Zukunfts- und Nachhaltigkeitsforscher, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen in Salzburg, 2010-2014 Lehrauftrag an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Autor und Vortragender, zuletzt erschienen: "Neuer Wohlstand. Leben und Wirtschaften auf einem begrenzten Planeten" (2012); "Sonne statt Atom. Robert Jungk und die Debatten über die Zukunft der Energieversorgung seit den 1950er-Jahren" (2013), "Von nichts zu viel - für alle genug" (2016), "Post-Corona-Gesellschaft" (2020). Forschungsschwerpunkte: Zukunft der Arbeit und sozialen Sicherung, globaler Ausgleich, neue Wohlstandbilder. Mitglied u.a. von Attac, Gemeinwohlökonomie,Global Marshall Plan Initiative, Südwind, Amnesty International.
Der Bereich Gemeindeentwicklung des Salzburger Bildungswerks lädt zu drei spannenden Veranstaltungen mit der Möglichkeit des Austauschs und Vernetzens ein. Es geht um Solidarische Landwirtschaft, Reparieren und FoodCoops.
Solidarische Landwirtschaft mit dem Film: „Ernte teilen“ am 15.Oktober 2024, 19.00 Uhr (Programm)
Repair-Café-Vernetzungstreffen am 20. November 2024, 17.30 bis 20.00 Uhr (Programm) Bei diesem Austauschtreffen findet auch eine kurze Einschulung zum Kleben von Outdoorequipment statt.
FoodCoop Vernetzungstreffen am Freitag, 6. Dezember 2024, 16.00 bis 18.30 Uhr (Programm)
Am 15. Oktober findet die Bildungsfahrt „Kraft, Gefahr, Genuss – Gesichter des Wassers“ statt. Zuerst fahren wir zir Adelholzener Alpenquellen GmbH in Siegsdorf, wo wir an einer Führung teilnehmen und Wissenswertes erfahren. Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Restaurant Chiemseefischer in Grabenstätt geht es mit dem Bus weiter nach Salzburg. Dort besichtigen wir das Kleinwasserkraftwerk am Salzburger Almkanal der Erneuerbare-Energien-Gemeinschaft SINNhub, das rund 200 Haushalte mit Strom versorgt.
Zusteigemöglichkeit auf Salzburger Seite ist um 9 Uhr beim Kleinwasserkraftwerk Almkanal, Ecke Sinnhubstraße-Leopoldskronstraße.
Der Teilnahmebeitrag ist € 19,- pro Person (inkl. Busfahrt und Mittagessen, exkl. Getränke). Für Bildungswerkleitungen des Salzburger Bildungswerk s wird dieser vom SBW übernommen.
Die Anmeldung ist bis 9. Oktober unter folgendem Link möglich: VHS Rupertiwinkel
Die Landwirtschaft steckt heute in einer gewaltigen Krise. Wir brauchen, neue Konzepte und Ideen, um unser Essen saisonaler, regionaler, ökologischer und fairer zu produzieren und zu konsumieren. Die Solidarische Landwirtschaft setzt genau das um und zeigt, dass es Lösungen gibt und Wege jenseits von Umweltzerstörung und Profitgier möglich sind. Der Dokumentarfilm „Ernte Teilen“ begleitet drei Solidarische Landwirtschaften und zeigt wie es gehen kann. Am Abend diskutieren Filmemacher Philipp Petruch, die Solawi Erdling aus Salzburg mit dem Publikum über Möglichkeiten in der Region.
Im Bild v. l. n. r.: Birgit Bahtic-Kunrath, Andrea Niederfriniger (beide ifz), Ninja Konrad (Südwind), Angela Hof (Universität Salzburg), Leo Fellinger (Kunstbox Seekirchen), Daniela Molzbichler (Fachhochschule Salzburg), Monika Aistleitner (Salzburger Bibliothekarsverband), Harald Kienzl (KEM Fuschlsee-Wolfgangsee), Peter Löcker (Bildungswerk St. Margarethen), Elke Zobl (Wissenschaft & Kunst, Universität Salzburg), Sabrina Riedl (Salzburger Bildungswerk). Foto: Hans Holzinger
Ziel des Arbeitskreises Klima & Nachhaltigkeit des Salzburger Bildungswerks ist es, einen Reflexions- und Vernetzungsraum für Aktive im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung bereit zu stellen. Im nunmehr 3. Arbeitstreffen, das am 23. September 2024 stattfand, standen innovative, aktivierende Bildungsformate im Zentrum.
Im Anschluß an die Projektpräsentationen wurde die Idee aus dem letzten Treffen, eine gemeinsame Initiative umzusetzen, konkretisiert. Für vorr. 16. Mai 2025 ist ein Salzburger Tag der Nachhaltigkeit unter dem Motto „Aufbruch für ein gutes Leben für alle“ geplant. Örtliche Bildungswerke, die Klima- und Energiemodellregionen, Universitäten und Hochschulen, Schulen und außerschulische Bildungseinrichtungen sowie NGOs und Klima- und Nachhaltigkeitsinitiativen sind aufgerufen, Angebote zu gestalten. Diese werden in einem vom Salzburger Bildungswerk koordinierten Programmheft zusammengefasst. Das Ziel: Wir zeigen die Vielfalt an Einrichtungen, Methoden und Themen der Nachhaltigkeitsbildung in Salzburg auf.
Das Salzburger Bildungswerk und die Salzburger Umwelt- und Nachhaltigkeitsvernetzung SUN laden zu einem weiteren Treffen ein. Dieses Mal wird es einen Input von Dr. Kriemhild Büchel-Kapeller von KlimaVOR, der Vernetzungsplattform der Klimainitiatven in Vorarlberg geben. Wir fragen, was wir aus diesem Projekt lernen können. Ein weiteres Thema wird ein angedachter „Salzburger Tag der Nachhaltigkeit“ sein. Das Motto: „Aufbruch zu einem guten Leben für alle“. Zudem gibt es wieder genug Raum für Austausch und Vernetzeung. Sabrina Riedl und Hans Holzinger freuen sich auf rege Teilnahme.
Vor der Nationalratswahl präsentierte der Österreichische Biodiversitätsrat die Ergebnisse seiner Umfrage unter den im Nationalrat vertretenen Parteien (ÖVP, SPÖ, FPÖ, Die Grünen, NEOS) zu ihren Positionen und geplanten Maßnahmen zum Schutz und der Wiederherstellung der Artenvielfalt und ihrer Lebensräume. Vier Parteien haben genatwortet, die ÖVP nicht.
Das Fazit der Expert*innen: Jene vier Parteien, die auf die Umfrage geantwortet haben, lassen einerseits ein Bewusstsein für den Schutz von Artenvielfalt und Lebensräumen erkennen, andererseits ist das konkrete Engagement zum Schutz der Biodiversität der Parteien sehr unterschiedlich stark ausgeprägt. Während einzelne Antworten sogar einen Rückschritt befürchten lassen (Bsp. die Ablehnung der bereits beschlossenen EU-Renaturierungsverordnung durch die FPÖ), würde die Umsetzung mancher anderen Positionen und Ideen (Bsp. das deutliche Bekenntnis zur Biodiversitätsmilliarde durch Grüne und SPÖ) große Schritte in Richtung der Sicherung von Biodiversität und Lebensgrundlagen bedeuten. Ohne Antworten der ÖVP kann ein Vergleich zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen und Forderungen nicht hergestellt werden. Wie die ÖVP den Bereich Biodiversität in Zukunft bearbeiten möchte, bleibt offen.
Aus Sicht des Österreichischen Biodiversitätsrates ist es entscheidend, dass Biodiversität im Programm der neuen Bundesregierung höchste Priorität erhalten muss. Nur auf diese Weise lässt sich die Artenvielfalt und damit der Schutz der Lebensgrundlagen in Österreich sichern.
Welche Auswirkungen hat Plastikverschmutzung auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit? Welche Alternativen zu Plastik gibt es? Die Fachhochschule Salzburg lädt zu zwei Themenabenden ein, in denen diese Fragen behandlet werden. Anmeldung erbeten unter marketing.ed@fh-salzburg.ac.at.
Nachdem sich in vielen Städten Österreichs am Freitag, 20. September bereits tausende Menschen zum Weltweiten Klimastreik versammelt hatten, rief ein breites Bündnis in Salzburg ebenfalls zur Demo auf: Für Klimaschutz, für Gerechtigkeit, für Frieden, für Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte – für alle. Im Folgenden einige Passagen aus dem Statement von Scientists for Future (Langfassung hier):
„Die derzeitige Klimapolitik birgt ein hohes Risiko für das Kippen kritischer Elemente des Erdsystems, selbst wenn die globale Erwärmung nach einer Zeit der Überschreitung wieder auf unter 1,5 °C beschränkt wird. Eine neue Studie in der Fachzeitschrift Nature Communications zeigt: Dieses Risiko kann minimiert werden, wenn die Erwärmung rasch wieder umgekehrt wird.
Insbesondere rechtsextreme Parteien sind von einem wissenschaftsbasierten Diskurs sehr weit entfernt – sie leugnen noch immer die menschengemachte Klimakrise. Zudem lässt sich die Klimakrise nicht mit populistischen Parolen abwenden, etwa durch das weitere Setzen auf Verbrennungsmotoren, nur weil Österreich ein „Autoland“ sei (Nehammer). Es braucht den Einsatz von Sachverstand und vorausschauendem Denken, denn die kommenden Jahre sind eine entscheidende Zeit für die Klimawende in Österreich.
Eine wirksame Klimapolitik lässt sich nicht trennen von einer nachhaltigen Wirtschaftspolitik, vor allem einer Abkehr vom Glauben, ein immerwährendes Wirtschaftswachstum sei möglich. Wenn der Kuchen nicht mehr wachsen kann, muss er besser, gerechter verteilt werden. Neben dem Eingeständnis, dass es Branchen gibt, die schrumpfen müssen, wie etwa die Automobilindustrie und der Flugverkehr.
Es ist bekannt – die Folgen der Klimakrise treffen vor allem jene, die sie am wenigsten verursachen. Und wie stark wir die Folgen der Klimaerwärmung zu spüren bekommen, wird nicht nur eine Frage der geografischen Lage sein, sondern auch der sozialen. Arbeitsplatz und Einkommen spielen eine Rolle. Die Ärmsten leiden am meisten unter den Folgen des Klimawandels. Sie können in der Regel ihre Wohnsituation am schwierigsten an die steigenden Temperaturen anpassen. Sie verfügen über kein Haus im Grünen, häufig nicht einmal über einen Balkon, geschweige denn einen Garten. Klimawandelanpassung muss auch hier ansetzen – bei der Begrünung unserer Städte.
Eine Überwindung der sich immer weiter auftuenden Vermögens- und Einkommensspreizung ist unabdingbar – aus Gründen der Gerechtigkeit, aus demokratiepolitischen wie volkswirtschaftlichen Gründen, aber auch aus ökologischen. Die reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung stoßen 36 bis 45 Prozent der Treibhausgas-Emissionen aus, das reichste ein Prozent ist für die Hälfte aller Flugemissionen verantwortlich (IPCC), bis 2030 möglicherweise für 16 Prozent der Gesamtemissionen (Oxfam) u.a. durch Superjachten und Weltraumflüge. Milliardäre wie Richard Branson und Jeff Bezos verursachen mit einem Flug ins All so viele Treibhausgas-Emissionen wie ein Mensch der ärmsten Milliarde in seinem ganzen Leben. Wir können uns die Reichen auch aus klimapolitischen Überlegungen nicht mehr leisten. Privatflüge starten auch hier in Salzburg massenweise, was neben Globalen Emissionen auch lokale Luft- und Lärmverschmutzung erzeugt.
Klimapolitik und eine faire Wirtschafts- und Sozialpolitik gehören zusammen. Daher sind wir heute hier zusammengekommen.“
„Sie wollen etwas ändern und neue Perspektiven für Ihren Unterricht und Ihre Schule kennenlernen? Möglicherweise ein Change Agent werden, der Lernende inspiriert und begleitet, um gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen gemeinsam zu meistern?“ Darum geht es am 24./25. Okt. 2024 beim internationalen Symposium „Transformative Bildung an Schulen und Hochschulen“ an der PH Salzburg. Das Symposium richtet sich an die wissenschaftliche Community, Lehrpersonen und Studierende und widmet sich zentralen Fragen der sozial-ökologischen Transformation und des Transformativen Lernens.
Programm/Anmeldeinfos gibt es hier Anmeldung für österreichische Bundes- und Landeslehrer:innen über den elektronischen Dienstweg (e-Dav über PH-online TAG000SC01)
Mit Klimawahlen.at sehen Wähler:innen, welche Parteien echte Klimapolitik voranbringen wollen. Die parteipolitisch unabhängige Initiative der Zukunftsallianz sammelt vor jeder größeren Wahl die Positionen der antretenden Parteien zu diversen klimarelevanten Fragen und ordnet sie ein. Die Ergebnisse werden angezeigt, sobald die Antworten vorhanden sind. Eine Einschätzung erfolgt durch Scientists for Future.