„Klima wandelt Gesundheit“ – Vorträge der Landtags-Enquete zum Nachsehen

„Klima wandelt Gesundheit“ ist der Titel einer Enquete, zu der der Salzburger Landtag am 28. Februar 2024 Fachleute aus Wissenschaft und Praxis für einen Informationsaustausch eingeladen hat. Foto: LPB

Hier können alle Vorträge und die Deabtten nachgehört werden.

Im Folgenden die Links zu den Fachvorträgen.

Assoz.-Prof. PD DI Dr. med. Hans-Peter Hutter, Universität Wien

Univ.-Prof. Dr. Maria Flamm MPH, Paracelsus Med. Privatuniversität

Dr. Johanna Schauer-Berg MPH, Paracelsus Med. Privatuniversität

Dr. Andrea Holz-Dahrenstaedt, Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg

Weiterlesen „„Klima wandelt Gesundheit“ – Vorträge der Landtags-Enquete zum Nachsehen“

Werner Mittelstaedt: „Transformation und Ambivalenz. Kurskorrektur oder Klimakatastrophe.“

Werner Mittelstaedt zählt zu den Vertretern einer kritischen Zukunftsforschung in der Tradition von Robert Jungk. In seinem aktuellen Buch „Transformation und Ambivalenz“ steht die Klimakrise im Fokus. Diese sieht er aktuell als größte Gefahr für die Menschheit, wie der Untertitel des Bandes „Kurskorrektur oder Klimakatastrophe“ anzeigt. Mittelstaedt widmet sich zunächst den beiden Begriffen des Buchtitels. Unter Transformationen seien die „vielen winzigen bis sehr großen Veränderungsschritte auf praktisch allen Ebenen menschlichen Handelns zu verstehen“ (S. 15). Ihre Realisierung impliziere einen fundamentalen gesellschaftlichen Wandel, der die Lebenswirklichkeiten der Menschen fast überall auf der Erde umgestalten werde. Der Autor spricht von einem „Epochenumbruch“ (S. 16), den nicht nur Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie, sondern „möglichst viele Menschen aus allen gesellschaftlichen Umfeldern“ (ebd.) zu gestalten hätten.

Was hat dies mit Ambivalenz zu tun? „Wir wollen etwas verändern, aber scheuen uns, dafür etwas zu tun oder zu unterlassen.“ (S. 18) Dies gelte, so Mittelstaedt, nicht nur für einzelne Menschen, sondern das Handeln ganzer Länder oder Staatengemeinschaften, die die Ambivalenz der Bürger und Bürgerinnen widerspiegeln, wie etwa die bislang 27 Klimakonferenzen der Vereinten Nationen seit 1995 zeigen würden: „Seitdem hat sich die Erwärmung beschleunigt und die Schäden in der Biosphäre und für die Menschen durch die Klimakrise werden Jahr für Jahr größer, weil praktisch nichts erreicht wurde.“ (S. 19) Wir seien gefangen im Fortschrittsversprechen und der Wachstumsgläubigkeit: „Durch das enorme Wirtschaftswachstum im noch jungen 21. Jahrhundert wurde das gesamte Erdsystem stärker als jemals zuvor im Anthropozän belastet.“ (S. 50) Mittelstaedt spricht hier von einem „drohenden Wachstumsdilemma“ (S. 73), denn das bestehende Wachstumsparadigma sei alles andere als nachhaltig, wenn das Wachstum aufgrund von zunehmenden Klimakatastrophen jedoch einbreche, drohten „soziale Unruhen und politische Krisen nie gekannten Ausmaßes“ (ebd.). Der Rechtsruck und die Proteste in Europa durch die Gas- und Energiekrise hätten einen kleinen Vorgeschmack darauf geliefert. Eine Megakrise wäre auch unter dem Einsatz klugen Handelns und allergrößter Disziplin der meisten Menschen nicht mehr zu lindern.

„Lebensqualität und Lebensstandard müssen sich am Klimaschutz und der nachhaltigen Entwicklung orientieren.“ (S. 138)

Im Zentrum der globalen Transformation steht die Umstellung der Energieversorgung. Auch hier habe der Krieg Putins gegen die Ukraine die Krisenhaftigkeit unseres Energiesystems deutlich gemacht, so Mittelstaedt. Flüssiggas (LNG) sei davor nur als Ergänzung, etwa für LKW-Treibstoff, verwendet worden. Im Zuge der Gas-Krise sei dieses aber zum Ersatz für russisches Gas geworden – mit problematischen ökologischen Folgen: „LNG aus den USA mit hohem Fracking-Anteil ist mehr als 6-mal und das aus Australien rund 7,5-mal klimaschädlicher als Pipeline-Gas aus Norwegen.“ (S. 93)

Mittelstaedt fordert ein neues „Aufstiegs-Narrativ“ (S. 134), das Klimaschutz in allen Bereichen und Berufen ins Zentrum stellt. Und er plädiert für ein neues „Fortschritts-Narrativ“ (S. 135). Dieses müsse vermitteln, dass gesellschaftlicher Fortschritt sich nur noch erzielen lasse, „wenn Menschen ein neues Verständnis im Umgang mit der Biosphäre und der Begrenztheit der Erde entwickeln und danach handeln“ (ebd.) Da kommt die „neue Aufklärung“ von Ernst U. v. Weizsäcker ins Spiel, der ein Vorwort zum Buch verfasst hat.

Einschätzung: Werner Mittelstaedt vermittelt die Dringlichkeit der Umsteuerung und zitiert zahlreiche Fakten, die diese untermauern. Seine Vorschläge zur Transformation sind pragmatisch und reformorientiert. Sie reichen vom Stopp der Flächenversiegelung über den Ersatz von Kunststoffen durch biobasierte Ersatzstoffe bis hin zu Tempolimits auf Straßen und auf den Weltmeeren sowie einer deutlichen Verteuerung des Flugverkehrs. Auch eine faire Verteilung des Wohlstands und die Begrenzung der Reichen mit ihrem gigantischen CO2-Fußabdruck wird angesprochen. Heftig kritisiert werden die neuen Militarisierungsschritte, die ökologisch desaströs seien und für die Transformation nötige Ressourcen verschlingen. Der Autor setzt auf strukturelle Veränderungen und damit auf eine Zähmung des Kapitalismus – die Systemfrage stellt das Buch so nicht. Deutlich wird, dass der Wandel auch unserer Denkmuster und kulturellen Bilder von Fortschritt notwendig ist, wie die 95 neuen Wertorientierungen und Handlungsmuster am Ende des Buches nochmals vor Augen führen. Ein Buch, das einmal mehr die Dringlichkeit der Umsteuerung aufzeigt. Hans Holzinger

Werner Mittelstaedt: Transformation und Ambivalenz. Kurskorrektur oder Klimakatastrophe. Lausanne u. a.: Peter Lang, 2023. 179 S.

Die Rezension erscheint demnächst auch auf proZukunft.

„Kooperieren, Mobilisieren, Transformieren.“ BNE-Auszeichnung 2024 – Einreichungen bis 1.5 möglich

Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Klimaschutz sucht das Forum Umweltbildung für die BNE-Auszeichnung 2024 im Rahmen des UNESCO-Programms „Aktionsrahmen Bildung 2030“ nach nachhaltigen Bildungsprojekten in drei Kategorien: Kooperieren, Mobilisieren, Transformieren.

Bildungsakteur:innen, die Projekte rund um Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN umsetzen, können dabei einreichen. Zu gewinnen gibt es neben Sachpreisen auch 1000 Euro pro Gewinner:innen-Projekt. Diese werden von einer hochkarätigen Jury ausgewählt.

Gesucht werden innovative Projekte in den oben genannten Kategorien. Bis zum 1. Mai 2024 habt ihr die Möglichkeit euer Projekt zur BNE-Auszeichnung einzureichen.  

<< Jetzt Projekt einreichen >>

Bei weiteren Fragen kontaktiert gerne Melanie Salzl ( + 43 1 402 47 01 44) oder Corinna Domenig, (+ 43 1 402 47 01 42) vom Forum Umweltbildung.

„eARTh: Klima, Kunst, Kultur. Räume kultureller Nachhaltigkeit“ – Spannende Vorträge und Workshops bei Wissenschaft & Kunst der Uni Salzburg

Die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und deren Auswirkungen – wie etwa soziale Ungleichheit, Demokratie- und Klimakrise, künstliche Intelligenz – erfordern grundlegende und nachhaltige gesellschaftliche Transformationen und einen umfassenden Kulturwandel. In der Veranstaltungsreihe eARTh: Klima, Kunst, Kultur. Räume kultureller Nachhaltigkeit. widmet sich der Bereich Wissenschaft & Kunst“ der Universität Salzburg der Thematik der Nachhaltigkeit als ein alle Lebens- und Gesellschaftsbereiche umfassendes Handlungsprinzip auf kultureller, sozialer, ökologischer und ökonomischer Ebene. Ausgelotet werden neue Ideen, Handlungsräume und Strategien für kulturelle Nachhaltigkeit in der Verbindung von Theorie und Praxis sowie unterschiedliche kulturelle und künstlerische Praxen. Mehr Infos und Anmeldung zu den Vorträgen.

„Verschleppungstaktiken in der Klimapolitik“ – Aufschlussreiches Paper des neuen Klimainstituts „Kontext“ von Katharina Rogenhofer

„Der Werkzeugkoffer für effektiven Klimaschutz liegt bereit. An welchen Stellschrauben gedreht werden muss, ist bekannt und die Dringlichkeit wird immer klarer. Trotzdem werden die notwendigen Entscheidungen hinausgezögert, während sich die Lage verschärft. Kurz: Klimaschutz wird verschleppt. Die Taktiken, die dazu eingesetzt werden, sind vielseitig und oft schwer zu erkennen. Gemeinsam haben sie, dass sie vorhandene Unsicherheiten und berechtigte Sorgen verstärken und mit Desinformation vermischen. Um Handlungsspielraum im Klimaschutz zurückzugewinnen, gilt es, Verschleppungstaktiken zu erkennen und entkräften.“

Ein spannendes Paper des neugegründeten Klimainstituts „Kontext“ von Katharina Rogenhofer und KollegInnen gibt Auskunft darüber, mit welchen Verschleppungstaktiken Klimapolitik verzögert wird und wie dagegen vorgegangen werden kann. Sehr wertvoll!

Verkehrs- und Klimawende in Salzburg –  Den Wahlversprechen müssen Taten folgen

Das Thema Klima- und Verkehrswende ist bei den wahlwerbenden Parteien der Stadt Salzburg angekommen. Diesen Eindruck konnte man bei einer Podiumsdiskussion der Bürgerinitiative „Platz für Salzburg“ kürzlich in der Arge Kultur gewinnen. Bis auf den Vertreter der FPÖ haben sich alle Spitzenkandidaten – Florian Kreibich (ÖVP), Bernhard Auinger (SPÖ), Anna Schiester (Bürgerliste), Kay-Michael Dankl (KPÖ+), Lukas Rupsch (NEOS) und Christoph Ferch (Salz) für eine Reduzierung des Autoverkehrs in der Stadt und eine Priorisierung des Öffentlichen, Rad- und Fußgängerverkehrs ausgesprochen. Der Bus soll überall den Vorrang vor dem Auto bekommen. Überraschend war auch die Zustimmung aller, wiederum mit Ausnahme der FPÖ, zur Forderung, bis 2035 einen Radverkehrsanteil von mindestens 35 Prozent anzustreben –  aktuell sind es 22 Prozent –  und dafür ein Sonderbudget von 40 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Auch die Neutorsperre für Autos, eine Umlenkung der Reisebusse sowie die Einbindung der Bevölkerung bei Verkehrsplanungen wurden mehrheitlich begrüßt.

„Das Ergebnis und der Verlauf des Abends waren überraschend positiv und konstruktiv“, konstatiert der Moderator und langjährige Umweltjournalist Heinrich Breidenbach. Und weiter: „Ganz offensichtlich ist in die kommunale Politik durchgesickert, dass es so nicht weiter gehen kann und eine Neuausrichtung der Verkehrspolitik in Richtung Umweltverbund unvermeidlich ist.“ Von der Zustimmung bei einer Diskussionsveranstaltung bis zur Umsetzung in die Realität bleibe freilich ein weiter Weg. Der Anschub durch initiative Bürger und Bürgerinnen sei daher unabdingbar. Aber ein guter Anfang sei gemacht.

Ähnlich positiv war die Einschätzung der Bürgerinitiative „Platz für Salzburg“. Die Stadtpolitik habe eingesehen, dass ein Weiter-so wie bisher keine Option sei, so eine der Sprecherinnen Roswitha Müller. „Die Bereitschaft sich gemeinsam den Herausforderungen zu stellen wurde betont und fußt auf einem Bewusstsein, dass eine Verkehrswende unabdingbar und schnell umgesetzt werden muss.“

Dass die Radwegeinfrastruktur weiter ausgebaut werden müsse, befürworteten auch in einer Umfrage der Radlobby Salzburg alle Parteien (von FPÖ und Salz gab es keine Antworten). Unterschiedlich fielen aber die Ausbauziele aus. Während die Bürgerliste und die KPÖ+ einen Radverkehrsanteil von 30 Prozent bis 2029, dem Ende der nächsten Legislaturperiode, anstreben, nannte die ÖVP die bisher in der Radverkehrsstrategie festgelegten 24 Prozent als Minimalziel, die SPÖ 26 Prozent als machbar. Anders als in der öffentlichen Podiumsdiskussion waren hier die Aussagen zum Radbudget kontrovers. Während die ÖVP und die SPÖ die bisherigen zwei Millionen Euro pro Jahr für ausreichend fanden, schlägt die KPÖ+ eine Verdoppelung, die Bürgerliste eine Erhöhung auf fünf Millionen Euro vor. Die Neos legten sich bei beiden Fragen auf keine Zahl fest.

Klimaschutz ist Thema, aber unterschiedlich akzentuiert

Dass Klimaschutz bei den Parteien der Stadt Salzburg angekommen ist, aber unterschiedlich akzentuiert wird, zeigt auch eine Analyse der Wahlprogramme durch Scientists for Future Salzburg. Der Begriff „Klima“ kommt bei SPÖ und Bürgerliste mit 38 bzw. 29 Nennungen am häufigsten vor. Bei „Nachhaltig“ liegen ÖVP und Bürgerliste voran – beide beziehen sich auf das Ziel der Klimaneutralität bis 2040. Schwerpunkt in allen Wahlprogrammen ist der Verkehr: Bei den Nennungen zum Öffentlichen Verkehr rangieren wieder SPÖ und  Bürgerliste vorne. Das Rad kommt bei der Bürgerliste am häufigsten vor, gefolgt  von SPÖ und KPÖ+. Letztere ist Spitzenreiter beim Begriff „Leistbares Wohnen“. Von der FPÖ der Stadt Salzburg gibt es kein Wahlprogramm.

„Wie häufig umwelt- und klimarelevante Begriffe genannt werden, lässt zwar noch keine qualitativen Aussagen zu, zeigt aber Akzentuierungen der einzelnen Parteien auf“, heißt es in der Analyse von Scientists for Future. Auffällig sei, dass die ebenfalls klimarelevanten Bereiche Energie, Ernährung und Ressourcen sehr wenig angesprochen werden.  Im Bereich Erneuerbare Energie wird von der Bürgerliste am aktivsten eine verstärkte Rolle der Stadt eingefordert.

Aufschlussreich sind die Argumentationsweisen für Klimapolitik:  Die ÖVP setzt  v.a. auf neue Technologien und „Hausverstand“, „Selbstbeschränkung und Selbstgeißelung“ werden abgelehnt. Betont wird das Miteinander aller Verkehrsträger, auch Maßnahmen für den Straßenverkehr wie der Autobahnanschluss Hagenau werden genannt. Bei der SPÖ und KPÖ+ wird Klimaschutz  insbesondere mit sozialer Gerechtigkeit und Verbesserung der Luft- und Lebensqualität in benachteiligten Stadtteilen verbunden.  Bei der Bürgerliste trägt bereits das erste Kapitel den Begriff „klimafitte Stadt“ im Titel. Höhere Lebensqualität für alle durch mehr Raum für Fußgänger, das Fahrrad und den Öffentlichen Verkehr stehen auch hier im Zentrum.  Bei den NEOS wird die Verkehrswende vor allem mit der Erhöhung der Lebensqualität und der Verringerung der Staus argumentiert.  Die Liste SALZ/Ferch lehnt – wie die SPÖ – den S-Link aufgrund zu hoher Kosten ab, alle anderen sind dafür – ein Streitpunkt könnten aber die oberirdischen Maßnahmen zur Beschränkung des Autoverkehrs werden. Einig ist man sich weitgehend, dass beim Wohnen im Bereich Leerstandsaktivierung und Nachverdichtung mehr geschehen müsse, um knappe Flächen besser zu nutzen.

Die Verkehrs- und Klimawende in der Stadt Salzburg steht an – den Worten müssen Taten folgen

Resümee: Maßnahmen wie der Austausch der verbliebenen Ölheizungen sowie der Ausbau der Fotovoltaik und der ökologischen Fernwärme sind wohl ebenso zu erreichen wie die Forcierung der Wärmedämmung. Die größte Herausforderung in der Stadt Salzburg – zusammenhängend mit dem ganzen Zentralraum – liegt beim Verkehr. Ohne drastische Maßnahmen, den Individualverkehr von der Straße auf den ÖV- und Radverkehrsanteil zu bringen, wird es nicht möglich sein, Klimaneutralität zu erreichen. Stau lässt sich am besten lösen, indem weniger Autos unterwegs sind. Begriffe wie das „Fließen des Verkehrs“ sowie ein „gleichberechtigtes Nebeneinander aller Verkehrsträger“ lassen übersehen, dass die Zurückdrängung des Autos in der Stadt nur mit einer Neuverteilung des knappen Raums zugunsten von Öffentlichem, Rad- und Fußgängerverkehr möglich ist.

Eine Gefahr der Verschleppung von Maßnahmen liegt in zwar ambitionierten, aber für die Politik weit entfernten Klimazielen. „Klimaziele sind als Richtschnur für die Transformation notwendig. Konsequenterweise müssen solche Ziele von konkreten Maßnahmen, etwa einem Umbau des rechtlich-regulatorischen Rahmens und der Steuern und Abgaben, begleitet werden“, so Katharina Rogenhofer vom neugegründeten Klimainstitut „Kontext“. Oft würden jedoch gerade diese verbindlichen Maßnahmen verschleppt oder unverbindliche Ziele als Ausweichargument verwendet. Auch vergangene Erfolge würden manchmal vorgeschoben, um keine weiteren Maßnahmen setzen zu müssen. Dass die Stadt Salzburg Klimaneutralität 2040 anpeile, dürfe nicht zum Aufschieben von Maßnahmen führen, so daher eine Warnung von Scientists for Future: „Klimapolitik darf nicht nebenbei passieren, sondern muss ins Zentrum der politischen Entscheidungen rücken. Ebenso wichtig wäre eine Evaluierung der Politik der letzten Jahre sowie die permanente und kritische Begleitung der Maßnahmen der neuen Regierung. Denn: Den Wahlversprechen müssen Taten folgen.“

Klima wandelt Gesundheit – Enquete des Salzburger Landtages 28.2.


Mittwoch 28. Februar 2024, 14:00 Uhr, Chiemseehof, Plenarsaal
Wird im Live-Stream übertragen – Externe Besucher*innen sind im Landtagssaal gerne auch in Präsenz willkommen

14:00 Uhr Begrüßung Landtagspräsidentin Dr.in Pallauf

14:15 Uhr „Aufriss und Überblick über das Enquete-Thema“
Assoz.-Prof. PD DI Dr. med. Hans-Peter Hutter, Abt. für Umwelthygiene
Umweltmedizin, Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien

Zuschaltung via Videokonferenz

14:45 Uhr
„Allgemeine Auswirkungen auf die Gesundheit – und Bezug zu Salzburg“
Univ.-Prof. Dr.in Maria Flamm, MPH, Institut für Allgemein-, Familien- und
Präventivmedizin und Zentrum für Public Health und Versorgungsforschung der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, Salzburg
Dr. Johanna Schauer-Berg, MPH, Institut für Allgemein-, Familien- und Präventivmedizin und Zentrum für Public Health und Versorgungsforschung der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, Salzburg; Referentin für Umweltmedizin der Ärztekammer Salzburg

15:15 Uhr „Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche – kinderrechtliche Aspekte“ Dr.in Andrea Holz-Dahrenstaedt (Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg)

15:35 Uhr Fragen der Landtags-Abgeordneten

16:15 Uhr Pause

16:30 Uhr Fünf Blitzlichter zum Enquete-Thema aus Salzburger Perspektive

Karl Friedl, M.O.O.CON Wien
Franziska Moser BA, MA Pflegedirektion SALK
DI Dr. Gerhard Löffler Abteilung 4
Dipl.-Phys. Wolfram Summerer Abteilung 5
Cornelia Seitlinger-Schreder, BEd MSc, AVOS

17:30 Uhr Fragen der Landtags-Abgeordneten

18:00 Uhr Abschluss und Zusammenfassung Landtagspräsidentin Dr.in Pallauf

Neue Videos zu Klima und Umwelt auf JBZ TV

Auf dem Youtube-Kanal von JBZ TV sind Vorträge aus dem Veranstaltungsprogramm der JBZ sowie Gespräche mit Experten und Expertinnen online zugänglich. Hier eine Auswahl von neuen Beiträgen zur Klima- und Umweltwende:

Zur Nachahmung empfohlen: Popup-Bildungsstore für Nachhaltigkeit in Lüneburg

Im September 2022 hat die VHS REGION Lüneburg ihren Popup-Bildungsstore in der Lüneburger Innenstadt eröffnet. Mit dem Popup-Bildungsstore will die VHS dem Thema Nachhaltigkeit und Umweltbildung einen neuen, positiven Impuls geben. Dazu kommt die Belebung der Innenstadt durch die Bespielung eines Ladenleerstands mit einem Angebot, das Spaß macht und Impulse in Sachen Umweltbildung gibt. Regelmäßige Veranstaltungen laden die Besucher/-innen ein zum Schauen, Informieren und Mitmachen. Alle Angebote sind kostenlos.

Mehr