Herbst-Programm 2024 der MethodenAkademie – fünf spannende Workshops

Das Herbst-Programm 2024 der MethodenAkademie bietet wieder spannende Workshops, die von Klimakommuniktaion über Graphic Recording und der Rolle von Humor in der Bildungsarbeit bis hin zur guten Führung von Gruppen und Intergenerationellem Lernen reichen. Download Programmheft

FR 27.09.2024: Hallo Klima! – Klimapuzzle. Effektiv zu Klima kommunizieren: Wie geht das? | Felicitas Fiegl & Lukas Strasser mehr

FR 04.10.2024: Jetzt wird’s lustig! Humor und Clownerie als Ressource im Alltag | Ursula Schwarz mehr

FR 08.11.24: Graphic Recording -Visuelles Mindfilling. Mit Anita Berner

FR 22.11.24: Informelles Führen. Wie Teams gut zusammenarbeiten lernen. Mit Thomas Olesch

FR 17.01.25: Intergenerationelles Lernen. Über den Tellerrand lugen. Mit g. Dr. Solveig (Sol) Haring

Jeweils 14-18 Uhr, Strubergasse 18, 2. Stock.

Teilnahmebeitrag: Euro 25,-/Euro 15,- (ermäßigt). Die Ermäßigung gilt für Studierende und Geringverdienende.
Für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Salzburger Bildungswerkes und der Gemeindeentwicklung sowie Bibliothekarinnen und Bibliothekare der Salzburger Bibliotheken ist die Teilnahme kostenlos.
Für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Personen, die am Areal Stadtwerk arbeiten oder wohnen, übernimmt der Verein Stadtwerk die Teilnahmegebühren.
Anmeldung bis 3 Tage vor dem Workshop unter Bekanntgabe von Namen und
Adresse per E-Mail an office@sbw.salzburg.at. Zahlung in bar beim Workshop.
Teilnahme- und Zahlungsbestätigung werden vor Ort ausgegeben.
Die Mindestteilnahmezahl beträgt 6 Personen.

Klimabildungsangebote in Österreich – eine Übersicht des Klima- und Energiefonds

Der Klima- und Energiefonds hat eine Übersicht zu Bildungsangeboten erstellt, die sich direkt an Kinder und Jugendliche richtet und sich mit Klimathemen (Energie, Kreislaufwirtschaft, Mobilität, Berufsorientierung für klimarelevante technische Berufe), aber auch mit MINT beschäftigen. Die Angebote sind pro Thema, Bundesland und Zielgruppe kategorisiert. Wer weitere Angebote hat bzw. kennt, kann diese gerne per E-Mail übermitteln.

„Effektiv zu Klima kommunizieren – wie geht das?“ – Start der MethodenAkademie Herbst 2024, 27.9.

Das Herbstprogramm 2024 der MethodenAkademie bietet wieder spannende Workshops -jeweils Freitag 14-18 Uhr im Haus der Bildung in der Strubergasse 18. Gestartet wird mit einem Workshop zum Thema „Effektiv zu Klima kommunizieren – wie geht das?“, Freitag, 27. Septmeber 2024.

Zum Inhalt des Workshops

Zunächst muss das Problem verstanden werden, danach können Maßnahmen ergriffen und Lösungen entwickelt werden. Das Klimapuzzle ist ein sehr wirkungsvolles Instrument und bietet eine qualitativ hochwertige Klimabildung an, die für jeden zugänglich ist und innerhalb einer Organisation oder Community schnell umgesetzt werden kann.

Wir setzen uns aktiv mit den wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels auseinander. Die verschiedenen Aspekte des Klimasystems werden dargestellt und wir bauen eine große Visualisierung auf. Dabei verbinden sich die Ereignis-Karten logisch miteinander, um die Ursachen, Mechanismen und Folgen des Klimawandels zu verdeutlichen. Der Workshop fördert nicht nur das Verständnis für die Komplexität des Klimawandels, sondern motiviert auch dazu, über persönliche und kollektive Lösungsansätze nachzudenken.
Die Teilnehmenden gehen mit einer starken Bindung zueinander aus dem Workshop und sind gut vorbereitet, um die von ihnen identifizierten Klimamaßnahmen umzusetzen.

Referierende:
Felicitas Fiegl ist im Klimabildungsprojekt „DOCK for Change“ tätig und studiert Umwelt- und Bioressourcenmanagement an der BOKU Wien.
Lukas Strasser MSc hat das Studium Umwelt- und Bioressourcenmanagement an der BOKU Wien absolviert.
Beide sind als Moderierende bei „Hallo Klima!“ tätig.

Die MethodenAkademie ist eine Gemeinschaftsproduktion von: Salzburger Bildungswerk, Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, Agenda 21 und Bürgerbeteiligung SIR, Dachverband Salzburger Kulturstätten, Referat Kultur und Wissenschaft, Landesverband Salzburger Museen und Sammlungen

Teilnahmebeitrag: Euro 25,-/Euro 15,- (ermäßigt). Die Ermäßigung gilt für Studierende und Geringverdienende.
Für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Salzburger Bildungswerkes und der Gemeindeentwicklung sowie Bibliothekarinnen und Bibliothekare der Salzburger Bibliotheken ist die Teilnahme kostenlos.
Für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Personen, die am Areal Stadtwerk arbeiten oder wohnen, übernimmt der Verein Stadtwerk die Teilnahmegebühren.
Anmeldung bis 3 Tage vor dem Workshop unter Bekanntgabe von Namen und
Adresse per E-Mail an office@sbw.salzburg.at. Zahlung in bar beim Workshop.
Teilnahme- und Zahlungsbestätigung werden vor

Leopold Kohr-Summerschool „Bildung für eine genügsame Lebens- und Wirtschaftsweise“ – 19.9.

Eine nötige Transformation moderner Industrie- und Konsumgesellschaften, die ihre ökologische Überlebensfähigkeit eingebüßt haben und von einem Krisenmodus zum nächsten schlingern, lässt auf sich warten. Es scheint, als würde sich die Nachhaltigkeitsdebatte auf zwei Maßnahmenkategorien verengen, die angesichts ihrer bisherigen Wirkungslosigkeit einer Öffnung für neue Herangehensweisen bedürfen. Zum einen wird darauf verwiesen, dass es an politischen Rahmenbedingungen mangele, die Anreize für eine nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsweise setzen müssten. Zum anderen wird ein problemlösender technischer Wandel beschworen. In beiden Fällen bleibt das Individuum passiv. Seine Rolle beschränkt sich darauf, abzuwarten und auf Veränderungen von außen zu hoffen.

Aber ist diese – wenngleich bequeme und daher attraktive – Verantwortungsübertragung auf Politik und Technologie noch zeitgemäß? Überfällig erscheint es, auf eine Kompetenzerweiterung handelnder Subjekte zu fokussieren, denn ohne deren Lebensstilveränderung sind Auswege aus der aktuellen Nachhaltigkeitsstagnation nicht denkbar. Damit sind die Gestaltung von Lernprozessen und vor allem des Bildungssystems angesprochen. Bildung für nachhaltige Entwicklung ist zwar seit einiger Zeit in aller Munde – aber auf welche Art des Wandels ist sie gerichtet und was hat sie bislang bewirkt? Die diesjährige Summer-School à la Leopold Kohr möchte Bildungsimpulse aufgreifen, die sich als Befähigung zu einer genügsamen Daseinsform mit hoher Lebensqualität begreifen lassen. Kohr wies schon vor sechs Jahrzehnten darauf hin, dass manche materiellen Güter den Charakter eines Gegenmittels für die Folgen vorherigen Wachstums aufweisen, „deren Besitz unsere Lebensbedingungen nicht verbessert, sondern lediglich verhütet, dass sie schlechter werden. Sie sind wie Aspirintabletten.“ Welcher Lernorte, Bildungsprojekte, aber auch Reformen bedarf es, um genügsam zu wirtschaften und zu leben? Die Summer-School wartet mit instruktiven Beispielen und ausgewiesene Experten auf, um hierüber eine angeregte Diskussion zu entfachen. Niko Paech

BILDUNG FÜR EINE GENÜGSAME LEBENS- UND WIRTSCHAFTSWEISE
im Rahmen der 6. Leopold Kohr®-Summerschool
Donnerstag, 19. September 2024, 17:00 bis 20:00 Uhr
Stieglbrauerei Salzburg, Bräuhausstraße 9, 5020 Salzburg

Programm

Klimabilanz nach einem Jahr Regierungsarbeit: Scientists for Future begrüßen Bekenntnis der Landesregierung zum Masterplan Klima+Energie 2030 – Verkehrsziele mit Pull-Maßnahmen allein aber nicht erreichbar

Download Pressemitteilung

Scientists for Future Salzburg (S4F)haben die Landesregierung um ihre Klimabilanz nach einem Jahr im Amt gebeten. Zwei Fragen wurden gestellt:

1. Wie sieht der konkrete geplante Reduktionspfad von Treibhausgas-Emissionen des Landes Salzburg bis 2030 aus? Hat sich dieser gegenüber dem Masterplan Klima+Energie 2030 verändert oder ist der dort vorgestellte Reduktionspfad weiterhin aufrecht? 

2. Sollte der Masterplan Klima+Energie 2030 weiterhin als verbindlich von der aktuellen Landesregierung anerkannt werden, welche dort vorgestellten Maßnahmen wurden im ersten Jahr Ihrer Landesregierung umgesetzt? 

Die Antwort von Landeshauptmann Wilfried Haslauer und LHStv. Marlene Svazek ist grundsätzlich erfreulich. Sie enthält ein definitives Bekenntnis zum Masterplan Klima+Energie 2030: „…die darin vorgegebenen Zielsetzungen sind nach wie vor aufrecht und verbindlich…“, heißt es im Antwortschreiben. Im Regierungsübereinkommen stand hingegen nur: „In diesem Zusammenhang ist es unser erklärtes Ziel, den Masterplan Klima und Energie 2050 in all seinen Facetten (Erzeugung, Effizienz, Einsparung) umzusetzen“.

„Insgesamt sehen die S4F Salzburg die Antwort als klare Zusage, Salzburgs Klimaziele weiterzuverfolgen, und wir werden die kommenden, gesetzten Schritte zur Erreichung der Ziele aufmerksam verfolgen“, so Sprecher Jens Blechert. Kritisch angemerkt wird aber, dass die Reduktionsziele im Bereich Verkehr mit der Attraktivierung des Öffentlichen Verkehrs allein nicht erreichbar sein werden; es brauche hier auch Maßnahmen zur Lenkung und Einschränkung des Individualverkehrs, die Aufhebung des „Lufthunderters“ weise etwa in die falsche Richtung. E-Mobilität löse nicht alle Probleme, da diese ebenfalls material- und platzintensiv sei, es brauche aber mehr Ladestationen.

Im Bereich Energie werden u.a. mehr Maßnahmen zur Energieeinsparung, etwa durch ein ambitioniertes Programm für thermische Sanierung, die obligatorische Nutzung von Dach- und Fassadenflächen für PV-Anlagen, wo dies technisch möglich ist, sowie die stärkere Förderung von Erneuerbare Energiegemeinschaften gefordert. Gefordert wird auch der rasche Austausch der 20.000 noch bestehenden Ölkessel. Die verbindliche Mitarbeit aller Mitglieder der Landesregierung sowie der Gemeinden bei der Umsetzung der Klimaziele wird ebenfalls eingemahnt.

Die geplante Wiederaufnahme eines Kurzstreckenflugs Wien-Salzburg sehen die S4F Salzburg kritisch, da es umweltfreundliche Alternativen gäbe.

Das Land listet zahlreiche in Arbeit bzw. bereits umgesetzte Maßnahmen auf

Im Brief werden zahlreiche aktuelle Projekte aufgelistet, etwa die Fertigstellung des Biomasseheizkraftwerk Siezenheim 11, das in Bau befindliche Wasserkraftwerk Stegenwald sowie das in Vorplanung befindliche Wasserkraftwerk Golling. Das Windkraft-Projekt Windsfeld stehe kurz vor Projekteinreichung, bei jenem in Lehmberg laufen Windmessungen. Genannt wird weiters der Start der Evaluierung des Förderwesens im Bereich Energie (Photovoltaik), der Start des Flussdialogs im Rahmen des Salzachplans vom Kraftwerk Urstein bis Kraftwerk Lehen; sowie das Energiekostenunterstützungsgesetz. Im Bereich Adaption wird die Renaturierung und Ausweitung der Saalach in Siezenheim sowie der Salzach Masterplan angeführt. Die genannten Maßnahmen im Bereich Mobilität: Ausgliederung des Verkehrsbereichs aus der Salzburg AG; Rückkehr zum 10 Minuten- Takt beim O-Bus; Zweigleisiger Ausbau der Lokalbahn und Anschaffung neuer Zuggarnituren; Wiederaufbau der Pinzgaubahn; der Ausbau der Bahnstrecke Paß Lueg; Fortführung der erfolgreichen Benzinfrei-Tage; Öffi-Freizeitticket um nur 19 Euro für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder; Implementierung von Mikro-ÖV Projekten. Hingewiesen wird auch darauf, dass seit dem Fahrplanwechsel 2023 zusätzliche 2,6 Mio. Öffi-Kilometer erzielt werden konnten.

Zweifel an der Erreichung der Reduktionsziele im Bereich Verkehr

Laut Masterplan ist im Verkehrsbereich eine Halbierung der Emissionen bis 2030 vorgesehen (Basisjahr 2005). Um das zu erreichen, brauche es nicht nur eine Verbesserung des ÖV-Angebots, sondern auch Beschränkungen für den Individualverkehr, so S4F Salzburg. Die Auflassung des IG-L Tempolimits auf der Autobahn sei jedoch ein Beispiel in die entgegengesetzte Richtung gewesen. Eine Politik, die beinahe ausschließlich auf Pull- Maßnahmen setzt (wie sie auch im Masterplan hauptsächlich vorgesehen sind) wird keine nennenswerten Effekte erzielen, so der Mobilitätsexperte Martin Loidl: „Pull-Maßnahmen funktionieren nur im Zusammenspiel mit Push-Maßnahmen, wie unter anderem eine ausgezeichnete schwedische Studie zeigt“.

Die spannende Frage an die Landesregierung bleibe daher, wie sie die angestrebten Reduktionen im Verkehrsbereich, wo die Hauptlast der Reduktion passieren muss, bewerkstelligen möchte. Denn der S-Link wird, wenn er gebaut wird, vor 2030 nichts zur Zielerreichung beitragen können. E-Mobilität werde zwar nicht alle Probleme lösen, doch der Ausbau der Ladestationen sei wichtig: „Bis 2030 braucht Salzburg laut Zahlen des Umweltbundesamtes mehr als 10-mal so viele öffentliche Ladepunkte wie heute“, so der Politologe Markus Gastinger.

Vorschläge von S4F für eine ambitionierte Energiewende

Neben der wirksamen Reduktion der Treibhausgasemissionen im Verkehr sowie den im Schreiben der Landesregierung an die S4F angeführten Energieprojekte hält S4F-Salzburg-Mitglied Franz Kok weitere Maßnahmen zur Erreichung der energiepolitischen Ziele für notwendig:

  • Deutliche Erhöhung der thermischen Sanierungsrate und -intensität bei bestehenden Gebäuden und obligatorische Nutzung von Dach- und Fassadenflächen für PV-Anlagen, wo dies technisch möglich ist;
  • stärkere Berücksichtigung verhaltensbezogener und den Wohnbedarf gewichtender Kriterien bei Sanierungen, etwa durch kostenlose Energiesparberatungsangebote oder die Förderung von Sanierungsbegleitungen;
  • Ausbau aller Sektoren erneuerbarer Energie, besonders im Bereich Photovoltaik, sowie Inbetriebnahme einiger Windenergie-Projekte und PV-Freiflächenanlagen. Eine Biomassestrategie für Hochlagen könne die klimawandelbedingt steigende Waldgrenze als CO2-Speicher und Rohstofflieferant verfügbar machen.

Ein großes Thema bleibt ebenso der Austausch von Ölkesseln, von denen es in Salzburg bis 2030 ganze 26 Tausend weniger geben soll. „Bis Ende 2022 ist man hier erst bei 3700 angelangt. Mehr als 20 Tausend Ölkessel bleiben also noch auszutauschen. Wünschenswert wäre hier von der Landesregierung auch ein konkretes Zwischenziel bis zum Ende der Legislaturperiode, also 2028, an dem sich diese Landesregierung dann auch messen lässt“, so Markus Gastinger.

Einbindung aller Mitglieder der Landesregierung und der Gemeinden

Wichtig sei auch die eindeutige Unterstützung der Maßnahmen zur Erreichung der Etappenziele des Masterplans durch alle Mitglieder der Landesregierung und die verbindliche Einbindung der Gemeinden (Stichwort „Salzburger Nachhaltigkeitsvertrag“). Die Nutzung der Salzburg AG als Infrastrukturbetreiber und Investor für notwendige Energiewendevorhaben im Bereich Energiewirtschaft (dezentrale Speicher) und Mobilität (ÖPNV und erneuerbare Mobilität) müsse dafür mit einem neuen Verantwortungsverständnis der Eigentümer und langfristigen Auftrag abgesichert werden. Endverbrauchernahe und marktkonforme neue Formen der privatwirtschaftlichen und auch gemeinnützigen, sozialen und ökologischen Daseinsvorsorge in Gestalt von Erneuerbare Energie-Gemeinschaften und Gemeinschaftsenergieanlagen auf allen Wohn- und Gewerbegebäuden (auch der gemeinnützigen Wohnbauträger und Hausverwaltungen) sollen genutzt werden, um die kostensenkende Wirkung von PV und Windenergie direkt bei privaten und gewerblichen EndverbraucherInnen ankommen zu lassen.

Kritik der BiodiversitätsexpertInnen von S4F an der Beschneidung der Landesumweltanwaltschaft

Zwei Projekte, der „beschlussreife Gesetzesentwurf zur Verfahrensbeschleunigung bei Projekten der erneuerbaren Energie“ sowie das neu geplante Wasserkraftwerk Golling stoßen aber auch auf Kritik von Naturschutzverbänden sowie den Biodiversitätsexpert_innen der S4F Salzburg Andreas Tribsch und Jana Petermann. Mit der Beschneidung des Salzburger Naturschutzgesetzes und der Landesumweltanwaltschaft könnte die Türe für weitere Eingriffe in Ökosysteme ohne Prüfung und ohne Ausgleichsmaßnahmen geöffnet werden. Die ökologischen Folgen des geplanten Wasserkraftwerks in Golling – etwa die Verknappung des Wassers im Bereich des Salzachdurchbruchs – seien ebenfalls noch zu prüfen.

Im Allgemeinen werden isolierte Klimaschutzmaßnahmen, die nicht gemeinsam und gleichrangig mit dem Biodiversitätsschutz geplant werden, von den Expert_innen sehr kritisch gesehen. Die Klimakrise mit Kompromissen im Naturschutz lösen zu wollen sei eine nicht zeitgemäße Herangehensweise. „Hier braucht es die konkrete Zusammenarbeit zwischen Akteur_innen aus dem Naturschutz, der Wissenschaft, Grundbesitzern und der Landesregierung, um Synergien nutzen und sowohl naturnahe Ökosysteme zu schützen als auch erneuerbare Energien schonend und nachhaltig zu produzieren“, so die Biodiversitätsexpertin Jana Petermann.

Appell von Scientists for Future für ein „Ja“ zum Renaturierungsgesetz

Die EU-Renaturierungsverordung hängt noch immer an einem seidenen Faden. Die Scientists for Future Österreich haben daher gemeinsam mit Mitgliedern ihres Fachkollegiums einen dringenden Appell für ein „Ja“ zur Renaturierungsverordnung gestartet.

Ihr findet die gesamte Pressemitteilung auf dem Blog: https://at.scientists4future.org/2024/06/12/dringender-appell-fuer-ein-ja-zur-renaturierungsverordnung/

Die S4F freuen sich, wenn Ihr den Appell zahlreich in eurem Wirkungskreis und den Social Media teilen würdet. Auf X/Twitter findet Ihr hier unseren Post.

Weitere wichtige Initiativen zu den Themen Wiederherstellung der Natur und Biodiversitätsschutz findet Ihr hier:

Die österreichische Petition zur Renaturierungsverordnung: https://www.renaturierungsgesetz.at/

Die EU-weite Initiative Europe for Nature kann hier unterzeichnet werden: https://europefornature.eu/petition/

Die Petition an Alexander De Croo, Vorsitzender der EU-Ratspräsidentschaft, für die Renaturierungsverordnung ist ebenfalls noch offen: https://actionnetwork.org/petitions/natur-retten/

Einen ausführlichen Überblick über das Thema Wiederherstellung der Natur in Österreich liefert Euch unser Talk for Future vom 4. Juni. Die Aufzeichnung findet Ihr auf unserem Blog Talk4Future!

Renaturierungsgesetz trägt wesentlich zum Hochwasserschutz bei – Stellungnahmen von Scientists for Future-Mitgliedern

Angesichts des Hochwassers in Süddeutschland und dem Starkregen sowie den aktuell hohen Pegelständen in Teilen Österreichs erneuern Mitglieder der „Scientists For Future“-Bewegung ihre Kritik an der weiter unklaren Haltung der Politik zum EU-Renaturierungsgesetz: „Die derzeitigen Hochwässer zeigen erneut, wie wichtig es wäre, dass die EU-Renaturierungs-Richtlinie rasch umgesetzt wird“, so etwa Günter Langergraber von der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien am Dienstag.

Mehr siehe Bericht in den Salzburger Nachrichten

BNE-Sommerakademie 2024 des Forum Umweltbildung zum Thema Wandel:Fähigkeit“ – 19.-21.8

Ab sofort sind Anmeldungen zur BNE-Sommerakademie 2024 des Forum Umweltbildung möglich. Unter dem Titel „Wandel:Fähigkeit – Transformative Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ werden die Inner Development Goals (IDGs) ins Zentrum der Workshops und Vorträge gerückt. Es geht um die Frage, wie wir zuversichtlich auch angesichts vieler Krisen für eine nachhaltige Zukunft agieren können.

Hier geht’s zur Online-Anmeldung zur BNE-Sommerakademie 2024!

Für ein Mehr an Artenvielfalt in der Gemeinde – Besichtigung von Naturwiesen im Flachgau. 21.6.

Die Exkursion des Salzburger Bildungswerks am 21. Juni 2024 von 9.00 bis 17.00 Uhr soll die Vielfalt an Möglichkeiten aufzeigen, wie sich eine Gemeinde für mehr Artenvielfalt einsetzen kann. Unsere Tour führt uns mit Start bei der Lokalbahnstation in Bergheim nach Lamprechtshausen, wo wir mit Bürgermeisterin Andrea Pabinger die Unterführung Bürmooser Straße besichtigen. Dann geht’s weiter nach Berndorf zur Volksschule. Wir stärken uns beim Kapitelwirt Leobacher in Mattsee, um am Nachmittag noch die Weyerbucht in Mattsee sowie die öffentlichen Naturwiesen mit der Blühflächenbeauftragten Anita Himmer in Henndorf am Wallersee zu genießen. Nähere Infos und Anmeldung – siehe Einladung.

Act Now! Strategien zu kreativem Widerstand und Aktivismus in der zeitgenössischen Kunst – 15.6.

Das Museum der Moderne lädt amSamstag, den 15. Juni von 14-20 Uhr zu einem spannenden Programm über Aktivismus ein. Das Motto lautet: „Act now“. Teil des Progammes ist ein „Speed Dating“ über Aktivismus, für welches Aktive gesucht werden, die sich von den Besuchenden über ihr Engagement befragen lassen. Hier die Einladung zum Mittun.

Speed Dating „Meet the Activist“ 
Bist du selbst aktivistisch tätig und engagierst dich für gesellschaftspolitische Themen? Wir suchen Menschen, die sich in einem Abendformat am Museum der Moderne Salzburg mit Fragen löchern lassen und so ihre Ideen weitertragen wollen. In unserem Foyer wollen wir ein Speeddating „Meet the Activist!“ veranstalten, bei dem alle Interessierten mit aktivistisch tätigen Menschen ins Gespräch gehen können. Dies wird angeleitet von der Kuratorin Tina Teufel sowie der Kunstvermittlerin Anja Gebauer und findet in einer informellen Atmosphäre mit Getränken und Musik statt.

Gesucht werden Aktivist:innen aus den Bereichen Klimaschutz, Diversität, Antidiskriminierung bis hin zur sozialen Gerechtigkeit. Aktivist:innen zahlen wir ein Honorar á 150€ und freuen uns über deine Anmeldung mit der Information, für welche Themen du dich aktivistisch engagierst. Wir behalten uns eine Auswahl der Aktivist:innen vor und streben an, einen sicheren Rahmen für einen inspirierenden Austausch zu schaffen.
Interessierte Aktivist:innen können sich bis zum 31. Mai 2024 unter kunstvermittlung@mdmsalzburg.at anmelden.