter erheblich gestiegen!
  • Der Anstieg der insgesamt zurückgelegten Wege um ca. 4 Mio. Kilometer ist allein auf den Freizeitverkehr zurückzuführen, beim Pendlerverkehr wurde ein leichter Rückgang um 3 % verzeichnet. Gründe sind die Zunahme von Homeoffice sowie der demografische Wandel.
  • In der Stadt Salzburg wurden 2012 44 % der Wege mit dem Auto, je knapp 20 % mit dem Rad oder Zu Fuß sowie knapp 15 % mit dem ÖV. 2022 ist der Umweltverbund von 54 % auf 62 % gestiegen, damit wurde der Wert von 1995 (61%) wieder erreicht. Aber auch hier täuschen die Prozentangaben: denn absolut ist auch der Autoverkehr in der Stadt weiter gestiegen.

Verkehrsreferent LH-Stv. Stefan Schnöll spricht vom „Beginn der Mobilitätswende“ in Salzburg (SN 6.10.2023) Das wird mit einer Grafik, die die prozentuellen Zunahmen bei ÖV und Radverkehr zeigt, illustriert (s.u.).

Einschätzung: Die Zunahme der mit ÖV und Rad zurückgelegten Entfernungen ist erfreulich, aber die weitere starke Zunahme der gefahrenen Autokilometer sowie ihr nach wie vor größter Anteil an den Wegen ist mit den Klimazielen NICHT vereinbar. Hohe Prozentzuwächse klingen gut, verschleiern aber die absoluten Größenordnungen. 92 Prozent Zunahme im Fahrradverkehr sind begrüßenswert, dürfen aber nicht vergessen machen, dass noch immer mehr als 10 Mal so viele Tageskilometer mit PKWs, LKWs und Mopeds zurückgelegt werden – dies fast ausschließlich mit Verbrennungsmotoren und damit starkem CO2-Ausstoß. Gegenüber den Öffis sind es zweieinhalb Mal so viel. Und mit 1,24 Mio. Tageskilometern ist der Zuwachs bei den Öffis weiterhin geringer als beim Individualverkehr mit plus 1,33 Mio. Tageskilometern. Eine tatsächliche Mobilitätswende würde bedeuten, dass sich die Verhältnisse umkehren.

Infografik Mobilitätsstudie Zurückgelegte Kilometer nach Verkehrsmittel An einem durchschnittlichen Werktag legten die Salzburgerinnen und Salzburger im Vorjahr 45,5 Prozent der Gesamtanzahl ihrer Wege am Steuer eines PKW zurück. 2021 lag dieser Anteil noch bei 49 Prozent. Im selben Zeitraum stieg der Anteil der mit dem Fahrrad zurückgelegten Wege deutlich von 10,7 auf 12,9 Prozent. Stand 05.10.2023 web_infografik