Act Now! Strategien zu kreativem Widerstand und Aktivismus in der zeitgenössischen Kunst – 15.6.

Das Museum der Moderne lädt amSamstag, den 15. Juni von 14-20 Uhr zu einem spannenden Programm über Aktivismus ein. Das Motto lautet: „Act now“. Teil des Progammes ist ein „Speed Dating“ über Aktivismus, für welches Aktive gesucht werden, die sich von den Besuchenden über ihr Engagement befragen lassen. Hier die Einladung zum Mittun.

Speed Dating „Meet the Activist“ 
Bist du selbst aktivistisch tätig und engagierst dich für gesellschaftspolitische Themen? Wir suchen Menschen, die sich in einem Abendformat am Museum der Moderne Salzburg mit Fragen löchern lassen und so ihre Ideen weitertragen wollen. In unserem Foyer wollen wir ein Speeddating „Meet the Activist!“ veranstalten, bei dem alle Interessierten mit aktivistisch tätigen Menschen ins Gespräch gehen können. Dies wird angeleitet von der Kuratorin Tina Teufel sowie der Kunstvermittlerin Anja Gebauer und findet in einer informellen Atmosphäre mit Getränken und Musik statt.

Gesucht werden Aktivist:innen aus den Bereichen Klimaschutz, Diversität, Antidiskriminierung bis hin zur sozialen Gerechtigkeit. Aktivist:innen zahlen wir ein Honorar á 150€ und freuen uns über deine Anmeldung mit der Information, für welche Themen du dich aktivistisch engagierst. Wir behalten uns eine Auswahl der Aktivist:innen vor und streben an, einen sicheren Rahmen für einen inspirierenden Austausch zu schaffen.
Interessierte Aktivist:innen können sich bis zum 31. Mai 2024 unter kunstvermittlung@mdmsalzburg.at anmelden.

Klimaforum Salzburg zu Energieunabhängigkeit vor Ort – Gemeinden gestalten die (Energie)Zukunft – 13.6.

Das vom Klimabündnis Salzburg und den Klimaregionen Pinzgau veranstaltete “Klimaforum Salzburg” findet am 13. Juni 2024 in Bruck an der Glocknerstrasse statt. Namhafte Experten widmen sich dabei der Frage, wie Gemeinden die Klimakrise bewältigen und selbstständig ihre Energiezukunft gestalten können. Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldungen bis Montag, 3. Juni und Programm unter:

Klimaschutz? Gemma! Klimaspaziergang Salzburg – 24.5.

Der Klimawandel ist Realität, das zeigen erneut die jüngsten Daten und Ereignisse – und er schreitet schneller voran als befürchtet. Was können wir dagegen tun? Klimaschutz lässt sich einfacher umsetzen als gedacht und ist oft auch eine Entlastung fürs Geldbörsel, denn aktiver Klimaschutz spart ganz nebenbei teure Energie. Es gibt unzählige Ideen und Möglichkeiten, in Freizeit, Beruf und Alltag klima- und energieschonender zu leben. Beim Klimaspaziergang in Salzburg erfahren die Teilnehmer*innen Wissenswertes zum Klimawandel in der Region und was jede*r selbst dagegen tun kann. 

Referierende: Andrea Thuma (Politologin und Erwachsenenbildnerin)

Termin: Freitag, 24. Mai 2024, 15 Uhr

Dauer: ca. 2 Stunden

Treffpunkt: Andräkirche (vorm Haupteingang), Mirabellplatz 5, 5020 Salzburg

Sprache: Deutsch mit möglicher Übersetzung auf Englisch

Anmeldung bis 22. Mai 2024: 0662/84141313, office@aai-salzburg.at

Eine Veranstaltung des Afro-Asiatischen Instituts in Kooperation mit kfb Salzburg

„Veggie June“ – Pilotprojekt mit vergünstigem vegetarischem und veganen Mensa-Menü

Die Kerngruppe von S4F traf sich vor Kurzem mit Vizerektorin Prof. Horejs-Höckzuständig für Forschung Nachhaltigkeit, zum Kennenlernen und Austausch. Das Verhältnis von S4F und Universität, mögliche Kooperationen sowie ein vergünstigtes veganes Essen in der Mensa waren Thema. Letzteres wird nun in einem Pilotprojekt erprobt. Im Juni werden in der NAWI-Mensa alle vegetarischen und veganen Hauptspeisen vergünstigt angeboten.

„Mit dem Verbrenner den Gletschern beim Schmelzen zusehen“ – Kritik von Scientists for Future an der „Staulösung“ der Großglockner-Hochalpenstraßen AG

Die Großglockner-Hochalpenstraßen-AG bietet gemeinsam mit den Tourismusverbänden von Kärnten und Salzburg während der Bauarbeiten an der A10 Tauernautobahn eine vergünstigte Maut an, wenn sie als Ausweichroute die Glocknerstraße wählen – das stößt auf Kritik der Scientists for Future.  „Aus Geschäftsinteresse ist die Einladung an die Urlaubenden, während der Bauarbeiten an der A10-Tauernautobahn ´staufrei über den Großglockner´ zu fahren, verständlich. Dies mit ökologischen Vorteilen zu begründen, ist aber schlichtweg verwegen“, so Hans Holzinger von den Scientists for Future (S4F) Salzburg in einer Presseaussendung. Die AG Mobilität der S4F Österreich hat errechnet, dass der Umweg, anders als dargestellt, beträchtlich sei: „Die Strecke von Bischofshofen bis Spittal an der Drau beträgt auf der A10 104 km, über die Glocknerstraße 188 km.“ Dabei sind 1500 Höhenmeter zu überwinden. Wer Auto fährt, weiß, dass der Energieverbrauch bei Steigungen um ein Mehrfaches höher ist als in der Ebene.

Mehr dazu auf der Homepage der Plattform Zivilgesellschaft Salzburg

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IFuture lab lädt zu Austausch über demokratische Möglichkeiten der Energiewende ein – 8.5. Online

Am 08.05.2024 14:00–15:30 lädt das Future lab via Zoom zu einem Austausch über demokratische Möglichkeiten der Energiewende in urbanen Räumen ein. Spannende Pionier*innen teilen ihre Erfahrungen aus der Praxis: Franz Kok von der Ökostrombörse Salzburg berichtet über den SINNhub; Martin Berlinger und Lukas Lienhart von energiegemeinschaft.info über neue Energiegemeinschaften in Graz; Ulfert Höhne und Theresa Haydn von der OurPower Energiegenossenschaft über die Sonnenweide. Gemeinsam mit allen Interessierten soll das Potenzial gemeinschaftlicher Formen der Energieerzeugung und -nutzung für Städte diskutiert werden.

Dies ist ein Auftakt für einen transdisziplinären Dialog, der im ACRP-Forschungsprojekt UrbEnPro (powered by Klima- und Energiefonds; Konsortium: Zentrum für soziale Innovation Wien, Energieinstitut an der JKU Linz, TU Wien future.lab) mit urbanen Akteuren im nächsten Jahr fortgeführt wird.

Mobilitätswoche 2024: Jetzt Angebote checken und für Herbst planen

Auch heuer gibt es wieder eine Mobilitätswoche. Städte, Gemeinden, Regionen, Bildungseinrichtungen und Organisationen sind jedes Jahr von 16. bis 22. September herzlich eingeladen, das aktive Erleben und Erfahren von nachhaltiger Mobilität in Ihrem Umfeld zu ermöglichen und sichtbar zu machen: Autofreie Straßen, Pop-up Begegnungszonen, Radwege, bunte Aktionen. Heuer unter erkunden wir unter dem Motto „RaumFairTeilen“ gemeinsam neue Wege, wie wir die Räume und Mobilität in unseren Gemeinden & Städten gerechter gestalten können.

Für Teilnehmende im Bundesland Salzburg gibt es heuer wieder viele attraktive Angebote. Mehr Infos findest du hier.

Nature Restoration Law – Appell von 170 Wissenschaftler:innen an die Landeshauptleute

 

Das Nature Restoration Law wäre das wichtigste Naturschutzgesetz seit Jahrzehnten: Es würde festlegen, dass zerstörte Ökosysteme in der EU bis 2050 wiederhergestellt sein müssen oder die Wiederherstellung zumindest in Arbeit ist. Doch das jahrelang ausverhandelte EU-Renaturierungsgesetz wird auf den allerletzten Metern blockiert. Und das, obwohl noch vor wenigen Monaten die nötige Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten diesen Gesetzestext unterstützten.

Der WWF setzt sich gemeinsam mit 170 österreichischen Wissenschaftler:innen mit dem Appell der Wissenschaft für ein EU Nature Restoration Law ein. Denn Österreich hat mit seiner Stimme im Europäischen Rat derzeit eine Schlüsselrolle. Hier findet ihr mehr und im Link oben die Unterzeichnenden.

APA.ORF-Meldung

„Neue Kurzstreckenflüge Wien – Salzburg“ – S4F findet Antwort von WKO unbefriedigend

Ein Team der Scientists for Future Salzburg hat eine im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich erstellte Studie kritisiert, die die Klimavorteile einer Wiederaufnahme eines Kurzstreckenflugs Wien – Salzburg herausstreicht.

Die Studie behauptet unter anderem, dass durch den Wegfall dieser Flüge kaum CO2 eingespart wurde, da per PKW zu anderen Langstrecken-Flughäfen gereist wird. Aus Sicht der Scientists4Future Salzburg sind diese Schlussfolgerungen von angeführten Daten nicht klar ableitbar und die angewandte Methodik ist wissenschaftlich fragwürdig. „In Summe ist es zwar plausibel, dass manche Reisende auf das Auto wechseln, während andere den Zug nach Wien oder München nehmen oder gleich auf Videokonferenzen umstellen. Allerdings ist selbst die individuelle PKW-Anreise bzgl. CO2-Emissionen deutlich günstiger als ein Kurzstreckenflug, die Lokalpolitik oder Wirtschaft könnte somit falsche Schlüsse aus dieser Studie ziehen”, so Jens Blechert, Sprecher der Scientist4Future Salzburg, in der Stellungnahme, die am 18.12.2023 der WKO übermittelt wurde.

Fünf Monate später kam nun eine kurze Antwort von Mag. Johannes Adensamer, Fachverbandsgeschäftsführer-Stellvertreter, Fachverband der Autobus-, Luftfahrt- und Schifffahrtunternehmungen, Berufsgruppe Luftfahrt, die jedoch leider nicht auf die Bedenken von S4F eingeht. Sie wird hier im Wortlaut wiedergegeben:

„Vorab entschuldige ich mich, dass ich den von mir gesetzten Zeitraum für eine Beantwortung Ihrer Anfrage nicht einhalten konnte. Dass sich Ihre Gruppe Scientists4Future Salzburg mit unserer Studie auseinandergesetzt hat, ist für uns, neben dem medialen Echo, ein Zeichen, dass die Luftfahrt gesellschaftlich von großem Interesse ist, und einen hohen Stellenwert hat. Fliegen emotionalisiert und erfreut sich (wieder) großer Beliebtheit. Gleichzeitig gibt es auch Kritik. Insbesondere der Beitrag zum Klimawandel wird immer wieder thematisiert. Die Luftfahrtbranche entwickelt bereits seit mehreren Jahren alternative Treibstoffe, setzt sie auch ein, und gestaltet den Betrieb von Flughäfen mehr und mehr CO2-neutral, um einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Wir sind überzeugt, dass Innovation, Forschung und technologischer Fortschritt für den Klimaschutz mehr beitragen können als Verbote, auch wenn letztere kurzfristig einfacher erscheinen. Langfristig ist weder dem Klima noch der Wirtschaft, die dafür sorgt, dass wir uns den Sozialstaat leisten können, damit gedient. Dies wird auch in der Studie mit Literaturrecherche, Beispielen und den, zum Zeitpunkt der Erstellung der Studie verfügbaren Daten, klar dargelegt.“

Und hier die Antwort des Sprechers von Scientists for Future:

Lieber Herr Adensamer, 
danke für ihre kurze Antwort. Die Bemühungen des Salzburger Flughafens um nachhaltige Bewirtschaftung erkennen wir an. An eine Lösung durch alternative Treibstoffe glauben wir hingegen nicht. Um beides ging es in unsere Studienkritik nicht direkt. 
Ich habe die Analyse der Scientistis for Future Salzburg der ‚Studie‘ von Höffinger Solutions koordiniert. Ich darf Ihnen zur Kenntnis bringen, dass sich hier 4-5 aktive WissenschaftlerInnen mit Expertise mit sozialwissenschaftlicher Datenerhebung und oder /Verkehrsplanung damit in mehreren Revisionsrunden beschäftigt haben. Das Urteil ist sehr kritisch ausgefallen. Ich habe Ihnen unsere Analyse anbei nochmal angehängt. Für eine inhaltliche Auseinandersetzung steht die Autorengruppe auf Wunsch sicherlich zur Verfügung. 
Unabhängig von inhaltlichen Präferenzen von Verboten vs. anderen Strategien der Einstellungsänderung: Ich kann nur an Sie appellieren, dass Sie die Auswahl der Studien, die Sie finanzieren sorgfältiger treffen, bzw. deren mediales Framing entsprechend ändern. Statt ‚Studie‘ könnte man den Text als ‚Argumentationshilfe‘ oder als Strategiepapier bezeichnen, jedoch nicht als (wissenschaftliche) Studie (empirische Erhebung, peer review, Ausgewogenheit). Meinungsmache mit wissenschaftlichen Begriffen untergräbt nicht nur das Vertrauen der Bevölkerung in die unabhängige Wissenschaft sondern beschädigt auch den Ruf der Wirtschaftsverbände, bzw. der Politik.